Die Leute begannen, Paprikaschoten in Alufolie einzuwickeln: Das Ergebnis überraschte selbst erfahrene Gärtner.

Das Abdecken von Paprikapflanzen mit Alufolie kann helfen, indem es Licht auf die unteren Blätter reflektiert und Schädlinge wie Blattläuse und Weiße Fliegen verwirrt. Es ist jedoch kein Ersatz für die richtige Pflege. Lassen Sie daher genügend Platz um den Stängel, achten Sie darauf, dass die Erde nicht zu heiß wird, und kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig.

Paprika gehört zu den Pflanzen, die schnell zeigen, wenn ihnen etwas fehlt. Fehlt es ihnen an Wärme, Licht oder Nährstoffen, verlangsamt sich ihr Wachstum und die Blüten entwickeln sich nur zögerlich zu Früchten.

Deshalb probieren Gärtner einige einfache Tricks aus, die die Bedingungen ohne teure Geräte verbessern können. Einer davon ist, einfache Alufolie um die Pflanzen zu legen.

Warum die Verpackung von Paprika in Aluminiumfolie die Aufmerksamkeit der Anbauer auf sich gezogen hat

Die Folie um die Paprikaschoten dient hauptsächlich als reflektierende Oberfläche. Die glänzende Oberfläche reflektiert einen Teil der Sonnenstrahlen zurück zur Pflanze, insbesondere zu den unteren Blättern und Früchten.

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Ein ähnliches Prinzip wird im professionellen Anbau mit reflektierenden Folien angewendet. Ziel ist es, das Licht, das sonst auf den Boden fallen oder zwischen den Reihen verloren gehen würde, besser zu nutzen.

In einem kleinen Garten ist das kein spektakuläres Wunder, aber an einem sonnigen Standort kann der Unterschied deutlich sichtbar sein. Besonders dann, wenn die Paprikapflanzen an einer Wand, in einem Topf oder in einem Beet mit weniger Licht im unteren Bereich wachsen.

Licht von unten kann das Wachstum fördern

Paprikapflanzen benötigen viel Licht, um kräftige Blätter, Blüten und Früchte zu entwickeln. Bei dichtem Wachstum bleibt der untere Teil der Pflanze im Schatten.

Reflektiertes Licht kann besonders für junge Pflanzen nach dem Einpflanzen hilfreich sein. Die Blätter erhalten dadurch mehr Lichtreize und die Pflanze wirkt vitaler.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Folie einen sonnigen Standort ersetzen kann. Paprikapflanzen im Schatten werden nicht üppig tragen, nur weil man glänzendes Material um ihre Wurzeln legt.

Warum können Blattläuse und Weiße Fliegen verwechselt werden?

Manche kleine Insekten nutzen Licht und Kontrast, um sich in der Pflanzenwelt zu orientieren. Reflektierende Oberflächen in Bodennähe können ihre Orientierung stören.

Blattläuse, Weiße Fliegen und andere fliegende Insekten landen möglicherweise nicht so leicht auf Pflanzen, wenn sie durch die Spiegelung des Lichts verwirrt werden. Dieser Effekt ist zu Beginn eines Befalls am stärksten ausgeprägt.

Sind die Paprikapflanzen jedoch bereits stark von Blattläusen befallen, reicht Alufolie nicht aus. In diesem Fall müssen die Schädlinge mechanisch entfernt, natürliche Feinde gefördert oder ein geeignetes, mildes Spray eingesetzt werden.

Wie man Alufolie richtig entfaltet

Reißen Sie mehrere breitere Folienstreifen ab und knicken Sie diese vorsichtig. Die geknickte Oberfläche reflektiert das Licht in verschiedene Richtungen und verhält sich weniger wie ein glatter Spiegel.

Legen Sie die Streifen auf die Erdoberfläche um die Pflanzen herum, nicht direkt auf den Stängel. Lassen Sie einen lockeren Kreis um den Hals der Paprikapflanze, damit die Erde atmen kann und sich dort keine Feuchtigkeit staut.

Beschweren Sie die Ränder mit Steinen, Pfählen oder Mulch, damit sie nicht vom Wind weggerissen werden. Die Folie sollte nicht an Blättern oder jungen Früchten reiben.

Wann ist dieser Trick am besten geeignet?

Am sinnvollsten ist es, die Paprikapflanzen direkt nach dem Einpflanzen zu düngen, solange sie noch nicht stark verzweigt sind. Dann erreicht das Licht den Boden und kann reflektiert werden.

Sie eignet sich auch für den Anbau in Töpfen auf dem Balkon, wo Paprika oft nur von einer Seite Licht erhält. Ein Leuchtstreifen kann die Beleuchtung auf der abgewandten Seite etwas verbessern.

In einem heißen Gewächshaus oder bei extremer Hitze ist jedoch Vorsicht geboten. Aluminiumfolie kann die Temperatur der Pflanze erhöhen und Hitzestress verschlimmern.

Vorsicht vor Bodenüberhitzung

Paprika liebt Wärme, aber ihre Wurzeln vertragen keine extremen Temperaturen. Ist die Erde unter der Folie zu heiß, beginnt die Pflanze zu welken, selbst bei ausreichender Bewässerung.

An heißen Tagen sollten Sie die Bodentemperatur mit der Hand prüfen. Falls die Oberfläche unangenehm heiß ist, entfernen Sie die Folie teilweise oder decken Sie sie mit einer dünnen Schicht hellen Mulchs ab.

Besonders in Behältern überhitzt das Substrat schnell. Verwenden Sie dort kleinere Stücke und sorgen Sie für mehr Freiraum zur Luftzirkulation.

