Das ist eine hervorragende Methode, um gerade in den Übergangszeiten oder im Winter „lebendiges“ Futter mit einer hohen Nährstoffdichte zu produzieren. Diese Art der Futterergänzung – oft als Keimfutter oder Sprossengras bezeichnet – verwandelt das ruhende Korn in ein Kraftpaket aus Vitaminen und Enzymen.
Da Sie das Ganze platzsparend in einem Regal aufgezogen haben, nutzen Sie die vertikale Fläche Ihres Grundstücks optimal aus. Hier sind ein paar Kniffe, wie Sie das Maximum aus Ihrem Regal-Weizen für die Hühner herausholen:
Der richtige Erntezeitpunkt
Es gibt zwei Wege, wie Sie den Weizen aus dem Regal verfüttern können:
- Die 2-Tage-Methode (Keimfutter): Sobald der Weizen nur eine kleine weiße Wurzelspitze zeigt. Hier ist der Zuckergehalt am höchsten und die Enzyme sind extrem aktiv.
- Die 6-Tage-Methode (Grünfutter-Matte): Wenn das Gras etwa 10–15 cm hoch ist. Die Hühner lieben es, die ganze Matte wie ein Stück Rasen zu zerpflücken. Das sorgt zusätzlich für Beschäftigung und liefert wertvolles Chlorophyll.
Hygiene im Regal-System
Da Sie in Etagen arbeiten, ist das Klima oft etwas stehender als im Freien:
- Drainage: Achten Sie darauf, dass die Behälter Löcher haben. Weizen mag es feucht, aber keine „nassen Füße“, sonst bildet sich schnell Schimmel an den Wurzeln.
- Licht: Für das reine Keimen ist Licht nicht wichtig, aber sobald Sie grünes Gras wollen, sollten die oberen Regalböden genug Helligkeit abbekommen oder Sie rotieren die Schalen regelmäßig von unten nach oben.
Der “Gazda”-Trick für den Winter
Wenn es draußen kälter wird, ist dieses frische Grün ein natürlicher Booster für die Dotterfarbe. Die Carotinoide im jungen Weizengras sorgen für das satte Orange, das man sonst nur im Sommer bei Freilaufhühnern sieht.
Eine kleine Frage zur Umsetzung: Nutzen Sie für den Anbau im Regal Erde oder lassen Sie die Körner einfach als reines Hydrokultur-System (nur mit Wasser) in flachen Schalen keimen?