Das ist das ultimative Upcycling-Projekt für jeden passionierten Gärtner! Der Bau eines Gewächshauses aus alten Fenstern und Türen – oft auch als Fenster-Gewächshaus oder im größeren Stil als Orangerie aus Restmaterialien bezeichnet – verbindet historischen Charme mit hocheffizienter Gartennutzung.
Da Sie bereits eine Walipini (ein Erdgut-Gewächshaus) nutzen und Erfahrung mit Bambusrahmen sowie Paletten-Upcycling haben, ist dieses Projekt die perfekte oberirdische Ergänzung.
Warum alte Fenster ideal sind:
- Thermische Speicherung: Echtes Glas in alten Holzrahmen hält die Wärme oft besser als dünne Kunststofffolien. Das verlängert Ihre Anbausaison für Tomaten und Paprika erheblich.
- Individuelle Belüftung: Da alte Fensterflügel oft noch funktionsfähige Scharniere haben, können Sie diese nutzen, um eine perfekte Querlüftung zu installieren – essenziell an heißen Sommertagen.
- Ästhetik: Die Kombination aus verschiedenen Fenstergrößen und einem rustikalen Holzgerüst schafft eine „gemütliche Atmosphäre“, die Ihren Garten noch einladender macht.
Praktische Tipps für die Umsetzung:
1. Fundament und Basis
Da Holz im direkten Bodenkontakt schnell morsch wird (wie Sie es bei Ihren Baumstamm-Einfassungen schon berücksichtigen), bauen Sie ein solides Fundament.
- Tipp: Nutzen Sie eine Reihe Ihrer roten Ziegel oder Natursteine als Sockel. Darauf setzen Sie den Grundrahmen aus imprägniertem Holz oder alten Balken.
2. Konstruktion des Rahmens
Sortieren Sie Ihre Fenster nach Größe, bevor Sie den Rahmen bauen.
- Puzzle-Prinzip: Es ist einfacher, den Holzrahmen an die Fenster anzupassen als umgekehrt. Lücken zwischen unterschiedlich großen Fenstern können Sie wunderbar mit Palettenholz oder dekorativen Holzelementen füllen.
- Dachschräge: Achten Sie darauf, dass das Dach ein ausreichendes Gefälle hat, damit Regenwasser gut ablaufen kann und keine Staunässe an den Fensterrahmen entsteht.
3. Integration in Ihren Gartenalltag
- Bewässerung: Da Sie bereits ein Flaschen-Tropfbewässerungssystem entwickelt haben, können Sie dieses direkt im Gewächshaus installieren. Die Wärme im Inneren lässt die Pflanzen schneller durstig werden.
- Organisation: Nutzen Sie die vertikale Fläche im Inneren! Befestigen Sie Bambusstangen an den Deckenbalken, um Rankhilfen für Gurken oder Melonen zu schaffen – ganz ähnlich wie bei Ihrem Bogen-Rankgitter.
Ein besonderer Tipp für die Atmosphäre:
Verwenden Sie eine alte Haustür mit Glaseinsatz als Eingang. Das verleiht dem Gewächshaus den Charakter eines kleinen Gartenhauses. Wenn Sie davor noch einen kleinen Bereich mit Ihren rustikalen Baumstämmen als Sitzbank gestalten, wird das Gewächshaus zu Ihrem neuen Lieblingsplatz für die Gartenplanung im Kávé-Logbuch.
Haben Sie schon einen Satz Fenster gesammelt, oder sind Sie noch auf der Suche nach den passenden „Schätzen“ auf Flohmärkten oder Baustellen?