Warum gibt es in Supermärkten keine Enteneier, obwohl Enten genauso viele Eier legen wie Hühner?

Wenn wir im Supermarkt Eier kaufen gehen, beschränkt sich die Auswahl meist auf Hühnereier. Gelegentlich findet man Wachteleier, diese werden aber in der Regel separat angeboten und einer anderen Kategorie zugeordnet.

Enten legen ebenfalls Eier, und ihre Eier sind oft größer, haben einen intensiveren Geschmack und gelten als sehr nahrhaft.

Daher stellt sich die Frage: Warum sind Enteneier nicht so verbreitet wie Hühnereier? Wir haben uns entschlossen, dieser Frage genauer nachzugehen.

Zunächst ist anzumerken, dass Enten zwar Eier legen, ihre Legeleistung sich aber deutlich von der von Hühnern unterscheidet.

Haushühner, insbesondere spezialisierte Legehennenrassen, können bis zu 300 Eier pro Jahr legen.

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Enten hingegen legen deutlich weniger Eier. Selbst die produktivsten Rassen erreichen im Durchschnitt nur 150–200 Eier pro Jahr, und bei den meisten Rassen liegt diese Zahl sogar noch niedriger.

Darüber hinaus ist die Enteneierproduktion oft saisonabhängig. In kalten Perioden stellen Enten das Legen praktisch ein.

Dies führt zu instabilen Lieferungen, weshalb regelmäßige und zuverlässige Lieferungen für große Einzelhandelsketten unerlässlich sind.

Dies ist jedoch nicht der einzige Grund.

Enteneierschalen sind zwar in der Regel dicker und stabiler, aber auch poröser.

Dadurch erhöht sich das Risiko einer Kontamination mit verschiedenen Mikroorganismen, wie beispielsweise Salmonellen, wenn die Eier nicht ordnungsgemäß behandelt werden.

Dieselbe Eigenschaft wirkt sich auch auf die Lagerung aus. Durch die Poren der Schale verdunstet Feuchtigkeit schneller, sodass Enteneier deutlich schneller an Frische verlieren als Hühnereier.

Dies ist ein wichtiger Faktor für den Massenmarkt. Das Produkt muss den Transport problemlos überstehen und eine lange Haltbarkeit aufweisen.

Enteneier benötigen jedoch besondere Bedingungen: die richtige Temperatur, die passende Luftfeuchtigkeit und eine spezielle Verpackung.

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: ​​Enten selbst sind anspruchsvoller in ihren Lebensbedingungen.

Als Wasservögel benötigen sie Zugang zu Wasser. Dies erschwert ihre Haltung auf großen Farmen.

Außerdem benötigen Enten eine andere Ernährung. Ihr Futter muss mehr Protein und zusätzliche Nährstoffe enthalten als herkömmliches Hühnerfutter.

All diese Faktoren erhöhen die Aufzuchtkosten und damit die Produktionskosten.

Während Hühnereier relativ günstig sind, könnten Enteneier ohne eine deutliche Preiserhöhung kaum konkurrieren.

Daher wurden Enteneier nie zu einem Massenprodukt. Zudem sind Verbraucher seit Langem an Hühnereier gewöhnt, während Enteneier heute oft als Rarität oder gar Delikatesse gelten.

Interessanterweise werden Enteneier in einigen asiatischen Ländern – beispielsweise in China, Thailand, Vietnam und auf den Philippinen – recht häufig verzehrt.

Sie werden gekocht, eingelegt, konserviert und manchmal sogar mit teilweise entwickeltem Embryo zubereitet.

Mögen Sie Enteneier?

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