Originalpatent zur Abwehr von Ameisen an Obstbäumen. Sichere und wirksame Schutzbarriere.

Ameisen auf Obstbäumen bedeuten oft mehr als nur die einfache Bewegung von Insekten am Stamm. Sie deuten häufig auf Blattläuse, klebrigen Honigtau und eine stille Zusammenarbeit hin, die junge Blätter, Triebe und sogar die zukünftige Ernte schwächen kann.

Wenn Ameisen ständig um Ihren Apfel-, Pflaumen-, Kirsch- oder Sauerkirschbaum herumwuseln, ist es ratsam, aufmerksam zu sein. Die Arbeiterinnen selbst schädigen die Blätter zwar meist nicht so stark wie Blattläuse, aber sie können die Schädlinge vor ihren natürlichen Feinden schützen.

Daher ist das Besprühen mit Chemikalien möglicherweise nicht die erste Lösung. In vielen Fällen hilft bereits eine einfache mechanische Barriere, die den Ameisen den Weg zur Krone versperrt.

Ameisen auf Obstbäumen warnen vor Blattläusen.

Ameisen suchen vor allem nach dem süßen Honigtau an Bäumen, der von Blattläusen ausgeschieden wird, die Pflanzensaft aus jungen Blättern und den weichen Triebspitzen saugen.

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Blattläuse benötigen Nährstoffe aus dem Pflanzensaft und scheiden daher große Mengen Flüssigkeit aus. Der überschüssige Zucker lagert sich dann als klebrige Schicht auf den Blättern ab.

Für Ameisen ist Honigtau eine schnell verfügbare Energiequelle. Sobald sie ihn gefunden haben, laufen sie regelmäßig denselben Weg und kehren immer wieder zu den Blattläusen zurück.

Warum die Verbindung zwischen Ameisen und Blattläusen so unangenehm ist

In der Natur ist das kein Zufall. Ameisen schützen Blattläuse oft, weil sie ihnen eine süße Belohnung bieten.

Arbeiterbienen können Marienkäfer, Schellentenlarven, Marienkäfer und andere nützliche Insekten abwehren, die ansonsten die Blattlauskolonie auf natürliche Weise reduzieren würden.

Manche Ameisen berühren die Blattläuse sogar mit ihren Fühlern und regen sie so zur Absonderung von Honigtau an. Der Landwirt sieht dann nur noch die marschierenden Ameisen, doch das eigentliche Problem befindet sich auf der Blattunterseite.

Wie Blattläuse Obstbäume schädigen

Die ersten Symptome zeigen sich an jungen und weichen Teilen des Baumes. Die Blätter rollen sich ein, runzeln sich, verklumpen und die Triebspitzen stellen ihr normales Wachstum ein.

Ein junger Baum reagiert viel empfindlicher als ein alter, kräftiger Baum. Er hat eine kleinere Blattfläche, ein schwächeres Wurzelsystem und weniger Reserven für die Regeneration.

Wenn Blattläuse länger saugen, muss der Baum Energie für die Reparatur der Schäden aufwenden, sodass weniger Energie für das Kronenwachstum, die Blütenknospenbildung und die Triebreifung übrig bleibt.

Klebriger Honigtau verursacht ein weiteres Problem

Honigtau setzt sich auf Blättern, Trieben und manchmal auch auf Früchten ab. Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein glänzender, klebriger Belag.

Mit der Zeit können sich auf den Blättern dunkle, rußartige Pilzbeläge bilden. Diese dringen in der Regel nicht tief in das Blattgewebe ein, sondern beschatten lediglich die Blattoberfläche.

Das Blatt nutzt das Licht dann weniger effektiv und der Baum betreibt weniger Photosynthese. In der Praxis bedeutet dies weniger Energie für Wachstum, Fruchtbildung und allgemeine Widerstandsfähigkeit.

Warum Sie nicht alle Ameisen im Garten vernichten müssen

Ameisen sind im Garten nicht nur Schädlinge. Viele Arten zersetzen organische Abfälle, jagen kleine Insekten und lockern die oberste Bodenschicht auf.