Feuchtigkeit am Stängel stellt ein Risiko dar

Wenn man die Folie fest an den Stängel drückt, kann sich nach Regen oder Gießen Feuchtigkeit darin stauen. Dadurch erhöht sich das Risiko von Wurzelfäule und Pilzbefall.

Daher ist der Freiraum um den Stängel herum wichtig. Wasser muss die Wurzeln erreichen, die Pflanzenoberfläche sollte aber abtrocknen können.

Gießen Sie die Pflanze direkt in die Erde, nicht auf die Blätter. Folie kann Wasser verspritzen und den unteren Teil der Pflanze unnötig befeuchten.

Folie und Schnecken

Manche Züchter haben festgestellt, dass Schnecken sich an den scharfen, trockenen Kanten der Folie weniger wahrscheinlich bewegen. Dies kann eine zusätzliche Barriere darstellen, insbesondere wenn die Oberfläche trocken ist.

Nach Regen ändert sich die Situation jedoch. Feuchte Aluminiumfolie, nasse Erde und weiches Laub schrecken Schnecken nicht mehr so ​​zuverlässig ab.

Deshalb sollte man gegen Schnecken auch die Handabholung, trockenes Mulchmaterial, außerhalb der Pflanzen aufgestellte Fallen und das Entfernen von Versteckmöglichkeiten rund um das Blumenbeet einsetzen.

Ersetzt nicht die Überprüfung der Blattunterseiten

Blattläuse und Weiße Fliegen verstecken sich oft auf der Blattunterseite. Wenn man sie auf den eingerollten Blättern entdeckt, hat sich bereits eine ganze Kolonie entwickelt.

Wenden Sie die Pflanzen alle paar Tage und kontrollieren Sie die jungen Triebe und unteren Blätter. Bei ersten Anzeichen von Schädlingen hilft ein Wasserstrahl oder ein sanftes Abwischen.

Folie kann zwar die Wahrscheinlichkeit verringern, dass manche Insekten landen, schützt die Pflanze aber nicht vor bereits vorhandenen Schädlingen. Schädlingsbekämpfung bleibt daher unerlässlich.

Kräuter in der Nähe von Paprikaschoten verstärken den Schutz.

Sie können Basilikum, Ringelblumen oder andere aromatische Pflanzen um die Paprikapflanzen herum anpflanzen. Ihr Duft kann einige Insekten abschrecken und gleichzeitig Nützlinge anlocken.

Geben Sie den Paprikapflanzen jedoch ausreichend Platz. Dichtes Pflanzen mag zwar schön aussehen, beeinträchtigt aber die Belüftung und führt zu Feuchtigkeitsstau in den Blättern.

Eine Kombination aus Licht, Luft und regelmäßiger Schädlingsbekämpfung ist wirksamer als eine einzelne Maßnahme. Folie kann nur ein Teil des Systems sein.

Probieren Sie es zuerst an einem Teil des Bettes aus.

Am besten testet man die Folie zunächst nur an einigen wenigen Pflanzen. Die restlichen Paprikapflanzen sollten entweder ohne Folie bleiben oder mit normalem Mulch abgedeckt werden.

Vergleichen Sie nach zwei bis drei Wochen Wachstum, Anzahl der Blüten, Schädlingsbefall und Bodenbeschaffenheit, um festzustellen, ob der Trick unter Ihren Bedingungen funktioniert.

Nicht jeder Garten reagiert gleich. Folie verhält sich in einem sonnigen Garten, in einem Gewächshaus und auf einem Balkon unterschiedlich.

Die häufigsten Fehler bei der Verwendung von Alufolie

  • Man legt die Folie nah an den Stiel, sodass sie die Feuchtigkeit am Hals speichert.
  • Sie werden es in einem heißen Gewächshaus ohne Überhitzungsschutz verwenden.
  • Wenn man die Ränder nicht befestigt, wird der Wind es wegwehen oder die Blätter abreiben.
  • Sie erwarten, dass es einen schweren Blattlausbefall von selbst löst.
  • Man vergisst das Gießen, Düngen und die Kontrolle der Blattunterseiten.
  • Man platziert glatte Spiegelflächen, damit sich die Bleche lokal überhitzen können.

Einfaches Untersuchungsverfahren

Wählen Sie drei bis fünf gesunde Paprikaschoten aus und legen Sie um jede ein leicht zerknülltes Stück Alufolie, wobei Sie um den Stiel herum mindestens ein paar Zentimeter Platz lassen.

Die Ränder gut befestigen und die Erde auf Überhitzung überwachen. Nach Regenfällen prüfen, ob sich Wasser oder Schnecken unter der Folie angesammelt haben.

Vergleichen Sie die Pflanzen mit Paprikapflanzen ohne Folie. Wenn sie kräftiger sind, weniger befallen werden und der Boden gesund bleibt, können Sie den Trick auch auf andere Pflanzen anwenden.

Der glänzende Trick hilft nur bei guter Pflege.

Das Umwickeln von Paprikapflanzen mit Alufolie kann die Lichtreflexion erhöhen und es manchen Schädlingen etwas erschweren, sich zurechtzufinden. Sie eignet sich am besten als preiswerte Ergänzung an einem sonnigen Standort, an dem die Pflanzen weder unter Staunässe noch unter extremer Hitze leiden.

Wenn Sie die Pflanze mit etwas Abstand zum Stiel verwenden, sie fest befestigen und die Pflanzen regelmäßig kontrollieren, kann das einen deutlichen Unterschied machen. Wärme, gleichmäßiges Gießen, Nährstoffe und eine gute Belüftung sind jedoch nach wie vor die wichtigsten Faktoren für das Wachstum von Paprika.

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