Warum wird ein Haus mit einem Dreieck anstatt mit einem einzelnen Erdungsstab geerdet?

Wenn Sie kein Elektriker sind, stellen Sie sich die Erdung wahrscheinlich als einen einzelnen Metallstab vor, der in den Boden getrieben wird.

Es erscheint logisch: Der Strom sollte in den Boden fließen, also genügt es, einfach ein Stück Eisen hineinzustecken. In der Praxis ist die Sache jedoch viel komplizierter.

Warum ist eine Erdung überhaupt notwendig?

Bei beschädigter Isolierung kann an den Gehäusen von Haushaltsgeräten Spannung auftreten. Berührt eine Person das Gerät, wird ihr Körper zum Leiter.

Dann fließt der elektrische Strom direkt durch die Person, was lebens- und gesundheitsgefährdend ist.

Die Erdung ist so ausgelegt, dass die Entladung einen sicheren Weg nimmt – in die Erde, durch den Erdungskreis und nicht durch den Körper.

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Um dies zu erreichen, muss der Widerstand der Erdungsvorrichtung so gering wie möglich sein.

Der Standardwert liegt bei bis zu 30 Ohm, optimalerweise sollte er jedoch zwischen 8 und 10 Ohm liegen. Mit einem einzelnen Erdungsstab lassen sich solche Ergebnisse nicht erzielen, es sei denn, er wird in sumpfigem Boden verlegt.

Wie man den Stromkreis prüft

Idealerweise werden spezielle Messgeräte (wie das Sonel MRU-101 oder TE-30) verwendet. Solche Messungen werden jedoch selten durchgeführt.

Es gibt eine vereinfachte Methode: Schließen Sie eine 100-Watt-Glühbirne an den stromführenden Leiter und das andere Ende an die Erde an. Leuchtet die Glühbirne hell, funktioniert der Stromkreis.

Warum ein Dreieck wählen?

Elektroden können auf verschiedene Weisen angeordnet werden: in einer Linie, in einem Quadrat, aber Elektriker verwenden am häufigsten eine Dreiecksanordnung. Die Gründe dafür sind einfach und praktisch:

  • Drei Punkte sind auf dem Gelände am günstigsten gelegen;
  • Es ist einfacher, den gleichen Abstand zwischen ihnen einzuhalten (normalerweise sollte er etwa das 2,2-fache der Stiftlänge betragen);
  • Ein geschlossener Stromkreis arbeitet stabiler als eine gerade Linie – der Strom verteilt sich gleichmäßiger und der Widerstand verringert sich.

In der Regel wird die Seitenlänge des Dreiecks so gewählt, dass sie der Länge der Stäbe selbst entspricht.

Was man verwenden sollte und in welcher Tiefe

Zur Erdung werden häufig Stahlbewehrungsstäbe mit 16 mm Durchmesser oder Winkelprofile verwendet. Winkelprofile sind einfacher zu handhaben, die Tiefe sollte jedoch mindestens 1,5 Meter vom Grubenboden betragen.

In trockenen Böden ist sogar noch mehr erforderlich. Die Elektroden sind mit einem 40 x 4 mm großen Metallstreifen miteinander verbunden.

Die wichtigste Voraussetzung ist die Bodenfeuchtigkeit: Je trockener der Boden, desto länger müssen die Erdungselemente sein.

Was schreibt GOST vor?

Obwohl Verstärkungen häufig verwendet werden, wird dies von den Normen nicht empfohlen: Normales schwarzes Metall rostet schnell, und die Effizienz des Stromkreises nimmt rapide ab.

Den Vorschriften zufolge wird verzinkter oder verkupferter Stahl empfohlen. Heutzutage sind fertige Sets erhältlich: ein Satz von 1,5 Meter langen Stangen, die miteinander verbunden werden können.

Dank einer Zinkbeschichtung von etwa 130 Mikrometern Dicke halten solche Sets jahrelang und schützen vor Korrosion.

Ergebnis

Erdung ist keine bloße Formalität, sondern ein wirksames Schutzsystem, das Leben retten kann. Das Elektrodendreieck ist kein rein dekoratives Element, sondern eine praktische und zuverlässige Lösung, die den Widerstand minimiert und Sicherheit gewährleistet.

Es ist wesentlich klüger, einmalig in ein ordnungsgemäßes Erdungsgerät zu investieren, als sich selbst und seine Angehörigen einem Risiko auszusetzen.

Haben Sie jemals eine Erdung in Ihrem Haus oder Ferienhaus installiert?

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