Schlagwörter: Düngung , Erdbeeren , Frühling , Sommer , Früchte , Anbau , Boden , Ernte , Vitamine , Garten
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Der Anbau von süßen, großen Beeren ist nicht nur eine Frage des Glücks, sondern erfordert die präzise Abstimmung der Nährstoffzufuhr auf die verschiedenen Wachstumsstadien. Viele Anbauer machen den Fehler, zu spritzen und zum falschen Zeitpunkt zu düngen, wodurch sie sich eine Rekordernte verbauen. Dabei ist die richtige Düngung der Schlüssel zum Erfolg bei Erdbeeren.
Warum bleiben Ihre Erdbeeren klein und geschmacklos?
Viele Gärtner beklagen, dass ihre Erdbeerpflanzen nach zwei Jahren an Wuchskraft verlieren und die Früchte kleiner werden. Die Ursache liegt oft in ausgelaugten Böden, denen wichtige Mineralstoffe für die Zuckerproduktion fehlen.
Erdbeeren sind eine anspruchsvolle Kulturpflanze, die dem Boden innerhalb kurzer Zeit große Mengen an Kalium und Stickstoff entzieht. Werden diese Nährstoffe nicht in den richtigen Abständen zugeführt, beginnt die Pflanze, Nährstoffe aus ihren eigenen Blättern zu gewinnen, was zu ihrer Schwächung führt.
Darüber hinaus führt ein Mangel an Mikronährstoffen wie Bor zu schlechter Bestäubung der Blüten und Verformungen der zukünftigen Früchte. Ein optimal abgestimmter Düngeplan kann diese Mängel beheben und Ihren Pflanzen ihre verlorene Vitalität zurückgeben.
Bodenanalyse und das erste Frühlingserwachen der Pflanzen
Sobald der letzte Schnee schmilzt und der Boden sich etwas erwärmt, treiben die Erdbeerpflanzen ihre ersten jungen Blätter aus. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um alte, trockene und kranke Blätter zu entfernen, da diese eine Infektionsquelle darstellen könnten.
Ein sauberes Erdbeerbeet lässt Sonnenlicht direkt bis ins Innere der Pflanze vordringen und regt so ihr Wachstum an. Nach dieser mechanischen Reinigung ist es Zeit für die erste wichtige Düngung der Erdbeeren, die das Wachstum anregt.
In dieser Phase benötigt die Pflanze ein ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium zur Regeneration nach dem Winter. Die Verwendung von Mineraldünger oder hochwertigen organischen Lösungen gibt den Wurzeln den nötigen Anstoß zur Ausbildung einer kräftigen Blattmasse.
Erste Befruchtung: Die Grundlage für einen massiven Blattaustrieb
Für die erste Frühjahrsbehandlung hat sich eine Kombination schnell wasserlöslicher Mineralstoffe bewährt. Ein Esslöffel Nitroammofoska pro zehn Liter Wasser ergibt einen idealen Startdünger für jeden Sämling.
Wer es ganz natürlich mag, für den ist Mistaufguss die unangefochtene Nummer eins der organischen Düngung. Allerdings muss dieses Konzentrat unbedingt mit Wasser im Verhältnis von mindestens 1:12 verdünnt werden, um die empfindlichen Wurzeln nicht zu verbrennen.
Jeder Strauch sollte etwa einen halben Liter dieser Lösung direkt an die Wurzeln erhalten, idealerweise nach einem leichten Regen oder einer Bewässerung. Die feuchte Umgebung fördert den Nährstofftransport in tiefere Bodenschichten, wo die Saugwurzeln auf sie warten.
Zweite Phase: Förderung der Blüte und Bildung großer Früchte
Sobald die ersten Blütenknospen an den Pflanzen erscheinen, ändert sich der Bedarf der Erdbeeren drastisch hin zu Kalium. Kalium ist für den Transport von Zucker in die Früchte und damit für deren Süße und feste Struktur verantwortlich.
Während dieser Zeit können Sie Kaliumnitrat oder klassische Holzasche verwenden, die Sie in den Boden einarbeiten. Asche ist eine hervorragende Quelle für Kalzium und Magnesium, welche die mechanische Widerstandsfähigkeit der Erdbeeren gegen Fäulnis erhöhen.
Falls Sie Hühnermist zur Verfügung haben, können Sie daraus einen schwachen Aufguss zubereiten, der reifenden Früchten einen starken Nährstoffschub verleiht. Achten Sie jedoch auf die Dosierung, da der hohe Ammoniakgehalt die Pflanzen bei falscher Anwendung schädigen kann.
Verwendung von Borsäure für eine perfekte Bestäubung
Ein wenig bekannter, aber äußerst wirksamer Trick besteht darin, während der Blütezeit Spurenelemente direkt auf Blätter und Blüten zu sprühen. Eine Prise Borsäure, gelöst in zehn Litern Wasser, kann die Fruchtbildung deutlich steigern.
Bor fördert die Pollenkeimung und das Pollensackwachstum und sorgt so dafür, dass sich nahezu jede Blüte zu einer Beere entwickelt. Bei Bormangel bleiben die Blüten oft unbestäubt und trocknen vorzeitig aus, was den Gesamtertrag verringert.
Führen Sie die Spritzung früh morgens oder spät abends durch, um Bienen und andere nützliche Bestäuber nicht zu schädigen. Besprühen Sie die Blätter mit einem feinen Nebel, damit die Lösung nicht abläuft, sondern gleichmäßig auf der Oberfläche verteilt bleibt.
Erdbeeren nach der Ernte düngen: Vorbereitung auf das nächste Jahr
Viele machen den Fehler, ihre Erdbeerbeete erst im folgenden Frühjahr nach der le