Ein alter Kleiderständer – besonders die klassischen A-Modelle oder solche mit zwei stabilen Standbeinen – ist das perfekte Skelett für einen pyramidenförmigen Pflanzkasten. Durch die vertikale Ausrichtung sparen Sie Platz und bieten Ihren Kletterpflanzen eine ideale Stütze.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie dieses Upcycling-Projekt umsetzen:
1. Die Vorbereitung des Gestells
Zuerst muss der Kleiderständer für den Außeneinsatz fit gemacht werden.
- Reinigung: Befreien Sie das Metall- oder Holzgestell von Staub und Fett.
- Witterungsschutz: Falls es ein Metallständer ist, empfiehlt sich ein Anstrich mit Rostschutzfarbe. Holzständer sollten mit einer wetterfesten Lasur oder Leinöl behandelt werden.
- Rollen entfernen: Falls der Ständer Rollen hat, sollten diese entfernt werden, damit die Pyramide stabil auf dem Boden steht oder im Erdreich versenkt werden kann.
2. Den Pflanzkasten als Basis bauen
Die Basis dient als Gewicht und Nährstoffquelle für die Pflanzen.
- Konstruktion: Bauen Sie einen quadratischen oder rechteckigen Kasten aus alten Holzpaletten oder Brettern, der etwas breiter ist als die Standbeine des Kleiderständers.
- Montage: Fixieren Sie die Beine des Kleiderständers sicher an den Innenseiten des Kastens (z. B. mit Rohrschellen oder stabilen Schrauben).
- Auskleidung: Kleiden Sie den Holzkasten mit Teichfolie oder starkem Vlies aus, um das Holz vor Fäulnis zu schützen, und vergessen Sie nicht die Entwässerungslöcher im Boden.
3. Die Rankhilfe gestalten
Damit die Pflanzen nach oben klettern können, benötigen sie Greifmöglichkeiten zwischen den Streben des Ständers.
- Draht oder Schnur: Spannen Sie witterungsbeständige Juteschnur, verzinkten Draht oder ein grobmaschiges Drahtgeflecht (Hasendraht) zwischen die Seitenpfosten des Ständers.
- Muster: Sie können die Schnüre kreuzweise spannen, um ein Rautenmuster zu erzeugen – das sieht auch im Winter, wenn keine Blätter da sind, dekorativ aus.
4. Bepflanzung für Farbe und Duft
Um das pyramidenförmige Design voll zur Geltung zu bringen, eignen sich verschiedene Pflanzenkombinationen:
- Blühende Pracht: Wicken, Kapuzinerkresse oder die Schwarzäugige Susanne wachsen schnell und hüllen das Gestell in ein Blütenmeer.
- Nützliches: Auch Kletterbohnen oder Snack-Gurken eignen sich hervorragend und verwandeln die Pyramide in ein vertikales Gemüsebeet.
- Natürliche Abwehr: Ein paar Minzzweige oder Ringelblumen am Fuße der Pyramide können helfen, unerwünschte Gäste im Zaum zu halten.
Tipp für die Stabilität: Da eine solche Pyramide bei vollem Bewuchs eine große Windangriffsfläche bietet, sollten Sie den Pflanzkasten am Boden mit ein paar schweren Steinen beschweren, bevor Sie die Erde einfüllen.
Haben Sie bereits einen bestimmten Platz im Garten für die Pyramide im Auge, zum Beispiel eher sonnig oder schattig?