Die Frage, welche Heizkörper man zum Heizen wählen sollte – Gusseisen oder Bimetall – ist nach wie vor aktuell.
Es gibt viele Meinungen und Argumente, aber ein Heizungsfachmann aus meinem Bekanntenkreis, der seit 20 Jahren in der Branche tätig ist, hat die Sache für mich endlich geklärt.
Er gibt 10 Jahre Garantie auf seine Arbeit und hat sich in all den Jahren noch nie geirrt. Kurz gesagt: Er versteht sein Handwerk und arbeitet mit Leidenschaft.
Über das Aussehen der Heizkörper wollen wir hier nicht sprechen, da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind.
Beginnen wir mit Bimetallheizkörpern. Diese Heizkörper bestehen aus einem gerippten Aluminiumkörper. Im Inneren befindet sich ein Metallkern, durch den das Kühlmittel zirkuliert.
Der Körper kann massiv gegossen oder segmentiert sein, sodass man Segmente hinzufügen oder entfernen kann – ein sehr praktischer Vorteil.
Diese Heizkörper erzeugen 160–180 Watt Heizleistung pro Segment. Sie heizen schnell auf und verkürzen so die Aufheizzeit eines Raumes erheblich.
Allerdings kühlen diese Heizkörper genauso schnell wieder ab.
Laut Spezifikationen halten Bimetallheizkörper einem Druck von 20 bis 50 bar stand. Sie sind zudem resistent gegen Druckschläge.
Die maximale Kühlmitteltemperatur kann bis zu 130 Grad Celsius erreichen. Bimetallheizkörper sind außerdem unempfindlich gegenüber minderwertigen Kühlmitteln.
Laut Herstellerangaben beträgt die Lebensdauer der Heizkörper 15–20 Jahre. Die Installation ist denkbar einfach, da sie leicht sind und sogar an Trockenbauwänden montiert werden können.
Nun zu den Gusseisenheizkörpern.
Wir alle erinnern uns an die alten Gusseisenheizkörper; heute gibt es sie in klassischen und modernen, attraktiven Designs.
Gusseiserne Heizkörper sind modular aufgebaut, sodass Sie einzelne Segmente hinzufügen oder entfernen können – ein großer Vorteil.
Ihre Heizleistung liegt bei 100–160 Watt und ist damit etwas geringer als bei Bimetallheizkörpern. Ein weiterer Nachteil von Gusseisenheizkörpern ist ihre lange Aufheizzeit.
Dies ist jedoch gleichzeitig ein Vorteil, da sie auch lange zum Abkühlen benötigen. Selbst wenn die Heizung ausgeschaltet ist, sorgt ein Gusseisenheizkörper noch lange für wohlige Wärme.
Gusseisen hält Drücken von 9–12 bar stand, die einen Heizkörper bei starkem Wasserschlag beschädigen können.
Gusseisen ist zudem unempfindlich gegenüber verschmutzten und minderwertigen Kühlmitteln. Bei ordnungsgemäßer Wartung hält es nachweislich 40 bis 100 Jahre.
Bezüglich der Installation sind Gusseisenheizkörper Bimetallheizkörpern unterlegen, da sie sehr schwer sind und eine fachgerechte Befestigung erfordern.
Preislich sind Bimetallheizkörper teurer als Gusseisenheizkörper.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bimetallheizkörper im Vergleich zu Gusseisenheizkörpern die Nase vorn haben.
Wenn Sie jedoch bereits Gusseisenheizkörper in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus haben, sollten Sie diese nicht übereilt austauschen, sondern schrittweise vorgehen.
Ersetzen Sie zunächst den Heizkörper in einem Raum, lassen Sie ihn den Winter über im Einsatz und vergleichen Sie die Werte vor und nach dem Austausch. So finden Sie heraus, welcher Heizkörper am besten zu Ihnen passt.