Bieten Sie Ihren Hühnern den perfekten Sitzplatz mit einer selbstgebauten Aststange!

Eine selbstgebaute Sitzstange aus Ästen ist nicht nur ein kosteneffizientes Upcycling-Projekt, sondern kommt der Natur des Huhns am nächsten. In der freien Natur schlafen Hühner auf Bäumen, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Eine künstliche, quadratische Stange aus dem Baumarkt kann oft nicht mit der Griffigkeit und Ergonomie eines echten Astes mithalten.

Hier ist das Design für den „perfekten Sitzplatz“, der stabil, hygienisch und gesund für die Krallen Ihrer Tiere ist:


1. Die Materialwahl: Das richtige Holz

Nicht jeder Ast ist geeignet. Da Sie Zugriff auf einen Waldrand haben, können Sie gezielt nach dem besten Material suchen:

  • Hartholz ist Trumpf: Äste von Eiche, Buche oder Esche sind ideal, da sie sehr stabil sind und die Oberfläche nicht so schnell splittert.
  • Obstbaumholz: Apfel- oder Birnenzweige haben oft eine wunderbare Textur, die den Hühnern guten Halt bietet.
  • Der Durchmesser-Check: Ein Huhn sollte die Stange nicht wie ein Singvogel fest umschließen. Ideal ist ein Durchmesser von 4 bis 7 cm. Die Krallen sollten etwa die Hälfte bis zwei Drittel des Astes umschließen, damit der Fuß flach aufliegt und Ballengeschwüren (Bumblefoot) vorgebeugt wird.

2. Die Vorbereitung für maximale Hygiene

Milben lieben Ritzen und lose Rinde. Bevor der Ast in den Stall kommt, sollten Sie ihn behandeln:

  • Entrinden: Ziehen Sie die Rinde mit einem Ziehmesser oder einem scharfen Spaten ab. Unter der Rinde verstecken sich gerne Parasiten.
  • Glätten: Schleifen Sie grobe Unebenheiten kurz ab, aber lassen Sie den Ast „naturform“, damit die Muskulatur der Hühnerfüße durch unterschiedliche Dicken trainiert wird.
  • Natürlicher Schutz: Ein Anstrich mit Speiseöl (gemischt mit ein paar Tropfen ätherischem Minzöl) hält die Oberfläche geschmeidig und schreckt Milben ab.

3. Die Konstruktion: „Schwebende“ Montage

Um den Stallboden frei für die Reinigung zu halten, empfiehlt sich eine hängende oder an der Wand fixierte Konstruktion:

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  1. Abnehmbare Halterung: Schrauben Sie zwei U-förmige Holzklötze an die Wände. So können Sie den Ast zur Generalreinigung einfach herausheben und abflammen oder abwaschen.
  2. Die richtige Höhe: Montieren Sie die Stange höher als die Nester, aber mit genug Abstand zur Decke (mind. 40 cm), damit die Hühner aufrecht stehen können.
  3. Das Kotbrett-System: Platzieren Sie etwa 20 cm unter der Aststange ein glattes Brett (z.B. ein Reststück beschichtete Spanplatte). Das fängt den nächtlichen Kot auf, den Sie morgens mit einem Spachtel in Sekunden entfernen und direkt auf den Kompost geben können.

4. Ein Hauch von Luxus für die kalte Zeit

Im Winter können die Füße auf sehr dünnen Stangen auskühlen. Ein dickerer Naturast erlaubt es dem Huhn, sich komplett auf die Füße zu setzen und diese mit dem Federkleid zu wärmen.

Praxis-Tipp: Wenn Sie mehrere Hühner unterschiedlicher Rassen haben, bauen Sie die Stangen treppenartig (aber nicht direkt übereinander!) ein. So findet jedes Tier seinen Platz entsprechend der Hackordnung.

Da Ihr Mann geschickt im Bau von Tierbehausungen ist, wäre ein solcher „Ast-Thron“ sicher eine schnelle und effektive Aufwertung für Ihren bestehenden Stall. Haben Sie vor, die Stangen im Stall fest zu verbauen oder suchen Sie eher nach einer mobilen Lösung für den Auslauf?

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