Wie wird eine Betonveranda fertiggestellt? Nichts, gießen Sie sie einfach mit der „Waschbeton“-Technik.

Jeder, der schon einmal mit dem Hausbau zu tun hatte, kennt die Frage: Wie gestaltet man ein Betonpodest am besten? Klassische Varianten sind Feinsteinzeug oder Naturstein, doch beide haben Nachteile – Fliesen werden im Winter rutschig wie Eis, Naturstein ist oft teuer. Viele lassen das Podest deshalb jahrelang ohne Verkleidung bestehen. Dabei gibt es eine einfache Möglichkeit, eine attraktive, haltbare und sichere Oberfläche direkt aus Beton zu schaffen.

Bei meinem eigenen Haus habe ich ein kleines monolithisches Podest vor dem Eingang zum Heizraum gegossen und es bewusst nicht verkleidet. Stattdessen habe ich dem Beton von Anfang an eine dekorative Struktur verliehen, die an Kies erinnert. Die Oberfläche ist nicht rutschig, wirkt hochwertig und erfordert keinerlei zusätzliche Beschichtung. In diesem Beitrag erkläre ich Schritt für Schritt, wie das gelungen ist.

>

Ursprünglich lag an dieser Stelle jahrelang nur ein Bruchstück Beton, das die Funktion einer Stufe übernahm. Das sah unschön aus und war unpraktisch im Alltag. Deshalb habe ich mich entschieden, ein ordentliches, dauerhaftes Betonpodest zu bauen. Dabei achtete ich besonders auf die richtige Verbindung mit dem Fundament und die Vermeidung von Schäden durch Frosthebungen. Dafür wurden Bewehrungsstäbe im Fundament verankert und eine Folie als Trennschicht ausgelegt. Ein alter Betonblock blieb im Inneren des Podests und wurde als Teil der Armierung integriert.

Die Schalung habe ich vorbereitet und die Innenseiten mit einem Mittel behandelt, das die Bindung des Betons verzögert. Danach mischte ich die Betonmasse im Verhältnis 3:1: zwei Eimer Kies-Sand-Gemisch mit Kieseln, ein Eimer Sand und ein Eimer Zement. Wasser kam nur sparsam dazu, ergänzt durch einen Weichmacher. Direkt nach dem Gießen habe ich die Oberfläche mit einem Schwamm abgewaschen, um die oberste Zementschicht zu entfernen und die Kiesel freizulegen. So entstand die dekorative Steinoptik. Bei der Verwendung von Schotter wird die Struktur gröber, fast wie Schleifpapier, und erfordert mehr Nacharbeit.

Besonders wichtig: Alle Arbeiten sollten bei warmem Wetter erfolgen. Nur so erreicht der Beton schnell die nötige Anfangsfestigkeit, damit man die Schalung am nächsten Tag entfernen kann. Nach dem Ausschalen habe ich die Seitenflächen mit einer Drahtbürste gereinigt. Eine Hochdruckreinigung wäre noch effektiver gewesen, war aber wegen der frischen Fassade nicht möglich. Stattdessen habe ich die Flächen zusätzlich mit einer Flex und Drahtbürstenaufsatz nachbearbeitet. Zum Abschluss wurden die Reste mit Wasser abgespült, wodurch die Struktur noch klarer hervortrat.

Das Ergebnis ist ein Podest, das optisch perfekt zum Fundament passt. Um die Wirkung zu verstärken und den Eindruck von „nassem Stein“ zu erzeugen, kann die Oberfläche mit einem speziellen Polyurethan-Steinlack versiegelt werden. Dieser sorgt für Glanz, schützt vor Witterungseinflüssen und ist deutlich beständiger als herkömmliche Acryl-Lacke. Auf die gleiche Weise lässt sich übrigens auch die gesamte Bodenplatte oder die Hausumrandung (Bordstein/Abdichtung) gestalten – langlebig und ästhetisch.

Das Fazit: Mit etwas Einsatz und der richtigen Technik verwandelt sich selbst gewöhnlicher Beton in eine dekorative und rutschfeste Oberfläche. Keine teuren Fliesen, keine Abplatzungen, kaum Kosten – nur deine Arbeit. Das Ergebnis überzeugt durch Funktionalität und Design.

👉 Wenn dir diese Anleitung gefallen hat, abonniere unsere Seite, gib uns ein Like und teile den Beitrag mit Freunden, die ebenfalls Haus und Garten verschönern möchten.

Leave a Comment