Stellen Sie sich vor, Sie entdecken in Ihrem Schuppen einen Sack Zement, der nach monatelanger Lagerung steinhart geworden ist.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Falsche Lagerung (Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen, Luftkontakt) hinterlässt ihre Spuren – das Material verdichtet sich und härtet aus.
Aber werfen Sie ihn nicht weg! Es gibt nämlich verschiedene Möglichkeiten, solchen Zement wiederzubeleben. Natürlich leidet seine Qualität darunter, aber er lässt sich immer noch für viele Zwecke im Haushalt verwenden.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie verhärteten Zement wieder geschmeidig machen und wofür er eingesetzt werden kann. Wiederverwerteter Zement eignet sich nicht für schwere Konstruktionen (wie tragende Wände oder Hausfundamente), kann aber verwendet werden für: Fundamente von leichten Konstruktionen (Schuppen, Gartenhäuser, Gewächshäuser), Gartenwege und unübersichtliche Bereiche, die Reparatur alter Wände und Putz sowie Dekorationsartikel (Blumentöpfe, Beeteinfassungen, Gartenfiguren).
Wichtig ist die richtige Aktivierung. Dafür benötigen Sie:
✔ frischen Zement (zur Erhöhung der Viskosität);
✔ Wasser (vorzugsweise warm);
✔ Sand (zur Verbesserung der Struktur);
✔ einen Betonmischer (oder einen leistungsstarken Baumischer);
✔ einen speziellen Aktivator (Fließmittel).
Um verdichteten Zement wieder verarbeitungsfähig zu machen, verwenden Bauarbeiter häufig spezielle Zusatzstoffe, sogenannte Fließmittel. Diese machen nicht nur die verhärteten Partikel weicher, sondern beschleunigen auch das Abbinden des neuen Mörtels.
1,5 Liter Aktivator reichen für 4 Säcke Zement (ca. 10–15 Mischungen).
Mischungsverhältnis für die Sanierung:
1 Teil frischer Zement + 2 Teile alter Zement, 70 ml Fließmittel pro Betonmischer (bis zu 180 Liter).
Es ist wichtig, die Anweisungen auf der Verpackung des Zusatzstoffs genau zu befolgen, da sich sonst die Qualität der Mischung verschlechtern kann.
Nicht jeder hat spezielle Zusätze zur Hand, aber das ist kein Grund zur Verzweiflung! Verkrusteter Zement lässt sich teilweise ohne Chemikalien sanieren.
Grobe Stücke mit Hammer oder Bohrer zerkleinern, mehrere Stunden in warmem Wasser einweichen (etwas Flüssigseife kann für mehr Geschmeidigkeit hinzugefügt werden) und mit Sand und feinem Kies vermischen.
Diese Lösung eignet sich für: Gewächshausfundamente, Zaunpfähle und die Reparatur von Gartenwegen.
Ohne Weichmacher verschlechtert sich die Festigkeit des Zements weiter, daher ist diese Methode für schwere Bauwerke ungeeignet.
Jetzt wissen Sie, was zu tun ist, wenn Ihr Zement verkrustet ist. Er wird natürlich nicht mehr so fest sein wie neu, aber für viele Gartenarbeiten und andere Haushaltsarbeiten ist er völlig ausreichend. Wichtig ist vor allem, ihn fachgerecht zu sanieren und nicht für wichtige Bauvorhaben zu verwenden.