9 der besten organischen Düngemittel für Ihre Tomatenpflanzen

Tomaten sind extrem hungrige Pflanzen (Starkzehrer), die für saftige, aromatische Früchte eine Menge Nährstoffe brauchen. Statt zur Chemiechemiekeule zu greifen, lässt sich der Boden perfekt mit natürlichen Ressourcen aufbauen.

Hier sind 9 der besten organischen Düngemittel, die Tomaten genau das geben, was sie brauchen – aufgeteilt nach ihrer Hauptwirkung:

1. Die Stickstoff-Lieferanten (Für kräftiges Wachstum & grüne Blätter)

  • Brennesseljauche: Der absolute Klassiker im Biogarten. Ein Eimer voll Brennnesseln wird mit Wasser aufgeschüttet und etwa zwei Wochen stehen gelassen, bis es gärt. Anwendung: $1:10$ mit Wasser verdünnt gießen. Sie liefert massenhaft Stickstoff und Spurenelemente.
  • Kaffeesatz: Kaffee ist leicht sauer, was Tomaten lieben, und enthält neben Stickstoff auch etwas Phosphor und Kalium. Anwendung: Den getrockneten Kaffeesatz einfach flach rund um die Pflanze in die Erde einarbeiten.
  • Hornmehl oder Hornspäne: Geschrotete Hufe und Hörner von Schlachttieren. Hornmehl wirkt schnell, Späne sind ein genialer Langzeitdünger, der sich über Monate zersetzt. Anwendung: Direkt beim Pflanzen eine Handvoll mit ins Pflanzloch geben.

2. Die Frucht- & Wurzelbooster (Reich an Kalium & Phosphor)

  • Beinfwellauche: Beinwell (Symphytum) ist die perfekte Ergänzung zur Brennnessel. Die Blätter sind extrem reich an Kalium, das die Tomaten dringend für die Fruchtbildung, die Festigkeit und das Aroma der Tomaten benötigen. Anwendung: Genau wie die Brennnesseljauche ansetzen und verdünnt gießen.
  • Bananenschalen: Ein hervorragender, sanfter Kaliumlieferant. Anwendung: Die Schalen in kleine Stücke schneiden und direkt im Wurzelbereich flach vergraben oder beim Einpflanzen unten ins Loch legen.
  • Holzasche: Reine Asche aus dem Holzofen ist ein extrem starker Kalium- und Kalklieferant. Anwendung: Nur sehr sparsam einsetzen (eine kleine Handvoll pro Pflanze im Jahr), da sie den pH-Wert des Bodens stark anhebt.

3. Die Bodenverbesserer & Allrounder

  • Kompost: Das Gold des Gärtners. Er liefert Nährstoffe gleichmäßig und baut wertvollen Humus auf, der Feuchtigkeit speichert. Anwendung: Im Frühjahr großzügig in die oberen Bodenschichten einarbeiten und im Sommer als Mulch nachlegen.
  • Pferde- oder Rindermist: Ein fantastischer, traditioneller Dünger, der den Boden zusätzlich aufwärmt. Anwendung: Mist muss gut abgelagert oder pelletiert sein, da frischer Mist die Wurzeln verbrennt. Ideal zum Vorbereiten des Beetes im Herbst oder zeitigen Frühjahr.

4. Der Geheimtipp gegen Blütenendfäule

  • Eierschalen (Kalzium): Tomaten haben einen hohen Bedarf an Kalzium. Fehlt es, droht die gefürchtete Blütenendfäule, bei der die Früchte von unten schwarz und matschig werden. Anwendung: Die Eierschalen komplett durchtrocknen lassen, zu feinstem Pulver zermahlen (wichtig, da sie sich sonst kaum zersetzen) und direkt ins Pflanzloch geben oder in den Boden einarbeiten.

Der perfekte Tomaten-Mix: Wer seinen Tomaten den besten Start ermöglichen will, mischt beim Auspflanzen reifen Kompost, eine Handvoll Hornspäne und pulverisierte Eierschalen direkt ins Pflanzloch. Sobald die ersten Früchte wachsen, wird alle zwei Wochen abwechselnd mit Brennnessel- und Beinwelljauche gegossen.

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