Warum tapezieren die Leute in den USA und Kanada nicht? Sie verwenden ablösbare Farbe. Ich habe es selbst nachgemacht und bin begeistert.

Ich verstehe, dass unsere „Partner in Übersee“ für uns kein Maßstab sind, aber die westlichen Länder wissen wirklich, wie man eine wichtige Sache macht: die Vorteile zu zählen.

Beispielsweise sind normale Amerikaner so aufs Sparen und Rechnen fixiert, dass sie für zehn Cent Unterschied durch die ganze Stadt fahren würden. Wie viel sie für Benzin ausgeben, ist natürlich eine ganz andere Frage. Diese Frage habe ich einmal einem amerikanischen Freund gestellt. Sie hätten seine Augen sehen sollen!

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Doch Zeit, die wertvollste Ressource der Welt, ist ihnen wichtiger als Geld. Daher ist jedes Bauprojekt für sie ein Balanceakt zwischen Zeit und Geld. Wenn sie Geld ausgeben und dabei Zeit sparen können, tun sie dies ohne zu zögern. Schließlich lässt sich Geld verdienen, Zeit jedoch nicht.

Tapeten: teuer und unpraktisch

Kommen wir nun zurück zur Tapete. Warum verwenden normale Menschen in den USA und Kanada keine Tapeten in ihren Häusern? Weil sie zu teuer, unpraktisch, schwer zu reparieren und zeitaufwendig sind.

In den USA muss das Tapezieren von einem zertifizierten Fachmann durchgeführt werden, der mit teuren Materialien umgehen kann. Und Tapeten sind dort teuer. Sehr teuer. Neben den hohen Materialkosten muss man bedenken, dass das Tapezieren in den USA pro Quadratmeter etwa 20 bis 40 Dollar kostet. Dazu kommen noch Fußleisten, Zierleisten, Rohre und Gesimse … So können die Kosten für einen Raum schnell auf 2.500 Dollar steigen.

Tapeten sind außerdem schwer zu reparieren: Sie verblassen, werden stumpf, wellen sich und reißen an den Nähten und Ecken. Und was, wenn ein Kind beschließt, an die Wände zu malen? Jeder weiß, dass Tapeten eine echte Plage sind.

Tapetenalternative: Knockdown

Was wird in den USA anstelle von Tapete verwendet? Knockdown! Dabei handelt es sich um eine spezielle Gipsbeschichtung für Trockenbauwände. Arbeiter, oft nicht englischsprachig, schalten eine spezielle Maschine ein, die eine dünne Schicht Beschichtung auf die Trockenbauwand aufträgt. Nach dem Trocknen wird die Schicht mit einem Spachtel glatt gestrichen und mit Dispersionsfarbe gestrichen.

Vorteile des Knockdowns

  • Es sind keine Sprachkenntnisse erforderlich.
  • Diese Art von Arbeit kostet etwa 1,50 bis 2,00 US-Dollar pro Quadratmeter. Sehen Sie den Unterschied?
  • Ein 300 m² großes Haus kann mit ablösbarer Farbe in 2 Tagen komplett fertiggestellt werden.

Die Reparatur dieser Beschichtung ist noch einfacher: Einfach abschleifen, etwas Kitt auftragen, glattstreichen und streichen. Und es bleibt keine Spur zurück. Nicht einmal von einem jungen Künstler.

Meine Erfahrung mit Knockdown

Nachdem ich die Knockdown-Technik gemeistert hatte, beschloss ich, sie auf meinem Dachboden anzuwenden. Das einzige Problem ist, dass ich kein Profi bin und anstelle von automatisierten Geräten nur meine Hände und einen Spachtel habe.

Ich musste zwei Säcke Kitt kaufen, alles mit der Hand glattstreichen und dann auf die trockene Wand sprühen. Ich musste fünf Minuten warten und das Muster an der Wand glattstreichen. Es dauerte einen Tag, bis der gesamte Boden fertig war. Am nächsten Tag wurden die Wände abgeschliffen und mit wasserbasierter Farbe gestrichen.

Sicherheitshalber habe ich die Wände zweimal gestrichen und beim zweiten Anstrich etwas Emaille für den Glanz hinzugefügt. Und hier ist das Ergebnis:

Schnell, sauber und problemlos, keine Tapeten, kein Kleber, keine abblätternden Kanten oder andere Verschmutzungen. Kann gewaschen, abgewischt, gebürstet oder neu gestrichen werden.

Viele unserer Dekorateure nennen diese Beschichtung „Weltkarte“. Ich weiß nicht, wie sie richtig heißt, aber auf einem weißen Dachboden sieht sie umwerfend aus. Tapeten sind für mich mittlerweile völlig überflüssig.

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