Sehen Ihre Apfelbäume aus, als wären sie mit Mehl bestreut? Handeln Sie jetzt, bevor Mehltau die Triebe schwächt und die diesjährige Ernte gefährdet!

Tags: Krankheit, Apfelbaum, Mehltau, Schutz, Früchte, Spritzen, Beschichten, Schneiden, Obstgarten, Schwefel
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Echter Mehltau am Apfelbaum kann zunächst wie ein harmloser weißer Belag auf den Blättern erscheinen, schwächt aber schnell junge Triebe, Blüten und zukünftige Knospen. Treten Mehltau, verdrehte Blätter oder verkümmerte Triebspitzen auf, sollten die betroffenen Teile entfernt und Schutzmaßnahmen ergriffen werden, bevor sich die Krankheit in der gesamten Baumkrone ausbreitet.

Die Krankheit wird durch den Pilz Podosphaera leucotricha verursacht, der in infizierten Knospen überwintert. Im Frühjahr wachsen daraus infizierte Blätter und Triebe, die eine Quelle für weitere Sporen darstellen.

Im Gegensatz zum Schorf benötigt Echter Mehltau keine lange Regenzeit. Warme Tage, trockene Luft und kühle Nächte mit Tau bieten ihm optimale Bedingungen.

Wie man Echten Mehltau an Apfelbäumen erkennt
Das typischste Symptom ist ein weißer bis gräulich-weißer, pudriger Belag auf jungen Blättern, Knospen und Triebspitzen. Befallene Blätter rollen sich oft ein, verengen sich und bleiben klein.

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Junge Triebe wachsen langsam, haben kürzere Internodien und können allmählich austrocknen. Stark befallene Blüten öffnen sich nicht richtig oder bilden keine Früchte.

Auf älterem Belag können kleine dunkle Punkte auftreten. Das Vorhandensein des weißen Belags allein reicht jedoch meist aus, um die Krankheit zu erkennen.

Die Früchte müssen keine weiße Schicht aufweisen
Äpfel haben oft nicht den klassischen pudrigen Belag. Nach einem frühen Befall kann sich ein feines, rostfarbenes Netz oder unregelmäßige, raue Flecken auf der Schale bilden.

Beschädigte Früchte können kleiner bleiben, sich verformen oder vorzeitig abfallen. Rost kann jedoch auch andere Ursachen haben. Überprüfen Sie daher immer die Blätter und Triebe.

Wenn sich der weiße Belag nur auf der Oberfläche der Früchte befindet und keine Symptome an den Blättern vorhanden sind, handelt es sich möglicherweise nicht um Echten Mehltau. Es ist wichtig, den gesamten Baum zu untersuchen.

Echter Mehltau an Apfelbäumen beginnt in den Knospen.
Der Pilz überwintert als Myzel in infizierten Knospen. Nach dem Aufblühen zeigt sich der erste Befall an den jungen Trieben.

Diese Triebe sind meist weißlich, schwach und treiben verzögert aus. Im Laufe der Saison trägt der Wind die Sporen von ihnen auf andere junge Blätter.

Der Befall kann so lange andauern, bis der Baum neue, weiche Triebe bildet. Daher erhöht ein langer, stickstoffreicher Trieb die Menge an anfälligem Gewebe.

Was ist zu tun, wenn Sie den Befall sofort feststellen?
Entfernen Sie zunächst die stark befallenen Triebspitzen. Schneiden Sie unterhalb der sichtbar befallenen Stelle bis ins gesunde Gewebe.

Lassen Sie die Schnittstellen nicht unter dem Baum liegen. Wickeln Sie sie ein und entsorgen Sie sie gemäß den örtlichen Vorschriften für Pflanzenabfälle.

Reinigen Sie Ihre Gartenschere nach Gebrauch, insbesondere wenn Sie weitere Schäden an den Trieben feststellen. Sauberes Werkzeug verringert das Risiko der Verbreitung anderer Krankheiten.

Der Schnitt muss regelmäßig erfolgen, nicht nur einmalig.
Kontrollieren Sie den Baum nach der ersten Behandlung alle paar Tage. Aus infizierten Knospen können weitere weiße Triebe austreiben.

Frühes Entfernen begrenzt die Sporenanzahl in der Krone. Bei starkem Befall reicht ein Rückschnitt allein jedoch möglicherweise nicht aus.

Vermeiden Sie unnötig große Schnitte im alten Holz. Ziel ist es, junge, befallene Teile zu entfernen und eine ausgewogene Krone zu erhalten.

Eine luftige Krone verlangsamt die Ausbreitung. Regelmäßiges Schneiden verbessert die Luftzirkulation und den Lichteinfall. Die Blätter trocknen dadurch schneller ab, und das Spritzmittel erreicht das Innere der Krone besser.

Entfernen Sie sich kreuzende, beschädigte und nach innen wachsende Triebe. Übertreiben Sie es jedoch nicht mit dem Sommerschnitt, damit der Baum nicht zu viele neue, weiche Triebe bildet.

Eine dichte, vernachlässigte Krone mit langen Ästen bietet dem Erreger viel junges, empfindliches Gewebe.

Überschüssiger Stickstoff fördert Mehltau. Starke Stickstoffdüngung fördert das schnelle Wachstum weicher Blätter und Triebe. Gerade junges Gewebe ist besonders anfällig für Infektionen.

Wenn der Baum lange, dunkelgrüne Triebe bildet, sollte kein zusätzlicher Stickstoff zugeführt werden. Passen Sie die Nährstoffversorgung dem Boden, dem Alter des Baumes und seinem Wachstumszustand an.

Verwenden Sie Kompost oder organischen Dünger nicht unüberlegt in großen Mengen. Auch natürliche Düngemittel können viel Stickstoff enthalten.

Gießen Sie gezielt an den Wurzeln. Der Apfelbaum benötigt zwar in Trockenperioden Wasser, die Krone muss jedoch nicht regelmäßig bewässert werden. Gießen Sie langsam und gezielt in Richtung Wurzelzone.

Eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit hilft dem Baum, Stress zu bewältigen und gesund zu wachsen. Anhaltende Trockenheit schwächt das Immunsystem, obwohl Mehltau zum Keimen kein Regenwasser benötigt.

Sie können den Baum mit Mulch bedecken, diesen aber nicht direkt auf den Stamm legen. Die Mulchschicht reduziert Feuchtigkeitsschwankungen und verhindert eine Überhitzung des Bodens.

Wann ist eine Fungizidbehandlung sinnvoll? Bei starkem oder wiederholtem Befall kann ein für Apfelbäume und Mehltau zugelassenes Fungizid erforderlich sein. Die Behandlung ist besonders wichtig bei jungen Trieben.

Verwenden Sie ausschließlich ein in Ihrem Land zugelassenes Produkt und beachten Sie die Angaben auf dem Etikett hinsichtlich Dosierung, Anwendungsintervall, Wartezeit und maximaler Anwendungshäufigkeit.

Verwenden Sie ein Produkt nicht ausschließlich gemäß der Wirkstoffangabe in einer ausländischen Gebrauchsanweisung. Zulassungen und zulässige Anwendungen können von Land zu Land unterschiedlich sein.

Schwefel kann helfen, hat aber Einschränkungen. Schwefelhaltige Produkte werden gegen Mehltau eingesetzt, benötigen jedoch eine ausdrückliche Zulassung für Apfelbäume. Sie wirken hauptsächlich vorbeugend und im Anfangsstadium einer Infektion.

Bei heißem Wetter kann Schwefel Blätter und Früchte schädigen. Rostgefahr.

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