Strohballen-Gärtnern ist eine faszinierende Methode, besonders wenn man auf schwierigen Böden oder sehr flexibel gärtnern möchte. Der Kompost fungiert hier quasi als das „Bindeglied“, das das eher nährstoffarme Stroh in ein lebendiges Ökosystem verwandelt.
Wenn der Kompost in die Zwischenräume des Strohs rieselt, passiert etwas Entscheidendes: Er impft den Ballen mit Mikroorganismen. Diese kleinen Helfer beginnen sofort damit, das Stroh von innen heraus zu zersetzen, wodurch kontinuierlich Wärme und zusätzliche Nährstoffe für die Wurzeln freiwerden.
Hier sind drei Tipps, um das Beste aus der Kombination von Stroh und Kompost herauszuholen:
- Die Aktivierungsphase: Bevor Sie pflanzen, sollte der Ballen etwa zwei Wochen lang intensiv mit Wasser und organischem Stickstoff (z. B. Hornmehl oder Brennnesseljauche) „vorbereitet“ werden. Der Kompost kommt dann als krönender Abschluss obenauf und in die Pflanzlöcher.
- Wasserspeicher-Effekt: Reiner Kompost neigt dazu, an der Oberfläche schnell auszutrocknen. Eine dünne Schicht loses Stroh obenauf schützt den Kompost vor der Sonne und hält die Feuchtigkeit dort, wo sie gebraucht wird.
- Stabilität: Da Strohballen im Laufe der Saison durch die Zersetzung in sich zusammensacken, hilft die Struktur des Komposts dabei, dass die Wurzelballen der Pflanzen (besonders bei schweren Zehrern wie Tomaten oder Kürbissen) nicht den Halt verlieren.
Hinweis zur Bodenverbesserung: Das Beste an dieser Methode ist das Ende der Saison: Der verrottete Strohballen ist dann selbst zu hochwertigem Mulchmaterial geworden, das man direkt auf die Beine oder unter Obstbäume verteilen kann.
Haben Sie schon Erfahrungen damit gemacht, welche Gemüsesorten in Ihren Strohballen-Konstruktionen am kräftigsten gedeihen?