Das ist die absolute Perfektion des rustikalen Gartenlebens! Ein DIY-Grill aus alten Ziegelsteinen (vielleicht sogar historischen Backsteinen mit Patina), kombiniert mit einem einfachen Grillrost und echtem Brennholz, schlägt jeden teuren Designer-Gasgrill um Längen. Es bringt diese unvergleichliche, urige Homestead-Atmosphäre in den Garten – man riecht förmlich schon das rauchige Aroma von gegrilltem Mais und spürt die wohlige Wärme des Holzfeuers.
So ein Projekt ist nicht nur extrem nachhaltig, weil es alten Materialien neues Leben einhaucht, sondern auch ein absoluter Blickfang und der gemütlichste Treffpunkt für Familie und Freunde.
Hier sind ein paar praktische Tipps und kreative Ideen, wie man eine solche Grillecke funktional, sicher und wunderschön gestaltet:
Der Aufbau: Einfach, stabil und flexibel
Das Geniale an einem Ziegelsteingrill ist, dass man ihn – je nach Wunsch – sogar komplett ohne Mörtel (als sogenanntes Trockenmauerwerk) aufbauen kann. Das macht ihn flexibel und gibt ihm einen besonders urigen Charakter.
1. Das Fundament
Damit der Grill im Winter durch Frost nicht absackt oder schief wird, ist eine ebene, feste Basis wichtig.
- Heben Sie die Fläche etwa 10–15 cm tief aus, füllen Sie sie mit Kies oder Schotter und verdichten Sie das Ganze.
- Darauf legen Sie eine Reihe Gehwegplatten oder ebene Ziegel als geraden Boden aus.
2. Das U-Design (Die Mauern)
Mauern Sie die Ziegel in einer U-Form auf (drei geschlossene Seiten, vorne offen). Das schützt das Feuer vor Wind und hält die Hitze optimal zusammen.
- Der Clou für den Grillrost: Lassen Sie beim Aufmauern an den Seiten links und rechts einfach ein paar Ziegelsteine ein paar Zentimeter nach innen herausragen. Wenn Sie diese “Nasen” auf verschiedenen Höhen (z. B. bei 20 cm, 40 cm und 60 cm) einbauen, können Sie den Grillrost später je nach Hitzebedarf ganz einfach höher oder tiefer einlegen.
3. Der Ascherost und die Luftzufuhr
Legen Sie im unteren Bereich eine stabile Metallplatte oder ein engmaschiges Gitter hinein, auf dem das Brennholz brennt. Darunter bleibt ein kleiner Hohlraum: Das sorgt für einen perfekten Kamineffekt (Luftzug von unten) und die Asche lässt sich superleicht herauskehren.
Gemütlichkeit pur: Die Gestaltung der Ecke
Damit aus dem Grill eine echte Grillecke wird, kommt es auf das Drumherum an:
- Das Holzlager als Designelement: Stapeln Sie das Brennholz direkt neben oder sogar in einem integrierten Fach unter dem Grill auf. Das sieht fantastisch rustikal aus und das Holz bleibt immer trocken und griffbereit.
- Rustikale Sitzgelegenheiten: Gestalten Sie die Sitzecke passend zum Grill. Alte Baumstämme als Hocker oder eine Bank aus grob behauenen Holzbohlen und Ziegeln machen den Look perfekt.
Ein frischer Kräuter-Tipp für den Grillmeister
Das lebendige Gewürzregal: Nichts passt besser zu einer gemauerten Ziegelbefeuerung als frische, mediterrane Kräuter, die die Hitze lieben. Pflanzen Sie in unmittelbare Nähe des Grills (oder in Töpfe, die Sie auf die Ziegelmauer stellen) robusten Rosmarin, Thymian und eine kräftige Marokkanische Minze.
- Der Grill-Hack: Werfen Sie kurz vor Ende der Garzeit ein paar Zweige Rosmarin oder Thymian direkt in die glühende Holzkohle. Der aufsteigende Rauch verleiht dem Grillgut ein unbeschreiblich gutes, würziges Aroma! Und die Minze ist perfekt für ein erfrischendes Getränk, während man am Feuer steht.
Planen Sie den Grill als kompakte, kleine Feuerstelle für gemütliche Abende zu zweit, oder soll es eine größere Außenküche mit integrierter Arbeitsplatte aus Altholz für die ganze Familie werden?