In einer bahnbrechenden Studie identifizierten sie einen starken Zusammenhang zwischen spezifischen Metaboliten im Nabelschnurblut – insbesondere Dihydroxyeicosatriensäuren (diHETrEs) – und der späteren Entwicklung autismusbezogener Merkmale.
Diese Fettsäurederivate, die während der Schwangerschaft gebildet werden, scheinen die frühe Gehirnentwicklung zu beeinflussen, insbesondere in Bereichen, die mit sozialen und Verhaltensfunktionen zusammenhängen.
Höhere diHETrE-Werte korrelierten mit verstärkten sozialen Schwierigkeiten, während niedrigere Werte mit repetitiven Verhaltensweisen in Verbindung standen – was sie zu potenziellen frühen Biomarkern für ASS macht.
Diese Entdeckung könnte die Autismus-Diagnostik und -Intervention revolutionieren. Die Untersuchung von Neugeborenen auf diHETrE-Werte könnte helfen, das ASS-Risiko vorherzusagen und so eine frühere Unterstützung und personalisierte Behandlungsstrategien zu ermöglichen.
Die Ergebnisse eröffnen zudem die Möglichkeit präventiver Maßnahmen während der Schwangerschaft, obwohl weitere Forschung erforderlich ist, um diese Möglichkeiten zu bestätigen.
Wichtig ist, dass dies eine der ersten Studien ist, die konserviertes menschliches Nabelschnurblut verwendet und damit die Lücke zwischen früheren Tierversuchen und auf den Menschen ausgerichteten Autismusstudien schließt.