Wussten Sie, dass der Darm selbst nicht altert? Seine glatte Muskulatur ist ständig in Bewegung, mal langsamer, mal schneller. Vergleicht man den Dünndarm einer gesunden Frau im Alter von 20 und 65 Jahren, gibt es praktisch keinen Unterschied. Betrachtet man jedoch die bakterielle Zusammensetzung der Mikroflora, werden deutliche Veränderungen sichtbar.
Nach der Lektüre erfahren Sie mehr über Gewohnheiten, die Ihre Darmgesundheit unbemerkt verschlechtern können, und wie Sie diese aufrechterhalten können.
Bei einer Veränderung der bakteriellen Zusammensetzung der Darmflora ergeben sich folgende Probleme:
— beeinträchtigte Nährstoffaufnahme: trockene Haut, brüchige Nägel, klebriger Stuhl;
— langsame Entgiftungsprozesse: Hautausschläge, unangenehmer Geruch von Körper, Füßen, Urin oder Kot;
— Alterung auf Zellebene: schlaffe Haut, fahler Teint.

Wie der Darm unsere Gesundheit steuert
Stellen Sie sich einen Regenwurm vor: Er ist nur ein Muskelschlauch, der mit einem Verdauungstrakt verbunden ist. Unserer ist natürlich viel komplexer: Arme, Beine, ein Gehirn, ein Rückenmark und ein komplexes Nervensystem. Aber das Interessante ist: Es gibt etwas, das man die „Darm-Hirn-Achse“ nennt. Unser Darm und unser Gehirn sind in beide Richtungen miteinander verbunden. Das bedeutet, dass eine Störung unseres Darmmikrobioms unsere Stimmung beeinflusst und sogar zu Depressionen führen kann.
Andererseits kann schlechte Laune auch Auswirkungen auf den Darm haben. Wer beispielsweise gestresst ist, rennt ins Badezimmer. Wer hat hier das Sagen – der Darm oder das Gehirn? Diese philosophische Frage lassen wir hier unbeantwortet.
Darm-Hirn-Achse
Lebensmittel, die die Darmalterung beschleunigen
Bevor wir Lebensmittel in „gut“ und „schlecht“ einteilen, sollten wir uns darüber im Klaren sein: Lebensmittel sind entweder Lebensmittel oder keine.
Echte Lebensmittel sind natürlich angebaute und nur minimal verarbeitete Lebensmittel.
Nicht-Lebensmittel sind im Labor hergestellte Lebensmittel mit zusätzlichen Farbstoffen, Aromen und Konservierungsstoffen.
Das schädlichste dieser Produkte ist Margarine. Sie wurde erfunden, um Seeleute mit haltbarer Nahrung zu versorgen. Im Grunde ist Margarine praktisch Plastik. Ihre schädlichen Auswirkungen auf den Körper sind durch jahrelange Forschung belegt. Wenn Sie also Fast Food, Backwaren oder Aufschnitt essen, enthalten diese wahrscheinlich Margarine oder deren Ersatzstoffe. Am besten streichen Sie solche Produkte aus Ihrem Speiseplan.
Ein noch größeres Problem stellen die Milchfettersatzstoffe dar, die in den meisten Schokoladen, Bonbons und Süßwaren enthalten sind. Sie haben die gleiche Wirkung wie Margarine: Sie verursachen Darmkontaminationen, Cholesterin und gefährden das gesamte Herz-Kreislauf-System.
Hier ist eine Liste solcher Produkte:
— Süßwarenfett;
— Milchfettersatz;
— Pflanzenfett;
— Margarine;
— Brotaufstrich;
— gehärtetes Fett;
— raffiniertes Öl;
— Kakaobutterersatz vom Laurintyp.
Die gesamte Forschung zu den Gefahren fetthaltiger Lebensmittel wurde anhand von Margarine durchgeführt, und deshalb haben wir so lange auf fettes Fleisch, Fisch und Eier verzichtet, anstatt gesünder zu leben.
Was ist wichtig über den Darm zu wissen
Der Darm lässt sich mit einem Aquarium vergleichen. Stellen Sie sich vor, dort leben Fische. Wenn Sie sie nicht füttern oder das Aquarium nicht reinigen, wachsen Algen. Der Darm ist die Heimat von Bakterien, und ihre Vielfalt ist entscheidend.
Es gibt nützliche, opportunistische und pathogene Bakterien. Opportunistische Bakterien sind in geringen Dosen nützlich, da sie das Immunsystem trainieren, während pathogene Bakterien eher Probleme verursachen.

Was nützliche Bakterien lieben: 3 Regeln
- Ballaststoffe, insbesondere lösliche, bilden ein Gel. Beispiele hierfür sind Pektin aus Äpfeln und Inulin aus Chicorée. Lösliche Ballaststoffe ernähren unsere nützlichen „Bewohner“, während unlösliche Ballaststoffe zur Darmreinigung beitragen. Ausgewogenheit ist wichtig!
- Stressresistenz. Ständiger Stress unterdrückt die nützliche Mikroflora, und die Erholung kann Wochen oder Monate dauern. Erfahren Sie im vorherigen Artikel, wie Sie Ihre Stressresistenz verbessern können.
- Abwechslungsreiche Ernährung. Je mehr verschiedene Gemüsesorten, Getreide, Hülsenfrüchte und tierische Produkte Sie essen, desto vielfältiger und robuster ist Ihre Mikroflora. Dies hilft Ihnen, Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen. Einige davon, wie Vitamin D, können Sie sogar selbst synthetisieren.
Was stört das Gleichgewicht der Mikroflora?
- Ungesunde „leere“ Lebensmittel mit überschüssigem Zucker und verarbeitetem Fleisch. Würstchen und Hot Dogs enthalten beispielsweise nur 15–20 % Fleisch, der Rest sind Zusatzstoffe und Stärke. Verarbeitetes Fleisch schädigt die Darmschleimhaut und fördert die Alterung.
- Produkte, die allergische Reaktionen hervorrufen.
- Probleme mit den oberen Verdauungsebenen – Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber und Gallenblase. Wenn beispielsweise die Galle schlecht ausgeschieden wird, führt dies zu einer schlechten Verdauung und der Vermehrung von Krankheitserregern.
- Falsches Abendessen.
Haben Sie einen Zusammenhang zwischen Ihrer Darmgesundheit, Ihrer Stimmung und Ihrem Aussehen bemerkt? Teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren!