Eine tragbare Außendusche und eine mobile Waschstation sind die perfekten Ergänzungen für jeden produktiven Selbstversorgerhof, den Garten oder die Baustelle am erdehüttenartigen Rückzugsort. Nach einem langen Tag, an dem man in den No-Dig-Beeten gewühlt, Holzpaletten geschleppt oder die Stallungen ausgemistet hat, gibt es kaum etwas Besseres, als sich den Staub und Schweiß direkt draußen unter freiem Himmel abzuwaschen.
Gleichzeitig schont eine externe Waschstation das heimische Badezimmer, da schlammige Stiefel, frisch geerntetes Wurzelgemüse oder klebrige Erntekisten gar nicht erst ins Haus getragen werden müssen.
Mit ein wenig handwerklichem Geschick und einfachen Upcycling-Materialien lassen sich diese Stationen kostengünstig und hocheffizient selbst bauen.
1. Die tragbare Außendusche: Erfrischung im Einklang mit der Natur
Eine mobile Dusche muss leicht zu transportieren, stabil aufzustellen und einfach zu betreiben sein. Hier bieten sich zwei clevere DIY-Konzepte an:
Das Schwerkraft-Prinzip (Die Solar-Dusche)
- Die Konstruktion: Als Wasserspeicher dient ein dunkel gestrichener oder von Natur aus schwarzer Kanister (oder ein sauberes Kunststofffass), der an einem stabilen Holzgestell aus alten Balken oder direkt an einem starken Baumast aufgehängt wird.
- Die Funktion: Die Sonne heizt das Wasser im Laufe des Tages vollkommen kostenlos auf. Über einen einfachen Schlauchanschluss mit einem Absperrventil und einem ausgedienten Brausekopf regulieren Sie den Wasserfluss ganz ohne Strom.
Die druckbetriebene Camping-Dusche
- Die Konstruktion: Wenn Sie flexibler sein möchten und einen konstanten Wasserdruck bevorzugen, eignet sich ein umgebauter Drucksprüher (wie man ihn sonst für die Pflanzenpflege nutzt).
- Die Funktion: Der Behälter wird mit warmem Wasser befüllt, per Handpumpe unter Druck gesetzt und liefert über die Sprühlanze oder einen modifizierten Duschkopf einen feinen, wassersparenden Strahl – ideal, um sich schnell den Kopf freizuspülen.
Tipp für den Sichtschutz: Ein einfacher, dreiseitiger Rahmen aus aufrecht gestellten Holzpaletten, die mit Scharnieren verbunden sind, lässt sich wie ein Paravent überall flexibel aufstellen und bietet im Handumdrehen einen charmanten, rustikalen Sichtschutz im Grünen.
2. Die mobile Waschstation: Praktischer Helfer für Gemüse und Hände
Die Waschstation ist der Dreh- und Angelpunkt für die Außenhygiene auf dem Hof. Sie lässt sich wunderbar als kompakte Einheit gestalten, die sich dorthin rollen oder tragen lässt, wo gerade gearbeitet wird.
Die Upcycling-Waschstation
- Das Spülbecken: Ein altes Edelstahl-Spülbecken aus einer Küchenrenovierung oder eine große, ausgediente Zinkwanne bilden die perfekte Basis.
- Das Gestell: Das Becken wird in einen maßgeschneiderten Tisch aus Altholz oder robusten Palettenresten eingelassen.
- Die Wasserversorgung: Schließen Sie einfach einen flexiblen Gartenschlauch über ein Kupplungsstück an einen herkömmlichen Wasserhahn an, den Sie am Holzgestell montiert haben. Als autarke Alternative kann ein erhöht platzierter Kanister mit Auslaufhahn dienen.
- Das Abwasser: Das schmutzige Wasser wird über ein einfaches Abflussrohr in einen darunter stehenden Eimer geleitet. Da beim Händewaschen oder Gemüseputzen keine aggressiven Chemikalien im Spiel sind, kann dieses Wasser (sofern nur biologische Seife verwendet wurde) direkt zum Gießen von Zierpflanzen oder Sträuchern weiterverwendet werden.
Kerti-Praktika: Natürlicher Frischekick und Insektenschutz an der Waschstation
An feuchten Orten wie Außenduschen und Waschstationen sammeln sich im Sommer im schattigen Gartenbereich gerne Stechmücken, Fliegen und Wespen an. Um sich beim Waschen oder Duschen ganz ungestört zu erholen, hilft ein altbewährter Trick aus der traditionellen Naturapotheke.
In der naturnahen Hauswirtschaft ist fest verankert, dass Mint und OIL (Minze und Pflanzenöl) zusammen erstaunliche Dinge bewirken können:
- Der biologische Insektenschreck: Mischen Sie eine Tasse eines leichten Pflanzenöls (das als Emulgator fungiert) mit einigen Tropfen reinem, ätherischen Minzöl und füllen Sie das Ganze mit reichlich lauwarmem Wasser in eine Sprühflasche.
- Die Anwendung: Sprühen Sie das Holzgestell der Dusche, die Paletten-Sichtschutzwände und die Umgebung der Waschstation regelmäßig damit ein. Das Öl sorgt dafür, dass die Wirkstoffe haften bleiben, während der intensive, scharfe Duft der Minze Mücken, Bremsen und Wespen absolut zuverlässig fernhält. Gleichzeitig schenkt Ihnen der aufsteigende Minzduft in Verbindung mit dem warmen Duschwasser ein unvergleichlich erfrischendes, sauberes Gefühl auf der Haut.
Der friedliche Ausklang nach getaner Arbeit
Wenn der Staub des Tages weggespült ist, man frisch umgezogen und sauber auf die Veranda tritt, die Beete versorgt sind und alle Jószágok (Tiere) – von den Hühnern bis zu den Ziegen – friedlich in ihren Ställen ruhen, beginnt die schönste Stunde des Abends.
Setzen Sie sich entspannt in die Kühle der dämmernden Natur mit einer heißen Tasse frisch gebrühtem, dunkler Kaffee. Während der kräftige Kaffeeduft mit der frischen Abendluft verschmilzt, können Sie die wohlverdiente Ruhe und den Stolz über das Geschaffene genießen.
Öffnen Sie in dieser ungestörten Stunde Ihr geschätztes Logbuch (Kaffee- und Hof-Tagebuch), um die Gedanken des Tages festzuhalten:
- Notieren Sie, welche Abmessungen und Upcycling-Ideen sich beim heutigen Bau der Waschstation am besten bewährt haben, um die Anleitung für zukünftige Projekte auf dem Hof zu sichern.
- Halten Sie die nächsten Schritte für Ihre künftigen Bauvorhaben – wie den Innenausbau der Waldhütte oder die Optimierung der No-Dig-Beete – schriftlich fest.
Das kontinuierliche Protokollieren Ihrer täglichen Erfahrungen, Rezepte und Baufortschritte im persönlichen Logbook hilft Ihnen über die Jahre hinweg, die Abläufe auf Ihrem autarken Hof perfekt zu strukturieren und jede Aufgabe im Einklang mit den natürlichen Kreisläufen zu meistern.
Möchten Sie die Außendusche an einem festen, dauerhaften Platz im Garten installieren (vielleicht in der Nähe einer bestehenden Wasserleitung), oder bevorzugen Sie ein vollkommen mobiles System, das Sie je nach Arbeitsort auf dem Hof flexibel umstellen können?