Ich habe eine Mischung aus sechsfach gemahlenen Haferflocken und Weizen etwa eine Woche lang in einem Eimer Wasser eingeweicht.

Das klingt nach einer sehr intensiven Fermentierung, die du da angesetzt hast. Nach einer Woche Einweichzeit in Wasser ist die Mischung chemisch gesehen bereits weit über das bloße “Einweichen” hinaus – du hast im Grunde eine Milchsäuregärung (oder bei fehlendem Sauerstoff eine alkoholische Gärung) gestartet.

Da du nach einer Lösung suchst, die kein Überlaufen und kein Verschütten zulässt, gibt es bei dieser speziellen Mischung (Hafer-Weizen-Brei) ein paar Dinge zu beachten:


Das Problem mit fermentiertem Brei

Nach einer Woche hat die Mischung eine fast schleimige oder sehr zähe Konsistenz durch die gelöste Stärke.

  • Die Gefahr: Wenn Ziegen oder Hühner (je nachdem, wen du fütterst) darin wühlen, klebt das Zeug überall. Wenn es im Trog bleibt und gärt, kann es bei Kontakt mit Metall den Trog angreifen oder bei Hitze schnell kippen.
  • Vorteil: Fermentiertes Getreide ist für viele Tiere (besonders Hühner) extrem gesund für die Darmflora, solange es nicht schimmelt.

Die ideale Fütterungslösung (Anti-Schmier-Trog)

Für eine solche “Pampe” ist der klassische offene Trog ungeeignet. Du brauchst einen Rohrfütterer oder einen Spalt-Trog:

  1. Das PVC-Rohr-Prinzip (Hühner/Ziegen):
    • Verwende ein breites Abwasserrohr (100–125 mm), das du längs aufschneidest oder mit Löchern versiehst.
    • Der Trick: Die Löcher sollten nur so groß sein, dass gerade der Schnabel oder das Maul hineinpasst. Da die Mischung nass ist, können sie sie nicht “herauskratzen”, weil sie an der Rohrwand hängen bleibt.
  2. Die Paletten-Halterung für Eimer:
    • Da du die Mischung ohnehin im Eimer hast: Baue aus deinen Palettenresten ein Gestell, das den Eimer exakt umschließt, sodass er auf dem Boden steht, aber oben durch einen Holzring fixiert ist.
    • Anti-Wühl-Gitter: Lege ein schweres Metallgitter (oder ein stabiles Holz-Kreuz) direkt auf die Oberfläche des Breis im Eimer. Die Tiere fressen durch die Zwischenräume. Da das Gitter mit dem Füllstand absinkt, können sie niemals tief mit dem Kopf hinein, um zu schleudern oder zu graben.

Ein Hinweis zur Hygiene

Nach einer Woche Einweichen solltest du die Mischung jetzt zügig verfüttern.

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  • Geruchstest: Es sollte säuerlich wie Sauerteig oder Joghurt riechen. Riecht es faulig oder “nach Nagellackentferner”, entsorge es lieber auf dem Kompost (dein Boden im Garten wird die Nährstoffe lieben).
  • Reinigung: Da die Mischung durch den Weizen sehr klebt, solltest du den Trog nach der Fütterung kurz mit Wasser ausspülen, bevor die Reste steinhart antrocknen.

Soll ich dir erklären, wie du aus einem einfachen Plastikrohr und zwei Palettenbrettern einen “Siphon-Fütterer” baust, bei dem der nasse Brei automatisch nachläuft, aber nicht überlaufen kann?

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