Das Abfallen der Paprikablüten Anfang Juli kann überraschend sein, selbst wenn die Pflanzen kräftig und gesund aussehen. Meist handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine Reaktion auf Hitze, Schwankungen in der Bewässerung oder falsche Düngung.
Paprikapflanzen schützen ihr Überleben unter Stressbedingungen. Bei instabilen Bedingungen werfen sie einfach einige ihrer Blüten oder neu gebildeten Früchte ab, um Wasser und Energie zu sparen.
Die gute Nachricht ist, dass die Pflanze wieder blühen kann, sobald die Ursache beseitigt ist. Wichtig ist jedoch eine rasche und behutsame Anpassung der Pflege ohne drastische Eingriffe.
Der Blütenfall bei Paprika ist nicht immer eine Krankheit.
Nicht jede Blüte entwickelt sich zu einer Frucht. Die Pflanze wirft auf natürliche Weise einige Blüten ab, die nicht ausreichend bestäubt wurden oder für die sie nicht genügend Energie hat.
Das Problem tritt auf, wenn die meisten Blüten oder sogar kleine Früchte abfallen. Dann sollten Sie Temperatur, Bodenfeuchtigkeit, Nährstoffversorgung und Gesundheitszustand der Pflanze überprüfen.
Bleiben die Blätter fest, ohne Flecken und ohne deutliche Vergilbung, handelt es sich oft um vorübergehenden Stress. Die Paprikapflanzen können weiterwachsen, sobald sich die Bedingungen verbessern.
Erster Fehler: Temperaturen zu hoch oder zu niedrig
Paprika liebt Wärme, aber extreme Hitze schadet ihr. Anhaltende Nachmittagstemperaturen über etwa 30 Grad Celsius führen zu einer Verschlechterung der Pollenqualität und einer verminderten Fruchtbarkeit der Blüten.
Sehr warme Nächte verschlimmern das Problem. Die Pflanze kann sich nicht erholen, verbraucht mehr Energie und kann Blüten und frisch angesetzte Früchte abwerfen.
Ebenso unangenehm ist ein starker Temperatursturz in der Nacht. Große Unterschiede zwischen Tag und Nacht verursachen Stress, insbesondere bei jungen Pflanzen.
Wie man Paprika vor Hitze schützt
Eine leichte Beschattung ist während der heißesten Tageszeit hilfreich. Das Schattierungsnetz dient dazu, die intensive Sonneneinstrahlung zu reduzieren, nicht aber, ganztägigen Schatten zu spenden.
Legen Sie das Netz so über die Pflanzen, dass Luft zwischen Netz und Blättern zirkulieren kann. Material, das direkt auf den Paprikaschoten liegt, kann die Hitze stauen.
Das Gewächshaus sollte durch Türen, Oberlichter und Seitenöffnungen belüftet werden. Offene Türen allein reichen oft nicht aus, um die Temperatur an der Decke und zwischen den Blättern zu senken.
Zweiter Fehler: unregelmäßiges Gießen
Paprika bevorzugt gleichmäßig feuchten, aber nicht nassen Boden. Wechselnde lange Trockenperioden und starke Bewässerung gehören zu den häufigsten Ursachen für Blütenfall.
Wenn die Pflanze austrocknet, schließt sie ihre Spaltöffnungen und schränkt ihr Wachstum ein. Erhält sie anschließend zu viel Wasser, kann es zu Sauerstoffmangel an den Wurzeln kommen.
Beide Extreme beeinträchtigen die Fähigkeit der Pflanze, Blüten und kleine Früchte zu bilden. Das Problem tritt tendenziell stärker in Töpfen auf, in denen das Substrat schneller austrocknet.
Wie man Paprika im Juli bewässert
Gießen Sie früh morgens direkt an die Wurzeln. So hat der Boden genügend Zeit, das Wasser aufzunehmen, bevor die Hitze ihren Höhepunkt erreicht, und die Blätter bleiben trocken.
Prüfen Sie vor dem Gießen die Feuchtigkeit einige Zentimeter unter der Oberfläche. Eine trockene oberste Schicht bedeutet nicht zwangsläufig, dass der gesamte Wurzelbereich trocken ist.
Gründlich wässern, aber die Bewässerungshäufigkeit dem Boden anpassen. Sandiger Boden benötigt häufiger Wasser, schwerer Boden speichert Feuchtigkeit länger.
Mulch hilft, Feuchtigkeitsschwankungen auszugleichen.
Eine Schicht aus Stroh, getrocknetem Gras oder feinem Kompost verlangsamt die Verdunstung, sodass die Wurzeln keinen plötzlichen Wechseln zwischen trockenen und feuchten Bedingungen ausgesetzt sind.
Bringen Sie den Mulch nicht zu nah am Stamm auf. Lassen Sie einen kleinen freien Kreis frei, damit sich keine Feuchtigkeit am Stammfuß staut.
Nach Regenfällen sollte man prüfen, ob die Mulchschicht verkrustet und durchnässt ist. Eine zu dicke, nasse Schicht kann Schnecken Unterschlupf bieten und die Luftzirkulation beeinträchtigen.
Fehler Nr. 3: Zu viel Stickstoff
Stickstoff fördert das Wachstum von Blättern und Trieben. Bei zu viel Stickstoff entwickeln Paprikapflanzen jedoch eine voluminöse, grüne Pflanze mit wenigen Früchten.
Üppige Blätter verbrauchen viel Wasser und Energie. Blüten halten kürzer, und die Pflanze bildet weiterhin Knospen, anstatt Früchte zu tragen.
Ein Stickstoffüberschuss tritt häufig nach wiederholter Anwen