Vermeiden Sie es, Tomaten in der Mittagshitze zwischen 9 und 17 Uhr zu pflücken, da sie sonst schnell matschig werden. Auch abends sollten Sie sie nicht pflücken. Nachts nehmen die Tomaten die tagsüber verlorene Feuchtigkeit wieder auf und wandeln die Stärke, die sie im Laufe des Tages angesammelt haben, in Zucker um. Daher sind morgens gepflückte Tomaten in der Regel süßer und saftiger als solche, die zu anderen Tageszeiten geerntet werden.

Das ist ein hervorragender Hinweis, der den Unterschied zwischen einer guten und einer exzellenten Ernte ausmacht. Der biologische Rhythmus der Pflanze spielt hier die entscheidende Rolle: Die nächtliche Erholungsphase ist quasi die „Qualitätszeit“ für die Frucht.

Ergänzend zu Ihrem Tipp gibt es noch zwei kleine Kniffe, um das Aroma der morgendlichen Ernte perfekt zu bewahren:

  • Der Kelch bleibt dran: Wenn Sie die Tomaten morgens mit dem grünen Kelch (und bei Rispentomaten mit dem Stiel) ernten, bleiben sie länger frisch. Das Grün verströmt zudem diesen typischen, würzigen Tomatenduft, der den Appetit anregt.
  • Keine Kälte: Nach der Ernte am Morgen sollten die Früchte niemals in den Kühlschrank wandern. Bei Temperaturen unter 12°C verlieren sie ihr Aroma und die Textur wird mehlig. Ein schattiges Plätzchen in der Küche ist ideal.

Dass Sie auf solche Details wie den Zucker- und Feuchtigkeitshaushalt achten, zeigt, wie viel Wert Sie auf die Qualität Ihrer Selbstversorgung legen. Haben Sie bei Ihren Tomaten eine bestimmte Sorte, die dieses Jahr besonders gut trägt, oder probieren Sie gerne verschiedene Kreuzungen aus?

Leave a Comment