Diese Krankheiten vernichten Ihre Gurken, bevor Sie sie probieren können! Vermeiden Sie die häufigsten Bewässerungsfehler.

Selbstgemachte Spritzmittel gegen Mehltau an Gurken können helfen, besonders wenn Sie frühzeitig eingreifen und gleichzeitig die Wachstumsbedingungen anpassen. Bei schnell fortschreitendem Gurkenmehltau reichen Knoblauch, Milch oder Natron allein jedoch meist nicht aus, und jede Stunde zählt.

Am wichtigsten ist es, zu erkennen, ob es sich um Echten Mehltau, Falschen Mehltau oder eine andere Krankheit handelt. Erst dann sollten Sie das Spritzmittel entfernen, befallene Blätter abschneiden und die Bewässerung so anpassen, dass die Blätter nicht nass bleiben.

Warum Gurken so schnell von Mehltau befallen werden: Gurken haben große, zarte Blätter, zwischen denen sich bei dichtem Pflanzen Feuchtigkeit staut. Ein nasses Blatt bietet Pilzkrankheiten einen idealen Nährboden.

Das Risiko steigt nach Regen, in kühleren Nächten, in einem schlecht belüfteten Gewächshaus und bei abendlicher Blattbewässerung. Die Krankheit breitet sich dann schneller aus als bei trockenem und luftigem Wachstum.

Das Besprühen der Pflanzen im Haus kann den Ausbruch des Problems verzögern, ersetzt aber nicht die Belüftung, den richtigen Pflanzabstand und die Bewässerung der Wurzeln.

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Falscher Mehltau oder Echter Mehltau?
Falscher Mehltau, oft auch Peronospora genannt, zeigt sich hauptsächlich durch gelbe, eckige Flecken zwischen den Blattadern. Auf der Blattunterseite kann sich ein gräulicher bis violetter Belag bilden.

Echter Mehltau sieht anders aus. Auf der Blattoberseite bildet sich ein weißer, pudriger Belag, als wären die Blätter mit Mehl bestäubt.

Diese Unterscheidung ist wichtig, da schwaches Besprühen im Haus bei Echtem Mehltau und zur Vorbeugung wirksamer ist. Bei Peronospora muss man viel schneller und konsequenter handeln.

Erste Symptome von Gurkenmehltau:
Gelbe, eckige Flecken, die von Blattadern umrandet sind.
Allmähliches Braunwerden und Austrocknen der Flecken.
Gräulicher oder violetter Belag auf der Blattunterseite.
Schnelle Schwächung der Blätter nach feuchten Nächten.
Wachstumsstopp und verminderte Nährstoffversorgung der Früchte.
Wenn die Flecken täglich zunehmen, sollten Sie keine Wunder erwarten. Entfernen Sie zunächst die am stärksten befallenen Blätter und verbessern Sie die Luftzirkulation.

Was Sie vor dem Sprühen beachten sollten: Besprühen Sie nur Pflanzen, die nicht welk sind und keine Sonnenbrandspuren aufweisen. Geschwächte Blätter reagieren empfindlicher auf jegliche Mittel.

Schneiden Sie die am stärksten befallenen Blätter mit einer sauberen Schere ab. Werfen Sie diese nicht auf den Kompost neben dem Beet und lassen Sie sie nicht unter den Pflanzen liegen.

Prüfen Sie anschließend, ob die Pflanzen nicht zu dicht stehen. Wenn die Blätter übereinander liegen und das Wachstum nicht abtrocknet, wird die Krankheit auch nach dem Besprühen fortbestehen.

Knoblauchspray für Gurken: Knoblauch enthält aromatische Verbindungen, die die Blattoberfläche stärken und gleichzeitig Schädlinge abwehren können. Bei Mehltau sollte er nur bei den ersten Anzeichen angewendet werden, nicht zur Behandlung einer bereits fortgeschrittenen Krankheit.

Zerdrücken Sie 8 bis 10 Knoblauchzehen und übergießen Sie diese mit 1 Liter stehendem Wasser. Lassen Sie den Aufguss 12 bis 24 Stunden ziehen und seihen Sie ihn anschließend gründlich ab.

Verdünnen Sie ihn vor Gebrauch 1:1 mit Wasser. Besprühen Sie zunächst ein Blatt und warten Sie 24 Stunden, um zu sehen, ob Flecken oder Verbrennungen auftreten.

Anwendung von Knoblauchspray: Tragen Sie das Spray morgens oder abends auf, wenn die Sonne nicht zu stark scheint. Befeuchten Sie die Blätter vorsichtig von beiden Seiten, insbesondere die Unterseite, da sich dort der Belag oft festsetzt.

Bei ersten Anzeichen können Sie die Anwendung nach 5 bis 7 Tagen wiederholen. Breiten sich die Flecken schnell aus, ist der Knoblauch nicht mehr ausreichend.

Bewahren Sie das Spray nicht länger als einen Tag auf. Ein alter Knoblauchaufguss kann unangenehm riechen und die Blätter reizen.

Milchspray gegen Mehltau: Milchspray ist besonders wichtig zur Vorbeugung und Bekämpfung von Mehltau. Es schafft ein Milieu auf den Blättern, das die Bildung des weißen, pudrigen Belags verlangsamt.

Mischen Sie 1 Teil Milch mit 9 Teilen Wasser. Verwenden Sie 100 ml Milch und 900 ml Wasser für 1 Liter Spritzbrühe.

Stärkere Mischungsverhältnisse können einen klebrigen Film auf den Blättern hinterlassen. Dieser kann den Pflanzen in der Sonne oder in warmen Nächten schaden.

Wenn Milch nicht hilft: Milch ist eine schwache Lösung gegen Falschen Mehltau mit eckigen gelben Flecken und einem grauen Belag auf der Blattunterseite. Sie kann ergänzend eingesetzt werden, sollte aber nicht als alleiniges Mittel verwendet werden.

Wenn die Blätter von unten braun werden und die Krankheit schnell fortschreitet, sollten wirksamere Schutzmaßnahmen ergriffen oder die am stärksten befallenen Pflanzen entfernt werden. Andernfalls breitet sich die Infektion im gesamten Beet aus.

Verwenden Sie Milch hauptsächlich vorbeugend alle 7 bis 10 Tage bei trockenen Bedingungen und bei den ersten Anzeichen von Mehltau.

Natron auf den Blättern: Natron verändert das Milieu auf der Blattoberfläche und kann einige oberflächliche Pilzprobleme verlangsamen. Es wird am häufigsten gegen Echten Mehltau eingesetzt.

Für Gurken bereiten Sie eine schwächere Lösung zu: 1 Teelöffel Natron auf 1 Liter Wasser. Sie können einige Tropfen milde Kaliumseife oder ein Pflanzenschutzmittel hinzufügen.

Verwenden Sie herkömmliches Spülmittel nur mit Vorsicht, da es blattreizende Substanzen enthalten kann. Geben Sie niemals mehr als ein paar Tropfen hinzu.

Risiken von Natronspray

Eine starke Natronlösung kann die Blätter verbrennen, insbesondere bei heißem Wetter. Gurken haben empfindliches Gewebe und vertragen konzentrierte Haushaltssprays schlecht.

Besprühen Sie welke Pflanzen nicht mit Natron.

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