“Warum hast du den billigsten, hässlichsten Ziegel gekauft?”, lachten die Nachbarn! Als ich mit dem Bau des Hauses begann, waren alle überrascht

Entdecken Sie, warum ein Bauherr für sein Eigenheim 16.000 sowjetische Ziegel wählte, wie er diese verarbeitete und welchen einzigartigen Charme sie Hausfassade und Innenraum verleihen.


Oh, wie wertvoll sind diese alten sowjetischen Ziegelfabriken aus den 60er- und 70er-Jahren, in denen der Ton noch sorgfältig in traditionellen Öfen gebrannt wird! Hier arbeiten Handwerker der alten Schule, die ihr Handwerk verstehen.

Erfahrene Bauprofis wissen die Qualität des sowjetischen Ziegels zu schätzen – nicht umsonst stehen viele Häuser aus dieser Zeit noch heute stabil, trotz Jahrzehnten voller harter Winter, heißer Sommer und starker Winde.

>


Während viele Bauherren heute den modernen, makellosen Ziegel bevorzugen, wird der alte Ziegel mit seiner unregelmäßigen Form und den leicht unterschiedlichen Maßen meist nur für Nebengebäude oder kreative Bauprojekte verwendet. In den Fabriken wird er lediglich so verpackt, dass er problemlos zum Kunden transportiert werden kann.

Ich jedoch entschied mich bewusst für genau diesen Ziegel, um mein eigenes Haus zu bauen. Insgesamt benötigte ich 16.000 Stück – 12.000 davon für die Fassade, der Rest fand seinen Platz in den Innenwänden.


Meine Nachbarn schmunzelten zunächst über meine Wahl und hielten mich für etwas exzentrisch. Doch für mich war die besondere Geometrie und Struktur dieser Ziegel entscheidend.

Aufgrund der Produktionsweise besitzt der sowjetische Ziegel immer eine rauere Seite. Genau diese nutzte ich für die sichtbaren Außenflächen meiner Hauswände. Vor dem Mauern tauchte ich sie in eine wetterfeste Imprägnierung, ließ sie in der Sonne trocknen und stapelte sie anschließend zurück auf Paletten.


Die Tonstruktur saugte die Schutzschicht bis zu 5 mm tief auf – so blieb die Farbe auch nach Regen und Wind unverändert. Wichtig war nur, bei trockenem Wetter zu streichen.

Das Streichen von 12.000 Ziegeln in zwei Monaten verlieh meinem Haus eine absolut einzigartige Optik. Jeder Ziegel erzählt seine eigene Geschichte, sichtbar in Muster und Struktur.


Fünf Jahre nach Baubeginn (2017) sieht die Fassade noch immer frisch und ausdrucksstark aus. Bereits 2020 konnten wir unser neues Zuhause einweihen.

Doch der Ziegel fand nicht nur außen Verwendung – auch die Innenwände entstanden aus diesem besonderen Material. Das Interieur ist im Loft-Stil gestaltet, mit offenen Holzbalken und sichtbaren Ziegelwänden.


In Weiß gestrichen, wirken diese Wände modern und gleichzeitig charaktervoll. Ein glatter, moderner Ziegel hätte hier niemals dieselbe Wirkung erzielt.

Natürlich ist die Arbeit mit diesem Material anspruchsvoll – klassische Wasserwaagen helfen nur bedingt, da Unebenheiten ausgeglichen werden müssen. Aber das Endergebnis ist jede Mühe wert: Die Ziegel wirken edler und lebendiger als viele teure Klinker.

💡 Unterstützen Sie uns – abonnieren Sie unsere Seite, hinterlassen Sie ein Like und teilen Sie diesen Beitrag, damit mehr Menschen die Schönheit alter Baumaterialien entdecken.

Leave a Comment