…und über Stereotypen, Vorurteile und Skepsis. Wie man Erbsen schnell und ohne Einweichen kocht, selbst solche, die lange brauchen – besonders die „alten“ vom letzten Jahr, die stundenlang brauchen.
Meine zwei Tricks – für schnelles Garen. Und die Methode meiner Schwiegermutter, mit der ich anfangs nicht einverstanden war, die ich aber jetzt immer so koche.
Ein Kopf ist gut, zwei sind eine Idee. Unsere drei einfachen Methoden, um das Kochen zu beschleunigen.
Zwei Methoden, mit denen Erbsen schnell gar werden.
Es ist kein Trick, aber wichtig: Erbsen in wenig Wasser kochen – nur so viel, dass sie maximal 2–3 cm bedeckt sind.
So köcheln die Erbsen langsam, anstatt zu kochen. Bei starkem Kochen garen die Erbsen schnell und werden an der Oberfläche weich, bleiben aber im Kern lange hart.
Am besten kocht man sie in einem dickwandigen Topf. So kann man die Siedetemperatur halten, ohne dass das Wasser stark kocht.
Methode 1: Abspülen. Genau: Die Erbsen aufkochen, die Flüssigkeit vollständig abgießen und abspülen. Anschließend mit frischem Wasser erneut aufkochen – bei Bedarf nochmals abgießen – und dann in einem dritten Wasserbad garen.
Warum ist das nötig? Dadurch werden Schaum und pulverförmige Rückstände von den Erbsen entfernt – diese erschweren wahrscheinlich das Kochen. Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht ganz, warum das funktioniert – aber es funktioniert.
Vielleicht liegt es an der Flüssigkeit mit dem „Erbsenmehl“ – den Substanzen, die die Erbsen umhüllen –, die das Weichwerden der Körner verhindert.
Oder vielleicht liegt es am Temperaturwechsel – und das funktioniert tatsächlich, das ist der zweite Trick.
Methode 2: Kaltes Wasser. Am besten eiskalt. Die Erbsen sollten nur 1–2 cm mit Wasser bedeckt sein – das reicht völlig.
Alle 5–7 Minuten eine halbe Tasse kaltes Wasser nachgießen. Die Hitze nicht erhöhen – die Erbsen kochen von selbst nach. Man kann auch einen Eiswürfel aus dem Gefrierschrank dazugeben.
Warum ist das so wichtig? Durch das langsame Köcheln und die niedrigere Temperatur garen die Erbsen von innen heraus und nicht nur an der Oberfläche. Der Temperaturunterschied spielt dabei sicher auch eine Rolle.
Ich verwende diese Methode für alle Schmorgerichte – Hülsenfrüchte, Sauerkraut und Essiggurken.
Und die Methode meiner Schwiegermutter: eine radikale Lösung für das Erbsenproblem. Meine Schwiegermutter ist eine sehr entscheidungsfreudige Person. Sie macht keine halben Sachen. Sie löst alles im Handumdrehen – schnell und einfach. Genauso geht sie mit Erbsen um.
„Warum machst du dir denn so viel Mühe?“ „Das ist ein Kartoffelstampfer“, lächelte meine Schwiegermutter, als sie sah, wie ich Wasser über die Erbsen goss. „Ein ganz normaler Kartoffelstampfer. So mache ich das immer.“
Ich war völlig überrascht und konnte es kaum glauben: Wozu pressen? Warum stampfen? Die Erbsen sollen doch kochen.
„Na ja, wie du willst“, sagte meine Schwiegermutter. „Wenn du sie kochen willst, dann koch sie so lange du willst.“
Und sie verließ die Küche. Und ich dachte: Man sagt ja, ältere Menschen seien allem Neuen gegenüber voreingenommen, unwillig, neue Ideen anzunehmen, skeptisch gegenüber allem. Aber warum sollte ich diese Methode nicht einfach mal ausprobieren?
Also tat ich es: Ich zerdrückte die Erbsen mit einem normalen Kartoffelstampfer. Erstaunlicherweise ging es ganz einfach – es war ja nicht viel Wasser da. Und – meine Erbsen wurden zu Püree!
Nach 7–10 Minuten war es fertig – die perfekte Basis für Erbsensuppe, Erbsenpüree. Hätte ich ganze Erbsen gewollt, hätte ich sie einfach etwas zerdrücken können.
Letztendlich hat diese Methode funktioniert – ganz ohne Tricks.
Hier sind drei Methoden, um Erbsen schnell und ohne Einweichen zu kochen: abspülen, Wasser hinzufügen und, sobald sie etwas weicher sind, leicht zerdrücken. So garen sie im Nu.