Heizkessel müssen nicht kaputtgehen! So installieren Sie Ihren Gasheizkessel selbst und sparen 30 % Ihrer Kosten.

Es ist kein Geheimnis, dass ein Gasheizkessel ein sehr komplexes Gerät ist, das nicht sofort funktioniert. Die Ersteinrichtung erfolgt bei der Inbetriebnahme.

Im Idealfall installiert das Installationsteam alles korrekt, analysiert das Temperaturverhalten, die Funktion der Sensoren (falls vorhanden) und passt die Werkseinstellungen an.

Doch in 99 % der Fälle haben Hausbesitzer Pech mit ihrem Team. Die Inbetriebnahme ist abgeschlossen, der Heizkessel läuft, also: „Zahlen Sie, und los geht’s! Auf Wiedersehen!“

Und dann wächst der Rasen nicht. Wenn er kaputtgeht, ist das Ihr Problem – rufen Sie die Garantie an … falls Sie überhaupt noch eine haben.

Wir hatten zweimal Pech mit dem Installationsteam! Bei der Installation des Heizkessels wurde uns nicht einmal erklärt, wie man ihn einschaltet, wie man ihn zurücksetzt oder wen man anrufen soll, falls das Gerät „Algen!“ meldet und ausfällt.

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Nur einen Monat später erschien eine Fehlermeldung auf dem Display, und der Heizkessel schaltete sich zwei Tage vor Neujahr ab – was beinahe zu einem Herzinfarkt in der Familie geführt hätte. Was für ein Schock!

Das war bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass wir Pech hatten: Die Steuereinheit gab den Geist auf. Klar, sie wurde schnell ausgetauscht, aber niemand hatte etwas verstellt. Die Werkseinstellungen blieben unverändert. Und irgendwie kam ich darauf, dass etwas geändert werden musste.

Aber gestern hatten wir endlich Glück!

Um ins Servicemenü des Heizkessels zu gelangen, müssen Sie diese beiden Tasten 5 Sekunden lang gedrückt halten. Quasi „den Heizkessel aktivieren“. Foto vom Autor.

Während wir uns auf den Winter vorbereiten, kam ein neuer Servicetechniker vorbei. Er war sehr jung, fast noch ein Kind.

Aber im Gegensatz zu den abgebrühten, gleichgültigen Technikern kümmerte sich dieser um uns. Er sah sich unsere Einstellungen an und sagte:

„Hmm, Sie haben die Werkseinstellungen aktiviert. Ich passe Ihren Heizkessel für Sie an, dann sparen Sie mindestens 20–30 % Heizkosten.“

Einige dieser Einstellungen kannte ich bereits, aber eine war eine echte Offenbarung.

Ich werde nicht alle Details der Gespräche wiedergeben, sondern meine Erfahrungen schildern. Wir gehen ins Servicemenü und scrollen zu F08. Standardmäßig ist diese Einstellung auf 100 % eingestellt.

Für ein großes Haus ist das die richtige Einstellung. Ist das Haus jedoch gut isoliert oder ist die Wohnfläche kleiner als die Nennleistung des Heizkessels (viele kaufen Heizkessel mit einer dicken Überisolierung), erhitzt der Heizkessel das Kühlmittel schnell und schaltet sich ab. Dann schaltet er sich genauso schnell wieder ein und aus.

Um dies zu verhindern, muss die Heizleistung reduziert werden. Für mein Haus erwies sich eine Leistung von 60 % als optimal. Stellen Sie sich den Unterschied vor!

Es gibt eine universelle Berechnungsformel: Multiplizieren Sie die beheizte Fläche des Hauses mit 110 und teilen Sie das Ergebnis durch 1000. So erhalten Sie die optimale Heizleistung Ihres Heizkessels. Mein gut isoliertes Haus benötigt einen 17-kW-Kessel, keinen 24-kW-Kessel!

152 * 110/1000 = 16,7 kW

Im nächsten Menüpunkt, F09, wird die Heizleistung für die Warmwasserbereitung eingestellt. Laut Techniker sollte sie nicht über 80 % liegen. Das schont den Wärmetauscher. Moderne Heizkessel sind sehr träge. Viel zu träge.

Wozu das Ganze?

Nun ja, man will den Kessel ja nicht gleich nach Ablauf der Garantie kaputtmachen! Oder etwa doch?

Verlassen Sie das Menü mit dem Ein-/Ausschalter.

Die dritte Einstellung im Menü F11 ist die Zeit, die der Heizkessel nach Erreichen der gewünschten Temperatur im Kühlwasser abgeschaltet bleibt. Die Standardeinstellung beträgt 3 Minuten.

Das ist zu wenig!

An schönen Wintertagen, wenn die Sonne wärmer wird und die Außentemperaturen steigen, schaltet sich der Heizkessel unweigerlich immer häufiger ein und aus.

Um ihm eine längere Ruhezeit zu gönnen, stellen Sie ihn auf 5 Minuten ein. Bei Kälte ist diese Einstellung nicht so wichtig, aber während der Tauperiode schützt sie den Heizkessel vor schädlichem Takten.

Interessanterweise stellen viele Servicetechniker diesen Parameter absichtlich auf 01, damit ein älterer, bereits außerhalb der Garantie befindlicher Heizkessel aggressiver arbeitet und den Besitzer dazu bringt, „etwas Geld für die Techniker auszugeben“.

Nach dem Drücken des Ein-/Ausschalters speichert der Heizkessel die geänderten Einstellungen. Foto vom Autor.

Das ist alles zu den einfachen Einstellungen. Gestern verbrauchte der Heizkessel 9 Kubikmeter Gas pro Tag; heute war der Verbrauch mit 6,6 Kubikmetern deutlich geringer. Das sollte über den Winter zu einer ordentlichen Ersparnis führen.

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