Paprikapflanzen benötigen nach dem Umpflanzen mehr Geduld als Tomaten, da ihre Wurzeln empfindlicher sind und länger zum Erholen brauchen. Die erste Düngung von Paprika ist erst sinnvoll, wenn die Pflanze Anzeichen von Wurzelwachstum zeigt und neue Blätter bildet.
Viele Anbauer möchten das Wachstum ihrer Paprikapflanzen direkt nach dem Einpflanzen durch reichliches Gießen mit Dünger fördern. Dies kann jedoch ein Fehler sein, da beschädigte oder geschwächte Wurzeln die Nährstoffe nicht richtig aufnehmen können.
Für schnelles Wachstum und eine reiche Ernte sollten Sie nicht mit der höchsten Düngerdosis beginnen. Paprika benötigt das richtige Verhältnis von Stickstoff, Phosphor, Kalium und Kalzium, vor allem aber den richtigen Zeitpunkt, warmen Boden und mäßiges Gießen.
Warum reagieren Paprikapflanzen nach dem Umpflanzen empfindlich?
Paprikapflanzen können ihre Wurzeln nicht so schnell regenerieren wie Tomaten, daher stellen sie ihr Wachstum nach dem Umpflanzen oft für einige Tage ein, obwohl sie äußerlich gesund aussehen mögen.
Während dieser Zeit konzentriert sich die Pflanze hauptsächlich auf die Wurzelbildung. Sie erneuert ihre Feinwurzeln, verbindet den Wurzelballen mit der neuen Erde und gewöhnt sich an die Veränderungen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht.
Gießt man die Pflanze zu diesem Zeitpunkt mit einem starken Dünger, insbesondere Stickstoff, kann das die empfindlichen Wurzeln reizen. Anstatt das Wachstum zu beschleunigen, wird es sich dadurch sogar noch verlangsamen.
Erste Befruchtung von Paprikapflanzen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Bei Paprikapflanzen ist es nicht ratsam, sich an einen festen Termin zu halten, ohne die Pflanze zu beobachten. Die Empfehlung, zehn bis vierzehn Tage nach dem Pflanzen zu düngen, ist nur ein Richtwert und nicht allgemeingültig.
Das beste Zeichen ist ein neues Blatt. Wenn die Paprikapflanze nach dem Umpflanzen ein neues, kräftigeres und gesünderes Blatt bildet, bedeutet das, dass die Wurzeln angewachsen sind und die Pflanze sich am neuen Standort gut eingelebt hat.
Erst dann ist es Zeit für die erste, vorsichtige Düngung. Steht die Pflanze noch, welkt sie, steht sie in kalter Erde oder hat sie beschädigte Wurzeln, sollten Sie zunächst die Bedingungen anpassen und nicht übermäßig düngen.
Stickstoff fördert das Wachstum, aber es darf nicht zu viel davon sein.
Stickstoff ist für die Blatt- und Grünmassebildung notwendig. Ohne ihn bleiben Paprikapflanzen blass, sind schwach und wachsen langsam.
Zu viel Stickstoff hingegen führt zum gegenteiligen Problem. Die Pflanze bildet zwar viele weiche Blätter, aber die Blüte kann sich verzögern und sie wird anfälliger für Krankheiten und Wetterschwankungen.
Deshalb sollte Stickstoff nach dem Umpflanzen sparsam eingesetzt werden. Die Paprikapflanze sollte kräftig wachsen und nicht schwach und ohne kräftige Wurzeln in die Länge gezogen werden.
Phosphor ist wichtig für die Wurzeln und den Beginn des Wachstums.
Phosphor fördert die Wurzelbildung, die Blüte und den Übergang der Pflanze von der Wachstums- zur Fruchtphase. Paprika benötigt ihn nicht in großen Mengen, aber seine Verfügbarkeit ist sehr wichtig.
Das Problem besteht darin, dass Phosphor im Boden nicht immer in einer leicht aufnehmbaren Form vorliegt. In kaltem Boden oder in Boden mit einem ungeeigneten pH-Wert kann die Pflanze ihn schlechter aufnehmen, selbst wenn er physisch vorhanden ist.
Wenn Paprikapflanzen nach dem Umpflanzen violett werden, im Wachstum gehemmt sind und der Boden kalt ist, liegt das möglicherweise nicht nur an einem Phosphormangel. Oftmals ist die Phosphoraufnahme gestört, was sich erst nach Erwärmung des Bodens bessert.
Kalium bestimmt die Blüten- und Fruchtbildung.
Kalium unterstützt die Pflanze bei der Wasserregulierung, fördert ihre Widerstandsfähigkeit, die Blütenbildung und die Ausbildung qualitativ hochwertiger Früchte. Es ist besonders wichtig während der Blüte- und Fruchtbildungsphase der Paprikapflanzen.
Bei zu geringer Düngung verträgt die Pflanze Trockenheit möglicherweise nicht gut und die Früchte sind unter Umständen nicht von gleicher Qualität. Mit der richtigen Dosierung hingegen fördert sie ein kräftigeres Wachstum und eine bessere Ernte.
Sie können es bei der ersten Düngung in mäßiger Dosierung verwenden, insbesondere wenn der Boden nährstoffarm ist. Später, während der Blüte und Fruchtbildung, nimmt seine Bedeutung noch zu.
Kalzium schützt Früchte vor einem unangenehmen Problem
Kalzium ist bei Paprika sehr wichtig, da ein Mangel oder eine unzureichende Zufuhr zu Fruchtspitzenfäule führen kann, die sich durch dunkle, eingesu