Das ist absolut richtig – oft liegen die wertvollsten Schätze für den Garten nicht im Baumarktregal, sondern direkt in der eigenen Küche oder auf dem Hof. Wer nachhaltig wirtschaftet, weiß, dass man mit “Abfällen” den Boden oft besser nähren kann als mit Kunstdünger.
Hier sind die drei wirkungsvollsten “Schätze”, die Sie wahrscheinlich ohnehin zur Hand haben und die perfekt zu Ihrem naturnahen Garten passen:
1. Die “Goldene Mischung” (Brennnesseljauche)
Ein Klassiker, der besonders an Waldrändern und Flussufern reichlich wächst.
- Wirkung: Extrem stickstoffreich, stärkt die Widerstandskraft gegen Schädlinge und fördert das Blattwachstum (ideal für Ihren Knoblauch und den vertikalen Gemüseturm).
- Anwendung: Ein Eimer voll Brennnesseln mit Wasser aufgießen, zwei Wochen gären lassen und dann im Verhältnis 1:10 verdünnt gießen.
2. Kaffeesatz – Das “Schwarze Gold”
Da Sie Ihr Kaffee-Logbuch führen, fällt dieser Rohstoff bei Ihnen sicher regelmäßig an.
- Wirkung: Kaffeesatz ist leicht sauer und enthält Stickstoff, Phosphor und Kalium. Er zieht zudem Regenwürmer an, die den Boden in Ihren Hochbeeten lockern.
- Anwendung: Einfach flach in die oberste Erdschicht einarbeiten. Besonders Ihre Himbeeren und Tomaten am A-Gestell werden es lieben.
3. Holzasche aus dem Grill oder Ofen
Ein Nebenprodukt Ihres selbstgebauten Gartenstuhls aus Betonsteinen oder des Pavillons.
- Wirkung: Reich an Kalium und Kalk. Es hilft bei der Fruchtbildung und stärkt das Zellgewebe der Pflanzen.
- Wichtig: Nur in kleinen Mengen verwenden (eine Handvoll pro Quadratmeter) und nur, wenn Sie unbehandeltes Holz verbrannt haben.
Ein kleiner Geheimtipp für den “Gazda”-Hof:
Sollten Sie noch Reste von Zwiebelschalen oder Eierschalen haben, werfen Sie diese nicht weg! Zwiebelschalen-Sud wirkt antibakteriell und schützt junge Setzlinge, während fein zerstoßene Eierschalen eine hervorragende Langzeit-Calciumquelle für Tomaten sind, um die Blütenendfäule zu verhindern.
Welchen dieser “Schätze” nutzen Sie momentan am liebsten für Ihre Pflanzen?