Der gewohnte Komfort des Stadtlebens lässt uns die Annehmlichkeiten der Zivilisation als selbstverständlich ansehen.
Um Ihren Aufenthalt in der Datscha oder im Landhaus so angenehm wie möglich zu gestalten, ist es jedoch wichtig, das Abwassersystem zu berücksichtigen.
Viele Dörfer und Datscha-Kooperativen verfügen nicht über ein zentrales Abwassersystem, sodass sich die Eigentümer fragen müssen: „Wohin mit dem Abwasser?“
Meistens stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: der Einbau einer Klärgrube oder der Bau einer Sickergrube.
Was ist eine Sickergrube und was ist eine Klärgrube?
Eine Sickergrube ist ein geschlossener Behälter, in den das Abwasser aus dem Haus durch ein Abwasserrohr per Schwerkraft fließt.
Eine Klärgrube ist ein geschlossener Behälter, in dem das Abwasser durch anaerobe Vergärung gereinigt wird. Es benötigt keinen Stromanschluss, da die Abfälle von Bakterien im Tank abgebaut werden.
5 wesentliche Unterschiede zwischen Klärgrube und Sickergrube
Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie die folgenden wesentlichen Unterschiede beachten:
Kosten – Der Bau einer Klärgrube ist deutlich teurer als der einer Sickergrube.
Anzahl der Kammern – Eine Sickergrube ist ein einzelner, geschlossener Behälter, während eine Klärgrube in der Regel aus zwei oder sogar drei Kammern besteht.
Abwasserbehandlung – Eine Klärgrube filtert das Wasser teilweise, während sich in einer Sickergrube lediglich die Abfälle sammeln.
Wartung – Eine Sickergrube muss regelmäßig mit einem Saugwagen geleert werden, was zusätzliche Kosten verursacht. In einer Klärgrube versickert das geklärte Abwasser teilweise im Boden, wodurch sich der Wartungsaufwand reduziert.
Volumen – Da die Abfälle aus einer Sickergrube nicht abgeleitet werden, muss sie deutlich größer sein als eine Klärgrube. Vor- und Nachteile einer Sickergrube
Vorteile:
Kostengünstig – Sie müssen nur einen geschlossenen Behälter selbst aus leicht verfügbaren Materialien bauen.
Einfache Konstruktion – erfordert keine komplexen technischen Lösungen oder besondere Kenntnisse für die Installation.
Umweltfreundlich – bei fachgerechter Installation sickert das Abwasser nicht in den Boden und verhindert so die Grundwasserverschmutzung.
Nachteile:
Begrenztes Fassungsvermögen – nicht geeignet für große Abwassermengen.
Regelmäßige Reinigung mit einem Saugwagen erforderlich.
Kann unangenehme Gerüche auf dem Grundstück verursachen.
Vorteile und Nachteile einer Klärgrube
Vorteile:
Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten – Sie können Ziegel, Beton oder Kunststoff verwenden, um sowohl geschlossene als auch offene Varianten zu realisieren.
Teilweise Abwasserrecycling reduziert den Bedarf an einem Saugwagen.
Kann große Abwassermengen verarbeiten. Nachteile:
Teilreinigung (70–80 %) kann zu Umweltbelastungen führen.
Komplexere Konstruktion und höhere Installationskosten.
Was ist besser?
Nach Analyse aller Unterschiede lässt sich schlussfolgern, dass eine Klärgrube für dauerhaft bewohnte Landhäuser praktischer ist, während eine Sickergrube für saisonal genutzte Ferienhäuser besser geeignet ist. Die endgültige Entscheidung hängt jedoch von den persönlichen Vorlieben des Eigentümers und den Gegebenheiten des Grundstücks ab.