Ein Gast aus Moldawien erzählte, warum er bei der Weinzubereitung ein rohes Ei in den Wein gibt

Hausgemachter Wein aus eigenem Garten kann ein wahres Highlight sein – wenn er richtig vergärt. Erfahren Sie, warum der Zuckergehalt im Traubensaft so wichtig ist, wie Sie ihn ganz einfach ohne Spezialgeräte überprüfen können und was ein Ei mit der Weinherstellung zu tun hat.


Viele Menschen, die Trauben im eigenen Garten anbauen, beginnen im Herbst mit der Herstellung von hausgemachtem Wein. Doch nicht selten folgt die Ernüchterung: Das Getränk ist eher ein Traubensaft mit leichter Gärung als ein kräftiger Wein.

>

Der Hauptgrund liegt fast immer im niedrigen Zuckergehalt der Trauben. Zu wenig Zucker bedeutet schwache Gärung – und ein Wein, der kaum Alkohol entwickelt. Dabei hängt die Qualität des Weins direkt von der Dichte des Mostes und somit vom Anteil natürlicher Zucker ab. Je länger die Trauben an der Sonne reifen, desto mehr Süße entwickeln sie. Fehlt es den Beeren an Zucker, kann man den Most mit normalem Haushaltszucker anreichern.


Natürlich stellt sich die Frage: Wie lässt sich der Zuckergehalt im Most bestimmen, wenn man kein Refraktometer oder andere Messgeräte besitzt? Es gibt einen simplen Trick, den schon unsere Großeltern kannten – und dafür braucht man lediglich ein frisches Hühnerei.


Nach etwa 24 Stunden Gärung legen Sie das rohe Ei vorsichtig in den Most.

  • Ragt das Ei etwa 2 cm oder mehr aus der Flüssigkeit, liegt der Alkoholgehalt bei ungefähr 11–13 % – ein idealer Wert für guten Wein.
  • Geht das Ei komplett unter oder zeigt sich nur minimal an der Oberfläche, fehlt Zucker. In diesem Fall sollte man nachsüßen und den Test nach einem Tag wiederholen.

Diese einfache Methode hilft nicht nur Anfängern, sondern auch erfahrenen Hobbywinzern, die Qualität ihres Weins ohne viel Aufwand zu verbessern. Wer regelmäßig eigene Trauben verarbeitet, wird schnell merken: Mit etwas Geduld und der richtigen Menge Zucker entsteht ein Getränk, das geschmacklich mit vielen gekauften Weinen mithalten kann.

Leave a Comment