Ideen für Hühnerstall und Auslauf – für eine gesündere und glücklichere Hühnerschar im Garten

Ein durchdachter Hühnerstall und ein abwechslungsreicher Auslauf sind das Fundament für eine vitale, fleißige und glückliche Hühnerschar. Hühner brauchen Schutz, Beschäftigung und die Möglichkeit, ihre natürlichen Verhaltensweisen wie Scharren, Picke und Staubbaden voll auszuleben.

Mit ein bisschen kreativem Upcycling und cleveren Systemen lässt sich ein wahres Hühnerparadies schaffen, das obendrein die tägliche Arbeit erleichtert.

1. Der Hühnerstall: Sicher, trocken und funktional

Der Stall schützt Ihre Tiere vor Witterung und Raubtieren (wie Füchsen oder Mardern). Ein optimaler Stall nutzt den Platz clever aus:

  • Upcycling bei den Nestern: Alte Plastikkisten oder stabile Obstkisten lassen sich hervorragend als Legenester recyceln. Sie sind leicht zu reinigen, hygienisch und reduzieren Abfall. Kleiden Sie sie weich mit Dinkelspelzen oder Stroh aus.
  • Kotbrett unter den Stangen: Platzieren Sie ein abnehmbares Brett direkt unter den Sitzstangen. Da Hühner den Großteil ihres Kots nachts beim Schlafen fallen lassen, müssen Sie so nicht den ganzen Stall reinigen, sondern kratzen morgens einfach nur das Kotbrett ab.
  • Automatisierung & Solar-Energie: Eine automatische Hühnerklappe, die sich per Zeitschaltuhr oder Lichtsensor öffnet und schließt, sorgt für maximale Sicherheit. Kleine Solarpanels auf dem Stalldach können problemlos die Beleuchtung für den Winter und einen kleinen Belüftungsventilator für den Sommer mit Strom versorgen.

2. Der Auslauf: Beschäftigung und Naturnähe

Ein kahler Auslauf wird für Hühner schnell langweilig und begünstigt Krankheiten oder Federpicken. Struktur ist hier alles:

  • Der überdachte Scharrraum: Hühner hassen nasskaltes Wetter, wollen aber trotzdem scharren. Ein kleiner, überdachter Bereich im Auslauf, der mit trockenem Laub, Rindenmulch oder Stroh gefüllt ist, bleibt das ganze Jahr über der absolute Lieblingsplatz.
  • Das Wellness-Staubbad: Ein ausgiebiges Staubbad ist für die Gefiederpflege und zur Abwehr von Milben unerlässlich. Stellen Sie eine alte Holzwanne oder flache Kiste auf und befüllen Sie sie mit einer Mischung aus feinem Sand, Gartenerde und einer Handvoll Holzasche (aus unbehandeltem Holz).
  • Struktur durch Klettermöglichkeiten: Hühner sitzen gerne erhöht, um den Überblick zu behalten. Alte Baumstämme, dicke Äste aus dem Wald oder umgedrehte Holzpaletten bieten tolle Klettermöglichkeiten und bringen Struktur in den Auslauf.

Das „Hühner-Traktor“-Prinzip im Gemüsegarten

1.Schutz der Beete durch Zäune:Frühjahr / Sommer.

>

Halten Sie die Hühner während der Hauptwachstumsphase durch flexible Steckzäune von den sensiblen Gemüsebeeten fern. Hühner lieben frischen Salat und reife Tomaten genauso sehr wie Sie und würden die Beete im Nu plündern.

2.Die Hühner als Beet-Mitarbeiter:Herbst / Winter.

Lassen Sie die Hühner nach der Ernte auf die abgeernteten No-Dig-Beete. Sie sind die perfekten Gehilfen: Sie scharren die Erde sanft durch, fressen liegengebliebene Schädlinge (wie Schneckeneier oder Engerlinge), picken Unkrautsamen weg und hinterlassen gleichzeitig wertvollen, stickstoffreichen Dünger für die nächste Saison.

Der Gazda-Tipp gegen Futterneid und Verschwendung: Hühner neigen dazu, ihr Körnerfutter beim Fressen mit den Füßen aus dem Napf zu scharren. Bauen Sie einen Futterspender aus einem breiten PVC-Rohr mit einem 90-Grad-Winkelstück am unteren Ende. Die Hühner können ihren Kopf hineinstecken, um zu fressen, können das Futter aber nicht herausscharren. Das hält den Boden sauber und hält unerwünschte Mitesser wie Mähe fern.

Leave a Comment