Das Problem entsteht, wenn sie anfangen, Blattläuse, Maden oder andere Honigtau produzierende Insekten zu schützen, und ihre nützliche Rolle mit der Gesundheit des Baumes in Konflikt gerät.

Die sinnvolle Lösung besteht daher nicht darin, jeden Ameisenhaufen zu zerstören. Es ist viel besser, die Arbeiterinnen daran zu hindern, eine bestimmte, von Blattläusen befallene Krone zu erreichen.

Die einfachste Barriere gegen Ameisen in der Kissenfüllung

Eine überraschend wirksame Lösung ist eine flauschige Polyesterfüllung aus einem Kissen, einer alten Jacke oder einem Stofftier. Sie muss sauber, trocken und locker aufgeschüttelt sein.

Ameisen bewegen sich gut auf Rinde fort, weil sie dort festen Halt finden. Ihre Füße besitzen winzige Krallen und Haftstrukturen, die ihnen helfen, über raue Oberflächen zu klettern.

Die flauschigen Fasern nehmen ihnen diesen Vorteil. Sie verbiegen sich, verschieben sich, verhaken sich an den Beinen, und die Ameise verliert einen Teil des Kontakts zum Untergrund.

Wie man die Schutzbarriere richtig befestigt

Platzieren Sie die Barriere etwa 40 bis 60 Zentimeter über dem Boden. Diese Höhe ist für die Inspektion praktisch, aber niedrig genug, um zu verhindern, dass Ameisen in die Baumkrone gelangen.

Wickeln Sie die Füllung wie einen lockeren, flauschigen Ring um den Stamm. Binden Sie sie in der Mitte vorsichtig mit Schnur, Bast oder weichem Gartendraht fest.

Sowohl die Ober- als auch die Unterseite sollten locker und luftig bleiben. Wenn man das Material zu einem harten Streifen zusammendrückt, können die Ameisen problemlos hindurchkriechen.

Reinigen Sie den Bereich um den Kofferraum, bevor Sie den Gurt anbringen.

Selbst die beste Barriere versagt, wenn Ameisen einen Nebenweg finden. Ein Grashalm, ein schiefer Pfosten, ein Trieb eines benachbarten Busches oder ein Ast, der den Zaun berührt, genügen.

Vor dem Anbringen des Riemens mähen Sie das Gras in der Nähe des Stammes und entfernen Sie Unkraut. Prüfen Sie außerdem, ob es Stützen, Befestigungen oder Äste gibt, die eine Brücke zur Baumkrone bilden könnten.

Bei älteren Bäumen sollte man auf rissige Rinde achten. Wenn sich unter der Barriere eine große Lücke befindet, können Ameisen diese nutzen, um die Barriere von unten zu umgehen.

Was tun, wenn Blattläuse bereits auf den Blättern sind?

Die Barriere verhindert das Eindringen neuer Ameisen, entfernt aber keine Blattläuse, die sich bereits in der Krone befinden. Kontrollieren Sie daher nach dem Aufbringen die jungen Blätter und Triebspitzen.

Kleinere Kolonien lassen sich mit einem stärkeren Wasserstrahl abspülen. Dies funktioniert am besten morgens, damit die Blätter tagsüber schnell trocknen.

Entfernen Sie, falls es nur wenige sind, stark verdrehte und dicht stehende Triebspitzen. Bringen Sie diese außerhalb des Komposts weg, um zu verhindern, dass Schädlinge zum Baum zurückkehren.

Überprüfen Sie die Barriere regelmäßig nach Regenfällen.

Polyesterfüllung eignet sich am besten, solange sie leicht und bauschig bleibt. Nach starkem Regen kann sie verklumpen, durchhängen und sich zu einem dichteren Streifen verformen.

Schütteln Sie es anschließend vorsichtig auf oder ersetzen Sie es durch ein trockenes. Wenn es voller Schmutz, Pollen oder Laubresten ist, verliert es an Wirksamkeit.

Eine Kontrolle alle paar Tage während der Hauptaktivitätszeit der Blattläuse ist ausreichend. Bei jungen Bäumen ist darauf zu achten, dass die Bindung nicht in die Rinde drückt.

