Heute möchte ich euch ein Ritual vorstellen, das ich immer vor dem Kochen von Hühnerfleisch durchführe – und nicht nur von Hühnerfleisch.
Ich kaufe oft Hühner- oder Putenbrust, da diese relativ leicht sind und in der Regel keine Probleme beim Kochen oder der Verdauung verursachen.
Also, wir haben diese Schale gekauft; ich nenne die Marke nicht. Wer sie kennt, weiß Bescheid.
Macht euch bereit, Hühner!
Also. Ich will nicht komisch wirken, aber ich denke, wir wissen alle, dass ein Huhn aus Freilandhaltung nicht in 30–40 Tagen seine normale Fleischgröße erreicht.
Ein Huhn aus einer Geflügelfarm hingegen schon. Und natürlich sind im Futter Unmengen an Zusatzstoffen usw. Außerdem bekommen sie viele Injektionen, um größere Ausbrüche von Lebensmittelvergiftungen zu verhindern.
Ich werde nicht näher darauf eingehen, was und wie. Kluge Köpfe werden ihre Antworten in den Kommentaren schreiben. Ich kenne einige von ihnen hier. Ich warte auf euch!
Das war’s.
Nun ja, das war’s. Vor ein paar Jahren las ich, dass Fleisch vor dem Kochen in Salzlake eingelegt werden sollte.
Die Lake scheint zumindest einen Teil der Ablagerungen zu entfernen, die sich während des schnellen und ereignisreichen Lebens des Huhns in der Fabrik gebildet haben.
Aber sicher ist das nicht. Ich habe da eine andere Theorie. Fleisch einfach nur mit Wasser zu waschen, ist aus einem einfachen Grund keine gute Idee: Die Bakterienaktivität nimmt zu.
In einer Salzlake gibt es hingegen fast keine Bakterien. Aber das ist nur eine Vermutung. Ein Koch, den ich kenne, erklärte mir, dass man jedes Fleisch kurz einlegen sollte, um das Gewebe mit Wasser zu sättigen.
Dadurch wird es noch saftiger. Denn die Salzmoleküle sorgen dafür, dass Wasser im Gewebe gebunden wird. Und deshalb verliert es beim Kochen nicht an Gewicht und wird nicht trocken.
Im Grunde nur ein Teelöffel Säure und Salz.
Ich gebe aber auch noch etwas Zitronensäure in die Lake. Das hat einen interessanten desinfizierenden Mariniereffekt.
Übrigens, es funktioniert ziemlich gut. Nicht, dass ich ironisch wäre, aber vielleicht lösen sich in dieser Lösung innerhalb einer Stunde ein paar Giftstoffe. Aber das ist eher eine Vermutung.
Aber die Hähnchenbrust wird im Ofen wunderbar zart und trocknet nicht aus. Das ist alles.
Einweichen.
So, das war’s von mir. Vielen Dank fürs Lesen! Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren. Da kann nichts schiefgehen!