Wie man eine wunderschöne Geranie züchtet

Geranien (botanisch meist Pelargonium genannt) sind die unangefochtenen Königinnen des Sommers auf dem Balkon und im Bauerngarten. Sie sind erstaunlich robust, blühen unermüdlich von Mai bis zum Frost und verzeihen auch mal den einen oder anderen Pflegefehler.

Damit deine Geranien prachtvoll gedeihen, riesige Blütenbälle bilden und gesund durch den Sommer kommen, helfen dir diese bewährten Schritte.

Die 5 goldenen Regeln für prachtvolle Geranien

1. Der richtige Standort: Sonne, Sonne und nochmals Sonne

Geranien stammen ursprünglich aus Südafrika und sind echte Sonnenanbeter.

  • Wähle einen Platz mit mindestens 4–6 Stunden direkter Sonne pro Tag.
  • Je sonniger sie stehen, desto üppiger fällt die Blüte aus. Im tiefen Schatten bilden sie fast nur Blätter und kaum Knospen.

2. Erde und Pflanzen: Qualität zahlt sich aus

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  • Nutze eine hochwertige, strukturstabile Geranien- oder Balkonpflanzenerde. Diese speichert Wasser gut, bleibt aber luftig.
  • Achte beim Einpflanzen im Kasten auf genügend Abstand: Halte mindestens 20–25 cm Platz zwischen den einzelnen Pflanzen, da Geranien stark in die Breite wachsen.

3. Richtig gießen: Lieber durchdringend statt ständig ein bisschen

  • Geranien besitzen leicht sukkulente (fleischige) Stängel und Blätter, in denen sie Wasser speichern können. Kurze Trockenphasen überstehen sie problemlos.
  • Staunässe ist ihr größter Feind! Die Wurzeln faulen extrem schnell, wenn sie im Wasser stehen. Sorge unbedingt für Abzugslöcher im Topf oder Kasten und lege eine Drainageschicht (z. B. Blähton) an.
  • Gieße erst dann durchdringend, wenn die oberste Erdschicht spürbar abgetrocknet ist. Bei extremer Sommerhitze kann das täglich am frühen Morgen sein.

4. Düngen: Die Power-Fresser brauchen Nahrung

Um monatelang ununterbrochen Blüten zu produzieren, benötigen Geranien enorm viele Nährstoffe.

  • Mische bereits beim Einpflanzen einen Langzeitdünger unter die Erde.
  • Gib ab Juni (ca. 4–6 Wochen nach dem Pflanzen) einmal wöchentlich einen flüssigen, kaliumbetonten Geranien- oder Blühpflanzendünger ins Gießwasser.

5. Der wichtigste Pflegetrick: Regelmäßig Ausputzen

  • Kontrolliere die Pflanzen ein- bis zweimal pro Woche und entferne verblühte Blütenstände sowie gelbe Blätter.
  • Wichtig: Schneide oder reiße die verblühten Stängel nicht einfach ab, sondern brich sie direkt am Ansatz (dort, wo der Blütenstiel aus dem Haupttrieb kommt) mit einem Ruck nach unten ab. Das regt die Pflanze blitzschnell dazu an, neue Knospen zu bilden, und verhindert gleichzeitig Pilzerkrankungen durch verfaulende Reste.

Trick für die nächste Saison: Geranien erfolgreich überwintern

Geranien sind eigentlich ausdauernde Pflanzen und viel zu schade, um sie im Herbst wegzuwerfen. Du kannst sie kinderleicht überwintern:

Das Winter-Quartier: Schneide die Pflanzen vor dem ersten Frost radikal auf etwa 10–15 cm Länge zurück (lasse an jedem Haupttrieb 2–3 Knospenansätze stehen). Nimm sie aus den großen Balkonkästen, topfe sie in kleinere Töpfe mit frischer, eher trockener Erde und stelle sie an einen hellen, kühlen Ort (ca. 5–10 °C, z. B. Kellerfenster oder ungeheiztes Treppenhaus). Über den Winter wird nur ganz minimal gegossen – gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht komplett staubtrocken wird. Im Frühjahr treiben sie wieder kräftig aus!

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