Meine Freunde haben vor Kurzem ein Grundstück mit einem kleinen Haus und einer gemauerten Scheune aus den 1970er-Jahren gekauft. Vor etwa 20 Jahren entstand ein Riss in einer Wand.
Nachbarn erzählten ihnen, dass die Scheune früher zur Bullenhaltung genutzt wurde. Die Exkremente der Tiere flossen durch ein Rohr unter dem Fundament.
Dadurch führte die überschüssige Feuchtigkeit im Winter dazu, dass sich die Scheune hob und der Riss entstand. Die Scheune stand viele Jahre mit dem Riss in der Wand und drohte einzustürzen.
Meine Freunde hatten mehrere Möglichkeiten, was sie mit der Scheune tun sollten:
Abriss;
Abwarten, bis sie von selbst verfällt;
Reparatur. Sie entschieden sich für die Reparatur. Und so begannen wir mit der Reparatur.
Vorgehensweise:
1) Zuerst entfernten wir Schutt und Vegetation vom Fundament. Wir kratzten die Fugen ab und entfernten den abblätternden Beton. Wir bauten das Rohr ab.
2) Wir hoben einen Graben um den Bereich aus, in dem wir das Fundament reparieren wollten. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Tiefe und Breite des Grabens.
Am wichtigsten ist jedoch, dass die Grabenlänge, wenn man bis zur Fundamentsohle gräbt, drei Meter nicht überschreiten sollte, um ein Absacken des Gebäudes zu verhindern.
In unserem Fall war das Fundament flach. Unsere Tiefe betrug etwa 35 cm. Anschließend entfernten wir die Erde gründlich vom Fundament.
3) Wir begannen mit der Bewehrung. Wir schnitten 17 cm lange Stäbe ab und bohrten mit einem Bohrhammer Löcher in die Unterseite des Fundaments. Die Stäbe schlugen wir in diese Löcher. Dies wiederholten wir auf beiden Seiten der Wand.
Wir spannten Schnüre über die Stäbe. Anschließend richteten wir die Schnüre aus, bohrten im Abstand von 40 cm Löcher und setzten die Stäbe ein. Danach verlegten wir die zehnte Bewehrungsstange waagerecht.
4) Nun war es Zeit für die Schalung. Zwei Holzpflöcke wurden waagerecht in die Ecken geschlagen. Zwischen ihnen wurden Schnüre gespannt. Die restlichen Schalungsstifte wurden präzise entlang der Schnüre eingeschlagen.
Wir hatten zunächst überlegt, die Paneele aus OSB-Platten herzustellen, aber die Kosten waren zu hoch. Deshalb entschieden wir uns für Gipskartonplatten, die ein Freund auf seinem Dachboden hatte.
Wir deckten sie mit Plastikfolie ab, um sie vor Durchnässung zu schützen. Die Platten dienten als Unterlage für die Schalung, und wir befestigten alles.
5) Wir bereiteten eine Betonmischung im folgenden Verhältnis zu:
Zement (1): Sand (2,5): Schotter (3,5)
6) Wir brachten den Beton nach dem Prinzip „viel hilft viel“ ein und verdichteten ihn anschließend mit einem Rüttler.
7) Nach einiger Zeit demontierten wir die Schalung und füllten sie mit Erde, die wir gründlich verdichteten. Damit war die Verstärkung und Instandsetzung des Fundaments abgeschlossen.
Hier ist das Ergebnis:
Beginn der Reparatur des Risses in der Wand.
Vorgehensweise: Wir entfernten die Mörtelfuge alle drei Ziegelreihen. Dazu verwendeten wir eine Schlagbohrmaschine und einen Bohrer. Empfehlung: Je länger die Fuge, desto besser.
Nachdem wir fertig waren, wuschen wir die Fugen und Risse ab, um den Staub zu entfernen. Dann begannen wir mit der Reparatur.
Wir nahmen den Mörtel auf und füllten die Fugen mit Fugenwerkzeugen bis zur Hälfte. Anschließend markierten wir die Stellen mit der vorbereiteten Klammer.
Mit einem Bohrhammer bohrten wir entlang dieser Markierungen Löcher, um die Klammer einzuschlagen.
Danach füllten wir die Fuge vollständig mit Mörtel. So füllten wir nach und nach alle Fugen und den Riss. Ein Mörtelverhältnis von 1:4 mit einem Weichmacher ist hierfür optimal.
Hier ist die fertige Wand:
Dank dieser Reparatur wird der Schuppen lange halten und die Wand wird nicht reißen!