Ich gebe Gurken und Tomaten im August Essig: Die Früchte wachsen rasant.

Ich ernte, bevor die Kälte einsetzt. Wenn es im August heiß ist, sollte man aktiv werden, und wenn es kühl ist, sollte man nicht aufgeben. In beiden Fällen kann Essig helfen, die Ernte bis zum Ende der Saison zu verlängern.

Der August ist ein Wendepunkt für Gurken und Tomaten. In der ersten Monatshälfte tragen sie noch kräftig Früchte, aber ab dem 15. bis 20. beginnen sich die Pflanzen zu verändern:

Die Photosynthese nimmt aufgrund der kürzeren Tage ab;

Die Temperaturen am Tag und am Morgen unterscheiden sich stark (morgens Tau und Feuchtigkeit, tagsüber Hitze);

Die Wurzeln werden schwächer, insbesondere nach Pilzbefall;

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Die Widerstandsfähigkeit nimmt ab;

Der Ertrag sinkt rapide.

Ab diesem Zeitpunkt sind herkömmliche Düngemittel nicht mehr wirksam: Das träge Wurzelsystem nimmt Nährstoffe schlecht auf, die Blätter verlieren ihre Elastizität und das Laub vertrocknet.

Hier kommt Essig ins Spiel – nicht als Säuerungsmittel, sondern als Stimulans und Beschleuniger von Stoffwechselprozessen.

Er nährt die Pflanze nicht direkt, sondern regt ihre inneren Prozesse an, verbessert die Nährstoffaufnahme, beschleunigt die Reifung und hemmt das Pilzwachstum.

Die Wirkung von Essigdressings: Bei richtiger Dosierung von Essig finden folgende Prozesse statt:

Der Boden wird vorübergehend angesäuert und die Wurzeln werden aktiviert;

Krankheitserreger auf den Blättern und im Oberboden werden abgetötet;

die nützliche Mikroflora wird gefördert (durch Zugabe von Zucker oder Hefe);

Nährstoffe werden von älteren Blättern in die Früchte umverteilt;

Tomaten reifen schneller und werden rot;

Gurken tragen länger Früchte;

selbst ältere Pflanzen können eine zweite Erntewelle hervorbringen.

Und all das – mit nur einem Esslöffel dieses preiswerten Produkts.

Detaillierte Rezepte nach Kulturart
Gurken: Förderung der zweiten Wachstumswelle

Probleme im August: Alternde Ranken, ausbleibender Fruchtansatz, gelbe Blätter, Wurzelfäule durch Staunässe.

Lösung: Wurzelstimulation mit Essig.

Rezept Nr. 1 – „Saure Energie“

10 Liter warmes Wasser;

1 Esslöffel 9%iger Essig;

1 Esslöffel Zucker;

1 Teelöffel Asche- oder Holzkohlepulver (mildert die Säure).

Anwendung: Abends nach dem Gießen alle 7–10 Tage unter die Wurzeln in feuchter Erde geben. Nicht mehr als 0,5 Liter pro Pflanze verwenden.

Wirkung: Es bilden sich neue Seitentriebe, die Blätter werden fester, die Anzahl der weiblichen Blüten nimmt zu und die Fruchtknospen fallen nicht mehr ab. Wichtig: Niemals trockene Erde mit Essig gießen – dies verbrennt die Wurzeln.

Tomaten: Reifungsbeschleunigung und Schutz vor Phytophthora

Probleme: Phytophthora an den unteren Blättern, Blütenendfäule, verzögerte Reifung, fehlende Fruchtknoten.

Lösung: Blattdüngung mit einer Mischung aus Essig und Bor.

Rezept Nr. 2 – „Fruchtansatz- und Reifungsstimulator“

10 Liter abgestandenes Wasser;

2 Esslöffel Apfelessig;

1 Teelöffel Borsäure;

1 Esslöffel Honig oder Zucker.

Besprühen Sie Blätter, Stängel und den Boden um die Pflanzen bei bewölktem Wetter oder abends großzügig. Wiederholen Sie die Anwendung alle 10 Tage.

Wirkung: Bor stärkt die Fruchtknoten, Essig verbessert die Aufnahme von Mikronährstoffen und Honig nährt die Blätter und beschleunigt die Fruchtreife vor dem ersten Frost.

Mischbehandlung: Essig + Hefe

Rezept Nr. 3 – „Wachstumsbeschleuniger“

1 Liter warmes Wasser;

0,5 TL Trockenhefe;

1 EL Zucker;

1 EL Essig.

6–8 Stunden im Schatten ziehen lassen, bis sich Schaum bildet. Anschließend in 10 Litern Wasser verdünnen und die feuchte Erde damit bewässern.
Wirkung: Die Hefe aktiviert nützliche Bakterien, der Essig bekämpft Pilze und der Zucker nährt sowohl Bakterien als auch die Pflanze.

Essig + Jod + Wasserstoffperoxid
Rezept Nr. 4 – „Antiseptikum und Stärkung der Abwehrkräfte“

10 Liter Wasser;

1 EL Essig;

10 Tropfen Jod;

1 TL Wasserstoffperoxid.

Nur alle 10–14 Tage als Blattspray anwenden, um Krautfäule und Grauschimmel vorzubeugen.

Anwendungshäufigkeit: Gurken: Alle 7–10 Tage, abwechselnd mit anderen Düngemitteln.

Tomaten: Wöchentlich auf die Blätter, alle 10 Tage an die Wurzeln.

Nach Regen Essig und Jod düngen.

Vor Kälteperioden Essig und Bor zur schnelleren Reifung anwenden.

Was Sie vermeiden sollten: Essig nicht unverdünnt verwenden.

Nicht mit Stickstoffdünger mischen.

Nicht bei Hitze oder starkem Tau anwenden.

Die empfohlene Anwendungshäufigkeit nicht überschreiten – es handelt sich um eine Schocktherapie, nicht um eine kontinuierliche Düngung.

Fazit: Essig im August ist kein Allheilmittel, aber eine wirksame Methode, um geschwächte Pflanzen zu revitalisieren, wenn andere Methoden versagt haben.

Bei richtiger Anwendung entwickeln Tomaten vor dem ersten Frost eine üppige Fruchtmasse, Gurken reifen ein zweites Mal und Ihre Einmachgläser bleiben garantiert nicht leer.

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