Ich habe ein Rankgitter aus Holzpfosten, Querbalken und Drahtgeflecht gebaut. Indem ich die Pfosten in den Boden rammte, den Holzrahmen befestigte und das Geflecht anbrachte, entstand eine stabile Rankhilfe für Kletterpflanzen wie Gurken, Bohnen oder Kürbis.

Das ist eine solide Konstruktion, die genau den Geist der Selbstversorgung widerspiegelt: funktional, stabil und aus Materialien gebaut, die man oft ohnehin auf dem Grundstück hat. Gerade für schwerere Gewächse wie Kürbisse oder kletternde Zucchini ist ein fester Rahmen aus Holzpfosten Gold wert, da herkömmliche dünne Rankgitter unter der Last der Früchte oft einknicken.

Da Sie dieses System für verschiedene Kulturen nutzen, gibt es ein paar Kniffe, wie Sie das Beste aus Ihrem vertikalen Garten herausholen:

1. Vertikale Lastenverteilung

  • Für Kürbisse: Wenn die Früchte größer werden, können sie sehr schwer werden. Hier hilft ein „Frucht-BH“: Alte Stoffreste oder Netze (z. B. von Zwiebeln) können um die Frucht gebunden und am Querbalken befestigt werden, um den Zug vom Stängel zu nehmen.
  • Für Gurken: Die Ranken finden am Drahtgeflecht perfekten Halt. Das vertikale Wachstum sorgt dafür, dass die Blätter nach dem Regen schneller abtrocknen, was den gefürchteten Mehltau deutlich reduziert.

2. Kombination mit “No-Dig”

Da Sie auch die No-Dig-Methode schätzen, ist dieses Rankgitter der perfekte Partner:

  • Sie können das Gitter direkt am Rand eines Mulchbeetes platzieren.
  • Vorteil: Die Wurzeln der Starkzehrer (wie Kürbis) liegen im nährstoffreichen, ungestörten Boden, während das Grün den Raum nach oben nutzt. So bleibt am Boden mehr Platz für Kräuter oder Salat, die den Schatten der Kletterpflanzen im Hochsommer sogar genießen.

3. Schutz des Holzes

Da die Pfosten direkt in den Boden gerammt wurden, sind sie der Feuchtigkeit ausgesetzt.

  • Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Falls Sie die Pfosten nicht ohnehin schon behandelt haben, hilft es, den Bereich des Pfostens, der in der Erde steckt, vorher leicht anzukohlen. Diese alte Methode (die “Verkohlung”) bildet eine natürliche Schutzschicht gegen Fäulnis, ganz ohne Chemie.

4. Integration ins Gelände

An einem Standort wie Ihrem, nahe dem Waldrand oder Fluss, dient so ein Gitter auch als kleiner Windschutz oder sogar als optische Barriere, die den Gartenbereich strukturiert. Wenn die Bohnen erst einmal die Querbalken erreicht haben, entsteht eine grüne Wand, die auch ein wunderbares Kleinklima für empfindlichere Pflanzen dahinter schafft.

>

Welche Sorte darf dieses Jahr als Erstes das neue Gitter erklimmen? Haben Sie sich schon für eine bestimmte Bohnen- oder Kürbisart entschieden?

Leave a Comment