Sie werden überrascht sein, aber in der Sowjetunion bekämpfte man Blattläuse auf den Feldern auf eine sehr ungewöhnliche Weise – mit Hilfe von Marienkäfern. Damit die bunten Käfer gleich nach der Landung mit ihrer „Arbeit“ beginnen konnten, wurden riesige Mengen dieser Insekten direkt aus Flugzeugen abgeworfen.
Doch es kam zu Fehlzündungen – Windböen trugen sie weit von ihrem Ziel weg und erschreckten Pilzsammler und Sommerbewohner.

Lassen Sie uns nun über praktischere und zugänglichere Methoden zur Bekämpfung von Blattläusen sprechen. Volksheilmittel wirken wirklich, wenn man sie mit Bedacht einsetzt.
Der Einsatz von Chemikalien ist jedoch keine gute Idee, insbesondere wenn Ihnen die Sauberkeit Ihres Obstes und Gemüses am Herzen liegt.
Apfel- und Birnbäume unter Beschuss
Besonders Apfelbäume sind von Blattläusen befallen. Genauer gesagt wird er von Ameisen dorthin gebracht, die von der Süße des Saftes angezogen werden. Der Umgang mit Schädlingen an Bäumen ist schwierig: Sie sind hoch und das Besprühen wird zu einer schwierigen Aufgabe.
Aber es gibt eine zuverlässige Methode: Nehmen Sie einfach einen Schlauch, drehen Sie einen kräftigen Wasserstrahl auf und waschen Sie den Baum gründlich ab – Blätter, Äste und Stamm. Dadurch werden sowohl die Blattläuse als auch die Ameisen weggespült. Anschließend gießen Sie den Boden unter dem Baum mit Salzwasser (ein halbes Glas Salz pro 2 Liter). Für den Baum ist es ungefährlich, für Schädlinge jedoch eine Katastrophe.
Ameisen bekämpfen – die Wurzel des Problems
Wenn sich in der Gegend viele Ameisen aufhalten, lassen Blattläuse nicht lange auf sich warten.
Einfache Möglichkeiten, Ameisenhaufen loszuwerden: Übergießen Sie sie mit kochendem Wasser oder, wenn Sie sie nicht zerstören möchten, graben Sie das Nest vorsichtig aus und bringen Sie es in den Wald.
Tabakstaub ist ein natürliches Insektizid

Blattläuse vertragen keine Tabakalkaloide. Tabakstaub ist für den Boden ungefährlich, für Schädlinge jedoch tödlich. Ich bevorzuge es, den Garten einmal pro Saison mit einer Lösung aus 100 g Staub und 10 Litern Wasser zu besprühen. Die Mischung wird 10 Minuten lang gekocht, aufgegossen, gefiltert und frühmorgens oder abends auf die Pflanzen aufgetragen.
Knoblauchaufguss
Ein Kilogramm Knoblauch (Sie können auch die Blätter verwenden) durch einen Fleischwolf drehen, 10 Liter Wasser hinzufügen, aufkochen und 3–4 Stunden ziehen lassen. Der abgesiebte Aufguss vernichtet Blattläuse und sein Aroma vertreibt Ameisen.
Teerseife und Ammoniak

Reiben Sie ein Stück Teerseife, lösen Sie es in heißem Wasser auf, geben Sie ein paar Löffel Ammoniak hinzu und besprühen Sie die Pflanzen zweimal im Abstand von zwei Tagen. Der durch die Seife erzeugte Film verhindert, dass Schädlinge an Lebensmittel gelangen.
Holzasche – Doppelwirkung
Sie können es entweder nach dem Morgentau auf die Pflanzen streuen oder einen Aufguss zubereiten: 3 Tassen Asche in 10 Liter heißes Wasser geben, über Nacht stehen lassen, abseihen und sprühen. Dies vertreibt Blattläuse und stärkt die Pflanzen.
Methode der Großväter: Mondschein gegen Blattläuse

In den Dörfern wurde selbstgebrannter Schnaps als Insektizid verwendet. Heute reicht ein mit Wasser zur Hälfte verdünnter Wodka. Geben Sie etwas flüssige grüne Seife (3 Löffel pro Eimer) hinzu und sprühen Sie die befallenen Pflanzen damit ein. Alkohol tötet Blattläuse und Ameisen sofort. Mit der gleichen Lösung können Sie übrigens auch einen Ameisenhaufen füllen – effektiv und schnell.
Senf in der Schädlingsbekämpfung
Blattläuse können mit trockenem Senf bestäubt oder eine Lösung zubereitet werden: 2 Tassen Pulver pro Eimer Wasser, 3 Stunden einwirken lassen, dann die Pflanzen besprühen.
Milch und Jod – ein Volksexperiment
Mischen Sie einen halben Eimer Wasser, einen Liter Milch oder Molke und einen Teelöffel Jod. Mit dieser Lösung werden die Pflanzen abends behandelt. Die Wirkung ist durch die Zeit bewiesen.
Schöllkraut und Kartoffelblätter

Schöllkraut und Kartoffelgrün fein hacken, einen Eimer zu ⅔ füllen, mit kochendem Wasser übergießen und über Nacht stehen lassen. Geben Sie dann ein paar Löffel grüne Seife hinzu und behandeln Sie die Pflanzen. Die Folge ist der sofortige Tod der Blattläuse.
Klebeband ist eine einfache Barriere
Umwickeln Sie Baumstämme mit Klebeband – so können Ameisen und mit ihnen Blattläuse nicht hinaufklettern. Auch in Gewächshäusern werden solche Bänder angebracht – etwa auf Gurken oder Tomaten. Die Insekten bleiben haften und können die Ernte nicht beschädigen.
Fazit: Keine Chemie!
Denken Sie daran: Chemikalien sammeln sich im Boden und in den Pflanzen an. Sie können nicht einmal im Kompost verwendet werden, da schädliche Substanzen in den Boden gelangen und das Ökosystem stören.