Lange Zeit habe ich Ameisen im Garten unterschätzt. Es schien mir ein kleines Problem zu sein – sie krabbeln ja nur herum. Doch mit der Zeit wurde mir klar, dass sie nicht einfach nur Insekten sind, sondern ein echtes Problem darstellen, das buchstäblich alles beeinträchtigt, vom Boden bis zum Zustand der Pflanzen.
Ameisen können sogar die Fundamente von Gebäuden beschädigen. Wer hätte gedacht, dass so kleine Tierchen so viel Leid verursachen können?
Wenn sie im Garten auftauchen, bedeutet das, dass sie etwas angelockt hat. Und wenn sie sich bereits eingenistet haben, sind die Bedingungen ideal.
Deshalb müssen Sie entschlossen handeln. Ich habe drei bewährte Methoden, mit denen Sie Ameisen in nur 24 Stunden loswerden. Aber ich warne Sie gleich vorweg: Sie sind nur wirksam, wenn Sie sie alle zusammen anwenden.
Ich erkläre Ihnen später, warum.
Der größte Fehler von Gärtnern
Viele versuchen, Ameisen zu bekämpfen, ohne auf Blattläuse zu achten. Aber das ist ein Fehler. Denn Ameisen tolerieren Blattläuse nicht einfach; Sie züchten sie, schützen sie und übertragen sie auf neue Pflanzen.
Sie dienen Ameisen als Nahrungsquelle. Blattläuse sondern eine süße Flüssigkeit ab, die Ameisen lieben. Wenn man sie nicht vernichtet, ist Ameisenbekämpfung sinnlos.
Wenn Sie also:
Ihre Johannisbeeren, Rosen, Erdbeeren oder Paprika nicht behandelt haben;
Ihre dichten Beete nicht ausgedünnt haben;
die klebrigen Rückstände nicht von Ihren Blättern abgewaschen haben – seien Sie gewarnt, die Ameisen kommen zurück. Früher oder später, aber sie sind unvermeidlich.
Jetzt zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie ich meinen Garten ameisenfrei halte.
Methode 1: Senf + Essig + kochendes Wasser – „Das Nest angreifen“
Dies ist kein sanftes Abwehrmittel, sondern ein wirksamer Angriff. Bei einer großen Kolonie gibt es keine andere Möglichkeit.
Sie benötigen:
200–300 g Senfpulver (für 6–8 m²); 2 Liter kochendes Wasser;
200 ml 9%iger Essig.
So gehe ich vor:
Ich suche Ameisenstraßen und Nester. Diese bestreue ich großzügig mit Senf – 1–2 Esslöffel pro Straße. Anschließend gebe ich Essig in das kochende Wasser und übergieße alle aktiven Stellen sofort mit dieser Lösung.
So funktioniert es:
Der Senf brennt und desorientiert mit seinem Geruch;
Der Essig schafft ein saures Milieu, das für die Königin und die Larven schädlich ist;
Das kochende Wasser zerstört die Gänge.
Nach einigen Stunden ist das Nest leer. Aber das reicht nicht – ich muss noch etwas unternehmen.
Methode 2: Hefe mit Zucker – „ein innerer Schlag“
Zutaten:
500 ml warmes Wasser;
1 EL Trockenhefe;
1 EL Zucker.
So gehe ich vor:
Ich vermische alles und lasse es 1–2 Stunden ruhen. Dann stelle ich es in flache Behälter in der Nähe der Ameisenhügel. Die Ameisen halten es für Futter und tragen es zurück in ihr Nest. Die Hefe beginnt zu gären, und alles darin stirbt ab.
Aber wenn die Blattläuse noch da sind, suchen sich die Ameisen einfach einen anderen Platz. Also weiter zum nächsten Schritt.
Methode 3: Barriere aus ätherischen Ölen – Desorientierung
Sie benötigen:
3 EL normales Öl (ich verwende Sonnenblumenöl);
10 Tropfen ätherisches Öl (Minze, Lavendel oder Nelke);
Watte oder Stoff.
So mache ich es:
Ich mische die Öle, tränke Wattebäusche oder Stoffstreifen damit und platziere sie an Stellen, wo Ameisen wahrscheinlich wieder auftauchen: in der Nähe von Gewächshäusern, unter Kisten, hinter Terrassen.
Ameisen orientieren sich normalerweise am Geruch, aber hier verlieren sie ihre Orientierung, werden verwirrt und suchen sich ein neues Revier.
Mein täglicher Plan:
Morgens:
Nester und Ameisenstraßen suchen; Behandeln Sie die Ameisen mit Senf, kochendem Wasser und Essig.
Nachmittag:
Hefefallen aufstellen;
Ölfallen zersetzen;
Essensreste, Pfützen, verschütteten Saft oder Marmelade entfernen.
Abend:
Pflanzen mit Seifenlauge oder Knoblauchaufguss besprühen;
Blattläuse abwaschen;
Fallen und Duftbarrieren erneuern.
Ergebnis: Am nächsten Tag keine Ameisen, keine Bewegung. Alles ist ruhig. Aber das ist noch nicht alles.
Wiederholen ist unerlässlich! Selbst wenn der Bereich sauber erscheint, wiederhole ich den gesamten Vorgang nach 10 Tagen. Ja, ich verhindere das Schlüpfen neuer Königinnen und Kolonien.
Ich denke auch daran, regelmäßig Gewächshäuser, Kompost und Bereiche mit hoher Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren. Und ich lasse einfach keine Marmelade oder verschüttete Kompottreste herumliegen.
Senf + Essig + kochendes Wasser – zerstört das Nest.
Hefe – bekämpft die Kolonie von innen.
Ätherische Öle – Ameisen „blockieren“ ihre Orientierung.
Beseitigung der natürlichen Umgebung – blockiert die Nahrungsquelle.
Nach 10 Tagen wiederholen – vollständige Bekämpfung. Die Ameisen verschwinden, als wären sie nie da gewesen. Ich habe das oft getestet – es funktioniert in Gewächshäusern, Beeten und sogar in der Nähe von Schuppen. Ein Tag – und alles ist erledigt.
Wenn Sie wissen möchten, wie man Ameisen unter einer Betonplatte bekämpft, lassen Sie es mich wissen. Ich teile Ihnen dann eine separate Methode mit. Welche Methoden verwenden Sie?