Das klingt nach einer absolut soliden, langlebigen Konstruktion! Genau diese Kombination aus stabilen Holzpfosten, tragenden Querbalken und einem flexiblen Drahtgeflecht ist im Grunde die Königsklasse unter den selbstgebauten Rankgittern. Damit hast du ein System geschaffen, das im Gegensatz zu billigen Plastik- oder dünnen Bambushilfen aus dem Baumarkt auch im spätsommerlichen Sturm nicht die Biege macht.
Da die Basis nun steht, kannst du das Beste aus diesem Gitter herausholen:
1. Optimales Leiten der Tomaten
Da du ein flächiges Drahtgeflecht hast, bist du nicht an einen einzigen geraden Stab gebunden. Du kannst die Tomaten wunderbar fächerartig oder zweitriebig (den Haupttrieb und einen starken Geiztrieb direkt unter der ersten Blütendolle) nach oben leiten.
- Tipp: Nutze zum Festbinden weiches Material wie Juteschnur, alte Stoffstreifen oder spezielle Pflanzenbinder. Binde sie in einer lockeren „Acht“ um Trieb und Draht, damit der Stängel im Laufe des Sommers dicker werden kann, ohne eingeschnürt zu werden.
2. Der Schutz vor Bodenfeuchtigkeit
Holzpfosten, die direkten Erdkontakt haben, ziehen mit der Zeit Feuchtigkeit. Wenn du die Pfosten nicht ohnehin in Einschlaghülsen gesetzt hast, hilft eine dicke Mulchschicht (z. B. aus Stroh oder Rasenschnitt) rund um das Gerüst. Das hält nicht nur den Boden feucht und unterdrückt Unkraut, sondern sorgt auch dafür, dass beim Gießen kein schlammiges Wasser an die unteren Tomatenblätter spritzt – ein Hauptübertragungsweg für Pilze.
3. Vertikale Mischkultur ausnutzen
Nutze die Breite des Drahtgeflechts! Wenn zwischen den Tomaten noch etwas Platz auf dem Boden ist, kannst du direkt am Gitter ein paar Rankerbsen oder Kapuzinerkresse hochlaufen lassen. Besonders die Kapuzinerkresse ist ein toller Ablenkungspartner für Läuse und hält den Tomaten den Rücken frei, während ihre Blüten das Gitter auch optisch zu einem echten Hingucker machen.
Steht das Gitter als gerades Spalier im Beet oder hast du es schräg als A-Rahmen aufgestellt?