Spitzwegerich mit Zucker – ein wertvolles Hausmittel für das ganze Jahr, das selbst bei schweren Beschwerden hilfreich ist.

Spitzwegerichsirup zählt zu den bekanntesten Hausmitteln zur Erhaltung der Gesundheit und zur Linderung verschiedener Krankheiten.

Er wirkt entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, blutstillend, harntreibend und blutdrucksenkend.

Was ist Spitzwegerich und welche Vorteile bietet er? Spitzwegerich ist eine anspruchslose Pflanze, die fast überall außer in arktischen Regionen vorkommt. In der Antike wurde er als „Reisebegleiter“ bezeichnet, da er die Menschen überallhin begleitet.

Viele erinnern sich noch an ihre Kindheit: Bei Schnitt- oder Schürfwunden legte man sofort ein Spitzwegerichblatt auf die betroffene Stelle. Diese einfache Maßnahme beschleunigt die Heilung.

Spitzwegerichernte
Spitzwegerich sollte idealerweise während der Blütezeit – von Mai bis August – geerntet werden. Am besten erntet man ihn bei trockenem, sonnigem Wetter, wenn die Blätter nach dem Regen vollständig abgetrocknet sind.

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Die Blätter wachsen aus einer Blattrosette am Stängelgrund. Die Blätter werden zusammen mit den Blattstielen abgeschnitten. Wichtig ist dabei, die Rosette selbst nicht zu beschädigen, da die Pflanze sonst im Folgejahr möglicherweise nicht wieder austreibt.

Medizinische Eigenschaften
Spitzwegerich-Präparate werden angewendet bei:

Bluthochdruck und Arteriosklerose
Atemwegserkrankungen (als Expektorans)
Magen-Darm-Erkrankungen (Gastritis, Geschwüre, Darmentzündung, Colitis)
Blattsaft und -aufgüsse lindern Husten und fördern die Reinigung der Atemwege.

Traditionelle Rezepte

  1. Spitzwegerichsirup mit Zucker

Zubereitung: 1 kg frische Spitzwegerichblätter und 1 kg Zucker.

Die Blätter gründlich waschen und trocknen. Schichtweise in eine Emailleschüssel geben und mit Zucker bestreuen (eine Blattschicht pro Zuckerschicht).

Abdecken und 3–4 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen. Anschließend abseihen und im Kühlschrank aufbewahren.

3-mal täglich 1 Esslöffel 30 Minuten vor den Mahlzeiten einnehmen.

  1. Mischung gegen Husten und Fieber

Frische Blätter zerdrücken, etwas Wasser hinzufügen und aufkochen lassen. Ohne Abseihen Honig hinzufügen.
Stündlich 1 Teelöffel einnehmen.

  1. Spitzwegerichsaft mit Honig

Blätter zerdrücken, den Saft auspressen, mit Honig zu gleichen Teilen vermischen und 20 Minuten köcheln lassen.
3-mal täglich 1 Esslöffel 15–20 Minuten vor den Mahlzeiten einnehmen.

Wichtiger Hinweis: In der Volksmedizin wird Spitzwegerich auch als Kompresse oder Aufguss verwendet. Wichtig: Bei schweren, insbesondere chronischen Erkrankungen ist es unbedingt erforderlich, vor der Anwendung jeglicher Heilmittel einen Arzt zu konsultieren.

Spitzwegerich ist eine einfache, preiswerte und bewährte Pflanze, die bei richtiger Anwendung ein zuverlässiges Mittel zur Gesundheit der ganzen Familie sein kann.

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