WARNUNG: Nehmen Sie diese Tabletten nicht mehr ein, wenn Sie Bluthochdruck haben.

Wenn Sie zu den Millionen Menschen gehören, die ihren Bluthochdruck (Hypertonie) behandeln, besteht Ihr Alltag wahrscheinlich aus einer Kombination von Medikamenten, Ernährungsumstellung und Lebensstiländerungen. Wussten Sie aber, dass bestimmte gängige Medikamente – sogar rezeptfreie – Ihren Blutdruck unbemerkt erhöhen und Ihr Risiko für Schlaganfall oder Herzinfarkt steigern können? Eines ist klar: Wir wollen Sie nicht von notwendigen Medikamenten abhalten. Wir möchten Sie mit Informationen ausstatten, damit Sie sich fundiert mit Ihrem Arzt und Apotheker austauschen können.

Warum das wichtig ist: Bluthochdruck betrifft fast die Hälfte aller Erwachsenen in den Vereinigten Staaten – etwa 116 Millionen Menschen. Für Betroffene zählt jedes Medikament. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass gängige rezeptfreie Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und sogar verschreibungspflichtige Arzneimittel Folgendes bewirken können:

Blutdruck erhöhen

Wirkung von Blutdruckmedikamenten beeinträchtigen

Herzrasen verursachen

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Wassereinlagerungen hervorrufen