Klebebänder und Gartenkleber als weitere Option

Fertige Klebestreifen für Baumstämme können ebenfalls gegen Ameisen helfen. Sie sind praktisch, gleichmäßig und halten den Witterungseinflüssen im Freien in der Regel besser stand als herkömmliches Klebeband.

Bei älteren Bäumen müssen sie lückenlos und passgenau sitzen. Ameisen können auch einen kleinen Tunnel unterhalb der Rinde nutzen, insbesondere in rissiger Rinde.

Obstbaum- oder Insektenkleber niemals direkt auf die Rinde junger Bäume auftragen. Verwenden Sie zuerst ein Schutzpapier oder einen Folienstreifen und tragen Sie den Kleber darauf auf.

Warum gewöhnliches Baustellenklebeband nicht immer ausreicht

Breites Klebeband kann als kurzfristige Notlösung dienen, insbesondere wenn Ameisen aktiv den Stamm hochkrabbeln und man nichts anderes zu tun hat.

Allerdings birgt diese Methode Risiken. Beim Entfernen kann die empfindliche Rinde beschädigt werden, und zu enges Einwickeln kann Druck auf den wachsenden Stamm ausüben.

Nach Regen, Staub oder Pollen verstopft die klebrige Oberfläche schnell. Das Klebeband wird dann zu einer einfachen Brücke, die Ameisen mühelos überqueren können.

Das sicherste Verfahren für junge Obstbäume

Bei jungen Apfel-, Pflaumen- und Kirschbäumen sollte man immer mit dem schonendsten mechanischen Schutz beginnen. Eine flauschige Textilbarriere ist schonend, da sie nicht an der Rinde klebt.

Die Befestigung sollte so eingestellt werden, dass das Material fixiert ist, der Stamm aber nicht eingeengt wird. Der Baum wächst im Laufe der Saison dicht, und ein zu straffer Draht könnte zu Verletzungen führen.

Für einen stärkeren Schutz verwenden Sie einen gebrauchsfertigen Klebestreifen speziell für Obstbäume. Vermeiden Sie technische Klebstoffe, die nicht für den Kontakt mit lebender Rinde geeignet sind.

  • Platzieren Sie die Barriere 40 bis 60 Zentimeter über dem Boden.
  • Das Material sollte locker und flauschig bleiben und nicht zu einem harten Streifen gepresst werden.
  • Vor dem Pflanzen Gras, Unkraut und Seitenwege bis zur Baumkrone entfernen.
  • Nach Regenfällen die Füllung prüfen, auflockern oder ersetzen.
  • Waschen Sie die Blattläuse mit einem Wasserstrahl von den jungen Blättern ab oder entfernen Sie stark befallene Triebe.
  • Klebstoffe dürfen nur auf den Schutzstreifen und nicht direkt auf die Rinde aufgetragen werden.

Die häufigsten Fehler beim Schutz von Bäumen vor Ameisen

Der erste Fehler besteht darin, sich nur mit den Ameisen zu befassen und die Blätter außer Acht zu lassen. Bleiben die Blattläuse in der Baumkrone, wird der Baum auch dann geschwächt sein, wenn die Ameisenstraße unterbrochen ist.

Der zweite Fehler besteht darin, den Baum zu fest um den Stamm zu wickeln. Die junge Rinde kann dadurch beschädigt werden und der Baum wird unnötigem Stress ausgesetzt.

Der dritte Fehler sind seitliche Ameisenbrücken. Ameisen finden schnell einen Weg durch das Gras, die Stütze, den Zaun oder den benachbarten Ast, wenn der Gärtner diese nicht entfernt.

Chemikalienfreier Schutz wirkt, wenn er rechtzeitig angewendet wird.

Nehmen Sie Ameisen auf Obstbäumen als Indiz dafür, dass Sie nach Blattläusen, Honigtau und jungen Trieben suchen sollten. Eine mechanische Barriere hilft, die Arbeiterinnen von ihrer süßen Nahrungsquelle zu trennen.

Wenn man auch die ersten Blattlauskolonien abwäscht und Marienkäfern, Goldaugen und Wollläusen freie Bahn lässt, hat der Baum deutlich bessere Chancen, sich ohne drastische Eingriffe zu erholen. Der beste Schutz ist oft der, der den Schädlingen einfach den Weg versperrt.

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