Freuen Sie sich jedes Jahr auf Ihre eigene Ernte, aber Probleme nach dem Auspflanzen der Tomaten im Garten machen all Ihre Mühen zunichte? Nach einer drastischen Veränderung der Umgebung leiden die Setzlinge oft unter einem extremen Schock, der selbst die stärksten und schönsten Pflanzen vernichten kann. Erfahren Sie, wie Sie die versteckten Anzeichen von Problemen frühzeitig erkennen und Ihre Sommerernte mit einfachen Schritten retten können.
Warum Probleme am häufigsten nach dem Umpflanzen von Tomaten auftreten
Die jungen Sämlinge haben die ersten Lebenswochen in der wohligen Wärme Ihres sonnigen Fensterbretts verbracht. Sie haben sich an eine gleichmäßige Zimmertemperatur, regelmäßiges und mäßiges Gießen sowie die völlige Windstille gewöhnt. Sie nun den rauen Bedingungen des Gartens im Freien auszusetzen, bedeutet enormen Stress für sie.
Die Wurzeln erleiden durch den kalten Frühlingsboden einen plötzlichen Temperaturschock. Die Blätter müssen plötzlich direkter und intensiver UV-Strahlung standhalten, an die sie überhaupt nicht gewöhnt sind. Hinzu kommt, dass starke Winde ihre zarten grünen Stängel ständig biegen.
Dieser schwierige Akklimatisierungsprozess löst verschiedene unerwünschte physiologische Reaktionen aus. Kennt man die Bedeutung bestimmter optischer Anzeichen, kann man der Pflanze schnell und äußerst effektiv helfen. Ignoriert man diese Hilferufe hingegen, führt dies zum raschen Absterben der gesamten Pflanze.
Anfängliches Welken der Blätter und Verlust der inneren Spannung
Haben Sie schon einmal Setzlinge in feuchte Erde gepflanzt, die am nächsten Tag wie traurige, verwelkte Fetzen aussahen? Teilweises Welken kurz nach dem Umpflanzen ist ein völlig normaler und natürlicher biologischer Prozess. Ein gestörtes Wurzelsystem kann die notwendige Feuchtigkeit aus der neuen Umgebung nicht schnell genug aufnehmen.
Gleichzeitig verdunstet durch die große Blattoberfläche im direkten Sonnenlicht weiterhin sehr aktiv wertvolles Wasser. Die Pflanze verliert schlichtweg viel mehr Flüssigkeit, als sie aufnehmen kann. Sie sollten aber keinesfalls in Panik geraten und sofort anfangen, das Blumenbeet zu gießen.
Zu viel Feuchtigkeit unterbricht die Sauerstoffversorgung der Wurzeln. Schützen Sie die Pflanzen stattdessen in den ersten zwei Wochen mit einem leichten, weißen Vliesstoff. Stellen Sie das Gießen für einige Tage vollständig ein, damit die Wurzeln aktiv in die Tiefe wachsen und nach Grundwasser suchen.
Eine unerklärliche Gelbfärbung der Blätter deutet auf einen Nährstoffmangel hin
Beobachten Sie einen raschen Verlust der sattgrünen Farbe und einen Übergang zu Gelbtönen? Vergilbung wird meist durch zu intensive Sonneneinstrahlung oder einen deutlichen Überschuss an Stickstoff im Boden verursacht. Viele Gärtner geben kurz vor dem Pflanzen große Mengen an nährstoffreichem, unreifem Mist in die Pflanzlöcher.
Dieser Schritt verbrennt die Wurzeln regelrecht und blockiert ihre Funktion vollständig. Eine weitere häufige Ursache ist der zu hohe Säuregehalt des umliegenden Bodens. Saurer Boden bindet wichtige Mineralien in chemischen Verbindungen, aus denen die Pflanze sie nicht mehr gewinnen kann.
Als erste Maßnahme sollte die Pflanze sofort vor direkter Nachmittagssonne geschützt werden. Die Bodenfeuchtigkeit prüfen und nur mit lauwarmem, idealerweise abgestandenem Regenwasser gießen. Bei Verdacht auf sauren Boden die Fläche um den Stamm herum leicht mit hochwertigem Dolomitkalk bestreuen.
Massive Stammverdrehung und extremer Blattfall
Der Verlust der ersten beiden Keimblätter ganz unten im Boden ist ein natürliches und normales Phänomen. Wenn jedoch die oberen Laubblätter plötzlich austrocknen, sich einrollen und ebenfalls abfallen, steht der Sämling vor einem äußerst ernsten Problem. Meist handelt es sich dabei um den Beginn einer gefährlichen Pilzinfektion.
Eine weitere Ursache könnten im Boden verborgene Larven sein, die die zarten weißen Wurzeln unerbittlich anfressen. Sind nur ein oder zwei Sträucher befallen, sollten sie sofort ausgegraben werden. Die befallenen Pflanzen sollten gründlich verbrannt und der Boden desinfiziert werden.
Graben Sie zur Sicherheit einige Exemplare aus und prüfen Sie den Zustand ihrer Wurzeln. Falls Sie eine verfaulte, braune Stelle entdecken, schneiden Sie diese mit einem sauberen Messer ab und bestreuen Sie die Schnittstelle mit gemahlenem Zimt oder zerstoßener Holzkohle. Desinfizieren Sie die Pflanzlöcher mit einer schwachen Permanganatlösung und setzen Sie die Pflanzen wieder ein.
Abfallende gelbe Blüten bedeuten einen enormen Verlust
Haben Sie die Samen zu früh ausgesät und Ihre Pflanzen haben schon auf