Klebrige und gereizte Augenlider am Morgen entstehen meist durch Ablagerungen von Sekreten der Lidranddrüsen (Meibom-Drüsen) oder durch eine leichte Entzündung wie Blepharitis.

Häufig ist das harmlos, kann aber bei wiederholtem Auftreten ärztlich abgeklärt werden.


Häufige Ursachen 🌿

  • Blepharitis (Lidrandentzündung): Verstopfte Talgdrüsen am Lidrand führen dazu, dass sich Sekret über Nacht ansammelt und morgens klebrig wirkt.
  • Meibom-Drüsen-Dysfunktion: Die Drüsen produzieren zu dickflüssiges oder verändertes Sekret, das die Augenlider verklebt.
  • Allergien oder Reizungen: Pollen, Staub oder Kosmetika können die Augen reizen und zu vermehrtem Sekret führen.
  • Infektionen: Bakterielle oder virale Entzündungen (z. B. Bindehautentzündung) können morgens verklebte Lider verursachen.
  • Trockene Augen: Paradoxerweise kann Trockenheit zu einer Überproduktion von Sekret führen, das sich nachts ansammelt.

Was Sie selbst tun können

  • Sanfte Reinigung: Jeden Morgen die Lider mit lauwarmem Wasser oder einem milden Lidreinigungstuch säubern.
  • Warme Kompressen: Ein warmes Tuch auf die Augenlider legen, um die Drüsen zu öffnen und Sekret zu lösen.
  • Augenlidmassage: Sanft den Lidrand massieren, um den Abfluss der Drüsen zu fördern.
  • Kosmetik überprüfen: Augen-Make-up oder Cremes können Reizungen verstärken – auf milde Produkte achten.
  • Raumluft verbessern: Luftbefeuchter nutzen, um trockene Augen durch trockene Heizungsluft zu vermeiden.

Wann zum Arzt? 🚨

  • Wenn die Beschwerden täglich auftreten und nicht besser werden.
  • Bei Schmerzen, starker Rötung oder eitrigem Sekret.
  • Wenn zusätzlich Sehstörungen oder starke Lichtempfindlichkeit auftreten.
  • Bei Verdacht auf chronische Blepharitis oder Bindehautentzündung.

Risiken & Vorsichtsmaßnahmen

  • Nicht reiben: Das verstärkt die Reizung und kann Infektionen begünstigen.
  • Keine Selbstmedikation mit Antibiotika: Nur ärztlich verordnete Mittel verwenden.
  • Regelmäßige Kontrolle: Wiederkehrende Beschwerden sollten augenärztlich untersucht werden, um chronische Entzündungen oder andere Ursachen auszuschließen.

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