Sie haben einen Waldspaziergang genossen oder etwas Zeit in Ihrem Garten verbracht … und plötzlich: Ein winziges Tierchen hat sich an der Haut Ihres Hundes festgesaugt – oder schlimmer noch, an Ihrer! Zecken sind wahre Meister der Heimlichkeit. Doch ihre Bisse können weitaus ernstere Folgen haben als nur eine kleine Beule. Wie also erkennt man sie rechtzeitig und vor allem, wie hält man sie von seinem Zuhause fern? Folgen Sie diesem Ratgeber.
Wo verstecken sich Zecken (und warum lieben sie Ihren Garten)?
Zecken fühlen sich an feuchten, dunklen und vernachlässigten Orten besonders wohl. Wenn Sie dachten, Sie seien in der Stadt sicher … irren Sie sich: Auch dort können sie sich stark vermehren! Hier sind ihre Lieblingsverstecke:
Hohes, ungemähtes Gras
Etwas verwilderte Gärten, besonders mit Holz- oder Laubhaufen
Bewaldete Parks, Wälder oder sogar Wegränder
Gebiete, die von Tieren frequentiert werden, ob Haus- oder Wildtiere
Sobald sie einen Wirt entdecken (Sie, Ihren Hund, Ihre Katze…), klettern sie lautlos hinauf, um einen warmen, geschützten Platz zu finden: hinter den Ohren, am Hals, in den Achselhöhlen oder in der Leistengegend. Ihre Heimlichkeit ist bemerkenswert!
Zecken im Haus: So schützen Sie sich
Die gute Nachricht: Es gibt viele einfache und natürliche Methoden, um sie fernzuhalten. Hier sind die wichtigsten Maßnahmen, die Sie sofort ergreifen sollten:
Ein gepflegter Garten ist entscheidend
Regelmäßiges Rasenmähen, Heckenschneiden, Entfernen von Laub und Meiden feuchter, schlecht belüfteter Bereiche: All dies reduziert die Versteckmöglichkeiten für Zecken drastisch. Denken Sie daran, die Umgebung Ihres Hauses frei von Zecken zu halten und Holzstapel oder Steinhaufen zu vermeiden, da diese ideale Verstecke für Zecken bieten.
Geeignete Kleidung für Ihre Ausflüge
Wenn Sie in der Natur spazieren gehen, wählen Sie Kleidung, die Ihre Haut bedeckt: lange Hosen, hochgezogene Socken und ein langärmeliges Hemd. Helle Kleidung ist von Vorteil: Sie erleichtert es, Zecken zu entdecken, bevor sie sich festsetzen.
Gut geschützte Haustiere
Zecken nisten sich gerne im Fell von Hunden und Katzen ein. Bürsten Sie Ihre Tiere nach jedem Spaziergang gründlich und achten Sie dabei besonders auf warme und schwer erreichbare Stellen: hinter den Ohren, zwischen den Pfotenballen und unter den Beinen. Es gibt auch natürliche Antiparasitenhalsbänder oder Spot-on-Präparate auf Basis milder und geeigneter ätherischer Öle.
Abwehrende Pflanzen zum Einpflanzen oder Vernebeln
Manche Pflanzen verströmen Düfte, die Zecken nicht mögen. Sie verschönern nicht nur Ihren Garten oder Balkon, sondern halten auch unerwünschte Schädlinge auf natürliche Weise fern. Wählen Sie Pfefferminze, Rosmarin, Lavendel, Citronella oder Rainfarn. Sie können deren ätherische Öle auch vernebeln (mit Vorsicht und niemals in unmittelbarer Nähe von Kindern oder Tieren ohne tierärztlichen Rat).
Ein einfaches und wirksames Hausmittel: Für ein natürliches Abwehrmittel mischen Sie Folgendes in einer Sprühflasche:
100 ml Apfelessig
10 Tropfen ätherisches Lavendel- oder Zitroneneukalyptusöl
Etwas warmes Wasser
Gut schütteln und auf Kleidung, Schuhe oder um Öffnungen in Ihrer Wohnung sprühen. Vermeiden Sie es jedoch, diese Mischung ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Tierarzt direkt auf Ihre Haut oder Ihre Haustiere aufzutragen!
Letzter Tipp: Falls Sie von einer Zecke gebissen wurden, entfernen Sie diese schnell mit einer geeigneten Pinzette (oder einem Zeckenentferner), ohne sie zu gewaltsam herauszuziehen oder irgendwelche Produkte zu verwenden. Beobachten Sie die Stelle anschließend einige Tage lang: Bei ungewöhnlicher Rötung sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.