Das Besprühen von Tomaten mit Nadelholz ist eine alte Hausmethode, die vor allem in Gärten zur Stärkung der Pflanzen eingesetzt wird. Es ist kein Wundermittel und ersetzt keine Pflege, kann aber bei richtiger Vorbereitung eine sinnvolle Ergänzung vor der Blüte sein.
Tomaten benötigen kräftige Wurzeln, gesunde Blätter, ausreichend Licht und eine ausgewogene Nährstoffversorgung für eine reiche Ernte. Wenn die Pflanzen zu Beginn der Saison schwächeln, kommen sie später schlechter mit Nässe, Temperaturschwankungen und Krankheiten zurecht.
Der Extrakt aus jungen Nadelholztrieben wird als sanftes Blattspray verwendet. Wichtig ist, ihn zum richtigen Zeitpunkt und ausreichend verdünnt anzuwenden und ihn niemals als normales Gießwasser direkt an den Wurzeln zu verwenden.
Warum Tomaten manchmal schlecht wachsen und wenig Ertrag bringen
Schlechtes Tomatenwachstum hat oft mehrere Ursachen. Kalter Boden, Lichtmangel, Überwässerung, ungeeignetes Substrat oder zu dichtes Pflanzen können das Wachstum beeinträchtigen.
Wenn eine Tomatenpflanze viele Blätter, aber wenige Blüten bildet, könnte ein Stickstoffüberschuss die Ursache sein. Ist sie blass, dünn und wächst langsam, sollten Sie Nährstoffe, Temperatur und Wurzelzustand überprüfen.
Krankheiten breiten sich besonders leicht auf geschwächten Pflanzen aus. Daher ist es sinnvoll, Tomaten vor der Blüte zu düngen, wenn sie Kraft für die Blüten- und Fruchtbildung sammeln.
Nadelharzspritzung für Tomaten: Was ist der Sinn dahinter? Junge Nadeln und Triebe enthalten aromatische Substanzen, Harze und Spurenelemente. Deshalb wurden in der Volksmedizin Aufgüsse und Abkochungen daraus zubereitet.
Bei Tomaten wird die Nadelharzspritzung hauptsächlich auf die Blätter angewendet. Die Pflanze nimmt manche Substanzen über die Blattoberfläche schneller auf als über den Boden, reagiert aber gleichzeitig empfindlich auf zu starke Lösungen.
Das Besprühen kann die Vitalität leicht steigern und gleichzeitig durch seinen Geruch Schädlinge fernhalten. Es sollte jedoch als Ergänzung und nicht als alleiniger Schutz vor Krankheiten eingesetzt werden.
Wann man Triebe sammelt und welches Material man verwendet
Junge, saubere Kieferntriebe oder kleine Zweige mit frischen Nadeln eignen sich am besten. Sammeln Sie diese an einem Ort fernab von Straßen, Industrieanlagen und staubigen Grundstücksrändern.
Pflücken Sie nicht zu viel von einem Baum. Nehmen Sie nur so viel, wie Sie benötigen, und beschädigen Sie den Baum nicht durch unnötiges Abbrechen von Ästen.
Verwenden Sie keine Nadeln mit Anzeichen von Schimmel, Fäulnis oder starker Verschmutzung. Minderwertiges Material verbessert selbst beim Kochen nicht den Geschmack und kann beim Spritzen mehr Probleme als Nutzen bringen.
Warum werden Triebe mehrere Tage lang kühl gelagert? Traditionell werden junge Triebe mehrere Tage lang kühl gelagert, beispielsweise in einem Keller. Die Kälte verlangsamt die Zersetzung und trägt dazu bei, das Aroma des Pflanzenmaterials zu erhalten.
Eine Temperatur von etwa zwei bis vier Grad ist ideal, falls Sie diese Möglichkeit haben. Andernfalls genügt eine kurzfristige Lagerung an einem kühlen, dunklen Ort. Die Triebe dürfen jedoch nicht schimmeln oder feucht werden.
Bewahren Sie das Material nicht in einem verschlossenen Plastikbeutel auf, da sich dort Feuchtigkeit ansammeln kann. Ein Korb, eine Papiertüte oder ein Behälter mit Luftzirkulation ist besser geeignet.
Die genaue Zubereitung eines Nadelbaum-Aufgusses:
Zuerst die Triebe fein hacken oder zerdrücken. Je kleiner die Stücke, desto leichter geben sie beim kurzen Kochen ihre aromatischen Pflanzenstoffe ab.
Einen Teil gehackte Nadeln in einen Topf geben und mit zwei Teilen Wasser aufgießen. Die Mischung zum Kochen bringen und etwa fünf Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.
Dann den Topf beiseitestellen, den Aufguss abkühlen lassen und durch ein Sieb oder Gaze abseihen. Das fertige Konzentrat nicht direkt auf die Pflanzen sprühen, da es zu stark sein kann.
Richtiges Verdünnen und Anwenden des Aufgusses:
Das abgeseihte Konzentrat im Verhältnis 1:3 mit Wasser verdünnen. Das bedeutet: ein Teil Nadelbaum-Aufguss und drei Teile sauberes Wasser.
Die Tomatenblätter mit einem feinen Sprühnebel besprühen. Am besten früh morgens oder abends, wenn die Pflanzen nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
Die traditionelle Methode empfiehlt, Nadelbaum-Spritzmittel nur einmal vor der Blüte anzuwenden. So hat die Pflanze noch Zeit, ihre Blätter zu stärken und sich auf die anstrengende Phase der Blüten- und Fruchtbildung vorzubereiten.
Warum Tomaten nicht mit Nadelbaum-Spritzmittel gegossen werden sollten: Nadelbäume können den Boden allmählich ansäuern. Tomaten vertragen zwar ein leicht saures bis neutrales Milieu, aber plötzliche und wiederholte Eingriffe in den Boden schaden ihnen.
Wenn man konzentriertes oder häufig angewendetes Spritzmittel direkt an die Wurzeln gießt, kann das Gleichgewicht des Bodens gestört werden. Dies führt später zu einer schlechteren Nährstoffaufnahme und schwächerem Wachstum.
Daher ist es sicherer, es nur als Blattspray zu verwenden. Die gefilterten Nadelreste können als Mulch für säureliebende Pflanzen wie Heidelbeeren, Rhododendren oder Heidekraut verwendet werden.
Was benötigen Tomaten sonst noch, damit sich das Besprühen lohnt? Kein Hausmittel kann Tomaten retten, die im Schatten, in nassem Boden und unter Sauerstoffmangel wachsen. Die Grundlage bilden ein sonniger Standort, eine stabile Rankhilfe und ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen.
Gießen Sie direkt an die Wurzeln, aber vermeiden Sie Staunässe.