Die Schlumbergera, besser bekannt als Waldkaktus oder Weihnachtskaktus, birgt mitunter unangenehme Überraschungen: Ihre dichten Segmente werden plötzlich weich und schlaff. Das kommt zwar nicht oft vor, aber ich habe es selbst schon erlebt.

Die häufigste Ursache sind natürlich Pflegefehler: Triebe hängen schlaff herunter, Blätter verlieren ihre Elastizität und Knospen fallen ab. Wenn der Weihnachtskaktus jedoch merklich an Zierwert einbüßt und traurig wirkt, ist es wichtig, die genaue Fehlerursache zu finden. Nach eingehender Recherche und unter Berücksichtigung meiner eigenen Erfahrung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass schlaffe Blätter bei Schlumbergera verhindert werden können, indem die auslösenden Faktoren umgehend beseitigt werden.

Warum werden die Segmente des Decembrest-Kaktus weich?
Eine häufige Ursache ist verunreinigter Boden. Zygocacti leiden am häufigsten unter Pilzkrankheiten wie Krautfäule, Fusarium oder Phytophthora. Diese Krankheitserreger gelangen entweder direkt in den Boden oder entwickeln sich aufgrund unsachgemäßer Pflege. In diesen Fällen hellen sich die Pflanzenteile auf, verlieren ihre Elastizität und fallen allmählich ab.

Vergessen Sie auch Schädlinge nicht. Wollläuse, Schildläuse und verschiedene Milbenarten, darunter Spinnmilben, können die Pflanze stark schwächen. Bei Schädlingsbefall sollte der Weihnachtskaktus mit geeigneten Mitteln behandelt werden. Gängige Fungizide und Insektizide wie Maxim, Skor oder Topaz sind geeignet und müssen unbedingt gemäß der Gebrauchsanweisung angewendet werden.
Ein weiteres ernstes Problem ist Wurzelfäule. Die Wurzeln der Decembrist-Pflanze faulen oft bei Überwässerung, insbesondere wenn der Topf keine Abzugslöcher hat. Ständige Staunässe führt fast zwangsläufig zum Absterben der Wurzeln. In diesem Fall sollte der Gießrhythmus dringend angepasst werden: Gießen Sie die Pflanze erst, wenn die Erde vollständig ausgetrocknet ist, etwa alle zwei Wochen.
Sind die Wurzeln bereits beschädigt, lässt sich der Weihnachtskaktus noch retten. Dazu schneidet man gesunde Segmente ab und bewurzelt sie in leicht feuchter Erde, nachdem man sie mit einer Fitosporin-Lösung getränkt hat. Dieser Waldkaktus wurzelt bei den richtigen Bedingungen auch ohne Mini-Gewächshaus gut.

Zugluft schadet der Pflanze ebenfalls. Obwohl die Schlumbergera als recht robuste und kälteresistente Zimmerpflanze gilt, verträgt sie plötzliche Temperaturschwankungen nicht gut, insbesondere während der Wachstums- und Blütezeit. Steht der Weihnachtskaktus in der Nähe eines häufig geöffneten Fensters oder einer Lüftungsöffnung, sollte er an einen geschützteren Ort gestellt werden.
Überdüngung ist besonders wichtig. Zygocacti benötigen keine häufige oder reichliche Düngung; ein bis zwei Gaben pro Jahr genügen in der Regel. Bei Überdüngung leidet die Pflanze: Die Wurzeln werden geschädigt und die Blätter verlieren an Dichte. In diesem Fall ist es ratsam, den Weihnachtskaktus aus dem Topf zu nehmen, das Wurzelsystem zu überprüfen, faule Stellen zu entfernen und ihn in frische, lockere Erde umzutopfen.
Ein Knoblauchaufguss mit Bernsteinsäure gilt als hilfreich. Knoblauch desinfiziert den Boden, während Bernsteinsäure die Pflanze stimuliert und ihre Vitalität erhält. Geben Sie 2–3 Knoblauchzehen pro Liter Wasser hinzu, lassen Sie den Aufguss 24 Stunden ziehen und fügen Sie vor der Anwendung eine Bernsteinsäuretablette hinzu. Selbst wenn die Probleme durch Überdüngung verursacht werden, ist diese Lösung schonend und verschlimmert den Zustand der Schlumbergera nicht.
Bei sorgfältiger Pflege und rechtzeitiger Anpassung der Bedingungen erholt sich die Decembrist schnell und erfreut erneut mit dichtem Laub und üppiger Blüte.