Brombeeren werden nur bei richtiger Düngung groß und süß: Diese beiden Details sind im Frühsommer entscheidend.

Die Düngung von Brombeeren im Frühsommer ist entscheidend dafür, ob die Beeren groß, süß und saftig oder klein, trocken und sauer werden. Ein Strauch mag gesund aussehen, aber wenn er zu viel Stickstoff, zu wenig Kalium erhält oder unter Trockenheit leidet, verlieren die Früchte an Geschmack, bevor sie überhaupt vollständig reif sind.

Brombeeren täuschen in der ersten Saisonhälfte oft mit ihrem Aussehen. Sie bilden kräftige Triebe, große Blätter und scheinen an nichts zu fehlen.

Das Problem wird erst im Sommer deutlich, wenn die Früchte größer werden und Zucker einlagern. Dann kann sich der schöne grüne Strauch in eine Pflanze mit einer kleinen, sauren und trockeneren Ernte verwandeln.

Die Düngung von Brombeeren im Frühsommer verfolgt ein anderes Ziel als im Frühjahr.
Im Frühjahr benötigen Brombeeren einen Wachstumsschub. Sie bilden neue Triebe und Blätter und bereiten sich auf die Blüte vor, daher ist eine ausreichende Stickstoffmenge hilfreich.

Zu Beginn des Sommers ändert sich die Situation jedoch. Der Strauch muss nun nicht mehr den Großteil seiner Energie in die grüne Masse investieren, sondern in Blüten und die Entwicklung von Früchten.

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Wenn Sie in dieser Zeit weiterhin stark mit Stickstoff düngen, mag die Pflanze zwar schön aussehen, aber die Ernte wird gering ausfallen. Die Blätter werden dunkel und die Triebe lang, aber die Früchte erhalten nicht die nötige Stütze.

Warum sind Brombeeren klein und sauer?
Die häufigste Ursache ist ein Ungleichgewicht zwischen Triebwachstum und Fruchternährung. Die Pflanze erhält zwar Nährstoffe, aber nicht diejenigen, die sie zu diesem Zeitpunkt am dringendsten benötigt.

Kalium ist besonders wichtig für die Fruchtgröße und den Geschmack. Es unterstützt den Zuckertransport, verbessert den Wasserhaushalt und fördert die Festigkeit reifender Beeren.

Die zweite häufige Ursache ist Trockenheit. Selbst wenn genügend Nährstoffe im Boden vorhanden sind, können trockene Wurzeln diese nicht effektiv aufnehmen, und die Fruchtbildung hört auf.

Kalium ist der Schlüssel für süße Brombeeren.
Der Kaliumbedarf steigt mit der Blüte und dem Fruchtansatz deutlich an. Dieses Element trägt dazu bei, dass die Früchte nicht nur dunkel, sondern auch saftig und aromatisch werden.

Bei Kaliummangel können Brombeeren kleiner, weniger fest und saurer sein. Die Pflanze verträgt zudem Hitzetage und plötzliche Schwankungen der Luftfeuchtigkeit schlechter.

Greifen Sie daher im Juni zu einem Dünger, der speziell für Beerensträucher entwickelt wurde. Wählen Sie einen Dünger, bei dem Stickstoff nicht überwiegt, Kalium aber wichtiger ist.

Wie viel Dünger sollte man in einem normalen Garten verwenden?
Bei mineralischen oder Mehrnährstoffdüngern beachten Sie bitte die Angaben auf der Verpackung, da die Konzentration der Produkte variiert. Eine gängige Dosierung liegt oft bei 30 bis 50 Gramm pro Quadratmeter.

Für einen gut entwickelten Einzelstrauch können das etwa 40 bis 70 Gramm sein, sofern dies der Empfehlung des Herstellers entspricht. Den Dünger jedoch niemals direkt auf den Triebansatz gießen.

Verteilen Sie es im Bereich unterhalb der Baumkrone und etwas darüber hinaus. Dort befindet sich die aktive Wurzelzone, die die Nährstoffe am besten aufnehmen kann.

Die Befruchtung sollte in zwei Perioden unterteilt werden.
Die besten Ergebnisse erzielt man durch eine aufgeteilte Düngung. Die erste, kleinere Dosis sollte im Frühjahr verabreicht werden, sobald die Brombeeren nach dem Winter wieder zu wachsen beginnen.

Die zweite Düngung sollte Ende Juni oder zu Beginn des intensiven Fruchtwachstums erfolgen. Diese Nährstoffzufuhr dient der Unterstützung der Ernte und nicht dem unnötigen Blattwachstum.

Ist der Strauch besonders kräftig, hat sehr dunkelgrüne Blätter und wächst schnell. Verzichten Sie auf zusätzlichen Stickstoff. Konzentrieren Sie sich in diesem Fall auf Kalium, Wasser und das Wachstum der oberirdischen Triebe.

Kompost verbessert den Boden und die Nährstoffaufnahme
Brombeeren profitieren während der gesamten Saison von organischem Material. Kompost verbessert die Bodenstruktur, fördert das Bodenleben und sorgt für ein gleichmäßigeres Wurzelwachstum.

Sie können eine zwei bis drei Zentimeter dicke Schicht reifen Kompost unter den Sträuchern verteilen. Drücken Sie den Kompost nicht direkt an den Triebhals, um Staunässe zu vermeiden.

Kompost wirkt nicht so schnell wie Mineraldünger, aber er stabilisiert den Boden. Und ein stabiler Boden ist die Grundlage für eine reiche Brombeerernte.

Granulatdünger mit Bedacht einsetzen
Granulierter Dünger kann eine sinnvolle Ergänzung sein, insbesondere bei nährstoffarmen und ausgelaugten Böden. Die Dosierung sollte jedoch gemäß

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