Wer regelmäßig hartgekochte Eier zubereitet, hat wahrscheinlich schon einmal einen grünen Ring um das Eigelb bemerkt. Wodurch wird er verursacht? Ist es gefährlich, Eier mit diesem grünlichen Ring zu essen? Die Antworten finden Sie in diesem Artikel.
Hartgekochte Eier sind immer praktisch, um den kleinen Hunger zwischendurch zu stillen und ungesündere Alternativen zu vermeiden. Ob im Salat, im Sandwich oder pur – hartgekochte Eier sind köstlich und bereichern jedes Gericht sowohl geschmacklich als auch ernährungsphysiologisch!
Eier sind eine konzentrierte Quelle für Nährstoffe, Vitamine und Mineralien. Sie sind eine hervorragende Quelle für vollständige Proteine, da sie alle Aminosäuren enthalten, die unser Körper benötigt, sowie die für seine Funktionen notwendigen Fettsäuren. Eier enthalten außerdem Lutein, ein Carotinoid, das die Sehkraft schützt und altersbedingter Makuladegeneration (AMD) vorbeugt. Dieser Inhaltsstoff ist auch in grünem Gemüse enthalten, aber das Cholin in Eiern wird vom Körper besser aufgenommen und ist daher vorteilhafter!
Eier, insbesondere Eigelb, sind zudem die reichhaltigste Quelle für Cholin, einen essenziellen Nährstoff, der die Gehirnfunktion unterstützt und somit Schlaganfällen vorbeugen kann. Diese Erkenntnis stammt unter anderem aus einer wissenschaftlichen Studie, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde und an der vier Millionen Menschen teilnahmen. Laut dieser Studie kann der Verzehr ausreichender Mengen an Eiern das Schlaganfallrisiko tatsächlich um 25 % senken.
Eier sind daher ein hervorragendes Lebensmittel für Ihre Gesundheit. Hartgekochte Eier sind eine gute Wahl, da sie praktisch und schnell zubereitet sind. Dennoch ist es wichtig zu wissen, wie man sie richtig kocht!
Die Zubereitung von hartgekochten Eiern kann tatsächlich etwas knifflig sein: Man weiß nie genau, wie lange sie kochen müssen! Sind sie nicht gar, ist das Eigelb noch sehr flüssig, sind sie zu lange gekocht, kann sich ein grüner Ring auf dem Eigelb bilden!
Was ist dieser grüne Ring auf dem Eigelb? Ein grünlicher Ring auf dem Eigelb ist ein Zeichen dafür, dass die Eier zu lange gekocht wurden. Sie haben Ihre Eier einfach etwas länger als nötig auf dem Herd gelassen.
Die wissenschaftliche Erklärung für dieses Phänomen ist recht einfach: Es handelt sich um eine chemische Reaktion zwischen Schwefelwasserstoff und dem Eisen im Ei. Durch die Hitze reagiert der im Eiklar enthaltene Schwefelwasserstoff mit dem Eisen im Eigelb und bildet Eisensulfid. Dieses Eisensulfid umgibt das Eigelb, wenn es zu lange gekocht wird.
Das Vorhandensein dieses grünen Rings bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass die Eier ungenießbar oder gesundheitsschädlich sind. Sie bleiben gesund und behalten ihren vollen Nährwert.
Wie lässt sich der grüne Ring auf Eiern vermeiden?
Rein ästhetisch betrachtet, vermeiden Sie diesen grünen Ring, indem Sie die Eier einfach richtig kochen. Die Kochzeit ist entscheidend; kochen Sie die Eier nicht zu lange. Hier ist eine einfache Methode, um Ihre Eier richtig zu kochen:
Legen Sie die Eier in einen Topf und bedecken Sie sie mit kaltem Wasser. Der Topf sollte groß genug sein, damit die Eier nebeneinander liegen. Die Eier zum Kochen bringen, dann vom Herd nehmen und den Topf abdecken.
Die Eier 15 Minuten ziehen lassen, anschließend mit kaltem Wasser abschrecken, um den Garprozess zu stoppen. Fertig sind Ihre hartgekochten Eier – ganz ohne grünen Rand!
Wenn Sie Ihre Eier lieber weichgekocht oder leicht flüssig mögen, verkürzen Sie die Ziehzeit.
Weitere Tipps zur Zubereitung und Aufbewahrung von hartgekochten Eiern:
Eier sollten nicht länger als 12 Minuten gekocht werden.
Es ist besser, die Eier in kaltes Wasser zu geben und dieses dann zum Kochen zu bringen, anstatt sie in vorgekochtes Wasser zu legen.
Verwenden Sie möglichst alte Eier aus dem Kühlschrank, da diese sich leichter schälen lassen.
Geben Sie hartgekochte, ungeschälte Eier in einen luftdichten Behälter und bewahren Sie sie im Kühlschrank auf. Sie sind dort bis zu einer Woche haltbar.