Bluthochdrucksymptome verschlimmern

Rezeptfreie Medikamente, auf die Sie achten sollten

  1. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)Gängige Namen: Ibuprofen (Advil, Motrin), Naproxen (Aleve), Diclofenac, Celecoxib
  2. Wirkung: Schmerzlinderung und Entzündungshemmung
  3. Risiko: NSAR können zu Natrium- und Flüssigkeitseinlagerungen im Körper führen, was den Blutdruck erhöht. Sie können außerdem die Wirksamkeit vieler gängiger Blutdruckmedikamente beeinträchtigen, darunter:
  4. Diuretika
  5. ACE-Hemmer
  6. Betablocker
  7. Angiotensin-II-Rezeptorblocker
  8. Sicherere Alternativen:
  9. Paracetamol (Tylenol) – bei Leberproblemen jedoch mit Vorsicht anwenden
  10. Schmerzmittel zur äußerlichen Anwendung (Cremes, Gele)
  11. Nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden (Wärme, Kälte, Physiotherapie)
  12. Wichtig: Wenn Sie NSAR einnehmen müssen, verwenden Sie die niedrigste wirksame Dosis über den kürzestmöglichen Zeitraum – und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
  13. Abschwellende Mittel
    Gängige Namen: Pseudoephedrin (Sudafed), Phenylephrin (Sudafed PE), Oxymetazolin (Afrin Nasenspray)
  14. Enthalten in: Vielen Erkältungs-, Grippe- und Allergiepräparaten
  15. Das Risiko: Abschwellende Mittel verengen die Blutgefäße, um die verstopfte Nase zu befreien – sie verengen aber auch Arterien im ganzen Körper und erhöhen so den Blutdruck. Sie können außerdem:
  16. den Herzschlag beschleunigen
  17. die Wirkung von Blutdruckmedikamenten beeinträchtigen
  18. Herzklopfen verursachen
  19. Sicherere Alternativen:
  20. Nasenspray mit Kochsalzlösung
  21. Dampfinhalation
  22. Nasenpflaster
  23. Antihistaminika (bei allergiebedingter Verstopfung)
  24. Bestimmte Antazida
    Gängige Namen: Alka-Seltzer, Bromo-Seltzer, einige Brausetabletten
  25. Das Risiko: Diese Produkte enthalten oft einen hohen Natriumgehalt – bis zu 1000 mg pro Dosis. Für Menschen mit Bluthochdruck ist das eine erhebliche Menge Salz, die zu Wassereinlagerungen und Blutdruckspitzen führen kann.
  26. Sicherere Alternativen:
  27. Standard-Calciumcarbonat-Antazida (z. B. Tums)
  28. H2-Rezeptorantagonisten (z. B. Pepcid, Zantac)
  29. Protonenpumpenhemmer (z. B. Prilosec, Prevacid)
  30. Überprüfen Sie immer den Natriumgehalt von Brausetabletten oder löslichen Medikamenten.
  31. Verschreibungspflichtige Medikamente, die den Blutdruck erhöhen können
  32. Kortikosteroide
    Gängige Namen: Prednison, Methylprednisolon, Hydrocortison
  33. Anwendungsgebiete: Asthma, Allergien, Autoimmunerkrankungen, Entzündungen
  34. Das Risiko: Kortikosteroide verursachen Natrium- und Wassereinlagerungen, was insbesondere bei Langzeitanwendung zu Bluthochdruck führen kann.
  35. Was zu tun ist: Wenn Sie Steroide benötigen, wird Ihr Arzt Ihren Blutdruck engmaschig überwachen. Setzen Sie Steroidmedikamente niemals abrupt ab – die Dosis muss schrittweise reduziert werden.
  36. Hormonelle Medikamente
    Gängige Bezeichnungen: Antibabypille (insbesondere östrogenhaltige), Hormonersatztherapie
  37. Das Risiko: Östrogen kann bei manchen Frauen den Blutdruck erhöhen, insbesondere bei Raucherinnen, Übergewichtigen oder Frauen mit Bluthochdruck in der Vorgeschichte.
  38. Was Sie tun sollten: Besprechen Sie Alternativen mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin – Präparate mit ausschließlich Gestagenen haben möglicherweise geringere Auswirkungen auf den Blutdruck.
  39. Bestimmte Antidepressiva
    Gängige Bezeichnungen: Venlafaxin (Effexor), Desvenlafaxin (Pristiq), Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)
  40. Das Risiko: Einige Antidepressiva können den Blutdruck erhöhen, indem sie den Noradrenalinspiegel beeinflussen.
  41. Was Sie tun sollten: Setzen Sie Antidepressiva nicht abrupt ab. Finden Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin eine Option, die Ihre psychischen Bedürfnisse mit der Blutdruckkontrolle in Einklang bringt.
  42. Immunsuppressiva
    Handelsnamen: Ciclosporin, Tacrolimus
  43. Anwendungsgebiete: Organtransplantierte, Autoimmunerkrankungen
  44. Risiko: Diese Medikamente können den Blutdruck durch Verengung der Blutgefäße und Beeinträchtigung der Nierenfunktion deutlich erhöhen.
  45. Was zu tun ist: Regelmäßige Kontrollen sind unerlässlich. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird die Medikamente gegebenenfalls anpassen.
  46. Erythropoese-stimulierende Mittel
    Handelsnamen: Epoetin alfa (Epogen, Procrit), Darbepoetin alfa (Aranesp)
  47. Anwendungsgebiete: Anämie im Zusammenhang mit Nierenerkrankungen oder Krebsbehandlung
  48. Risiko: Diese Medikamente erhöhen die Produktion roter Blutkörperchen, was zu einer Verdickung des Blutes und damit zu Bluthochdruck führen kann.
  49. Nahrungsergänzungsmittel, die den Blutdruck beeinflussen können
  50. Auch „natürliche“ Nahrungsergänzungsmittel können den Blutdruck beeinflussen:
  51. Ephedrin (Ma Huang) – In den USA verboten, aber immer noch in einigen Produkten enthalten
  52. Bitterorange (Citrus aurantium) – Wird häufig in Produkten zur Gewichtsreduktion verwendet; Kann den Blutdruck erhöhen
  53. Ginseng – Kann Wechselwirkungen mit blutdrucksenkenden Medikamenten hervorrufen
  54. Süßholzwurzel – Kann zu Natriumretention und Kaliumverlust führen
  55. Johanniskraut – Kann Wechselwirkungen mit blutdrucksenkenden Medikamenten hervorrufen
  56. Yohimbin – Kann den Blutdruck deutlich erhöhen
  57. Informieren Sie Ihren Arzt immer über alle Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen.
  58. So gehen Sie vor: Ein praktischer Leitfaden
  59. Schritt 1: Erstellen Sie eine Liste
  60. Notieren Sie alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und rezeptfreien Produkte, die Sie regelmäßig oder gelegentlich einnehmen. Dazu gehören:
  61. Verschreibungspflichtige Medikamente
  62. Rezeptfreie Schmerzmittel
  63. Medikamente gegen Erkältung und Allergien
  64. Antazida
  65. Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel
  66. Pflanzliche Präparate
  67. Schritt 2: Besprechen Sie Ihre Liste mit Ihrem Apotheker/Ihrer Apothekerin
  68. Apotheker/Apothekerinnen sind Experten für Medikamente. Gehen Sie mit Ihrer Liste in Ihre Apotheke und fragen Sie:
  69. „Könnte eines dieser Mittel meinen Blutdruck beeinflussen?“
  70. „Gibt es sicherere Alternativen?“
  71. „Was sollte ich zukünftig vermeiden?“
  72. Schritt 3: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin
  73. Teilen Sie Ihre Liste Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit. Er/Sie wird möglicherweise:
  74. Ihre Blutdruckmedikation anpassen
  75. Ihnen Alternativen empfehlen
  76. Sie engmaschiger überwachen
  77. Schritt 4: Lesen Sie die Packungsbeilage
  78. Bevor Sie ein neues rezeptfreies Medikament einnehmen, lesen Sie die Packungsbeilage sorgfältig durch:Achten Sie auf Warnhinweise für Menschen mit Bluthochdruck.
  79. Prüfen Sie den Natriumgehalt.
  80. Notieren Sie sich die Wirkstoffe, die Sie aus dieser Liste kennen.
  81. Schritt 5: Fragen Sie vor der Einnahme.
  82. Bevor Sie etwas Neues einnehmen – selbst etwas „Hartes“ –, fragen Sie Ihren Apotheker oder Arzt: „Ist dieses Medikament für jemanden mit Bluthochdruck geeignet?“
  83. Warnzeichen: Wann Sie Hilfe suchen sollten.
  84. Wenn Sie nach Beginn der Einnahme eines neuen Medikaments eines der folgenden Symptome bemerken, kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt:
  85. Starke Kopfschmerzen
  86. Brustschmerzen
  87. Atemnot
  88. Sehstörungen
  89. Herzrhythmusstörungen
  90. Plötzliche Schwellungen an Füßen oder Knöcheln
  91. Deutlich erhöhter Blutdruck
  92. Fazit: Die Behandlung von Bluthochdruck erfordert tägliche Aufmerksamkeit – und mehr als nur die Einnahme Ihrer verschriebenen Medikamente. Rezeptfreie Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und selbst scheinbar harmlose Erkältungsmittel können Ihre Bemühungen unbemerkt untergraben.
  93. Sie sind Ihr bester Fürsprecher. Wissen Sie, was Sie Ihrem Körper zuführen. Stellen Sie Fragen. Lesen Sie die Beipackzettel. Und halten Sie Ihr Behandlungsteam stets auf dem Laufenden.
  94. Dein Herz ist es wert.

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