Wenn Sie nach einer kostengünstigen, hygienischen und extrem langlebigen Lösung für Ihren Hühnerstall suchen, sind selbstgebaute Nistkästen aus Plastikeimern eine fantastische Idee. Viele Hühnerhalter steigen von traditionellen Holzkästen auf diese Variante um, da sie in Sachen Reinigung und Milbenprävention unschlagbar ist.
Warum Eimer die perfekten Nistkästen sind
- Blitzschnelle Reinigung: Kunststoff nimmt im Gegensatz zu Holz keine Feuchtigkeit, Kot oder Gerüche an. Bei Bedarf nehmen Sie den Eimer einfach heraus, spritzen ihn mit dem Gartenschlauch aus, desinfizieren ihn und hängen ihn wieder ein.
- Keine Chance für Milben: Rote Vogelmilben lieben die winzigen Ritzen und Spalten von Holzkonstruktionen. Plastikeimer bieten durch ihre glatte Oberfläche absolut keine Versteckmöglichkeiten, was den Hühnerstall deutlich gesünder hält.
- Upcycling pur: Sie können wunderbar leere, gründlich gereinigte Großpackungen verwenden – wie zum Beispiel große Katzenstreubehälter (z. B. von Tidy Cats) oder klassische 10- bis 20-Liter-Plastikeimer aus dem Baumarkt.
So bauen Sie den Eimer-Nistkasten
Die Konstruktion ist denkbar einfach und erfordert nur minimales Werkzeug.
Was Sie brauchen:
- Saubere Plastikeimer (eckig oder rund, ca. 15–20 Liter Volumen)
- Eine Stichsäge oder ein stabiles Cuttermesser
- Ein paar Schrauben und breite Unterlegscheiben
- Eine Holzleiste (als Rausfallsicherung und Sitzstange)
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Den Deckel modifizieren (oder weglassen): Wenn Sie eimerartige Behälter mit festem Deckel nutzen, schneiden Sie mit der Stichsäge oder dem Cutter ein großzügiges Loch in die obere Hälfte des Deckels, durch das das Huhn bequem hineinschlüpfen kann. Die untere Hälfte des Deckels bleibt stehen – sie dient perfekt als Barriere, damit das Nestmaterial nicht herausgescharrt wird.
- Die Einstreukante bei offenen Eimern: Nutzen Sie normale Eimer ohne Deckel, legen Sie den Eimer horizontal hin. Schrauben Sie im unteren Drittel der Öffnung quer eine kleine Holzleiste fest. Diese sorgt dafür, dass Stroh, Sägemehl oder Heu im Eimer bleiben, wenn die Hennen darin scharren.
- Belüftungsschlitze bohren: Bohren Sie an der Rückseite (dem Eimerboden) im oberen Bereich 3–4 kleine Löcher hinein, um eine minimale Luftzirkulation zu gewährleisten und Hitzestau im Sommer zu verhindern.
- Montage im Stall: Legen Sie die Eimer horizontal auf ein stabiles Regalbrett im Hühnerstall oder schrauben Sie sie direkt durch die Rückwand des Eimers an den Stallwänden fest. Nutzen Sie hierbei unbedingt breite Unterlegscheiben (Karosseriescheiben) unter den Schraubenköpfen, damit das Plastik unter dem Gewicht des Huhns nicht ausreißt.
Tipps für die Praxis
- Der richtige Winkel: Neigen Sie die Eimer bei der Montage minimal nach hinten (so dass der Eimerboden der tiefste Punkt ist). Das verhindert zusätzlich, dass Eier aus dem Nest rollen.
- Das Nest gemütlich machen: Legen Sie den Eimer großzügig mit Sägemehl, Hobelspänen oder weichem Stroh aus. Hennen lieben es dunkel und geschützt – die Eimerform simuliert eine gemütliche Höhle, was die Eiablage fördert.
Haben Sie die Eimer bereits parat und überlegen noch, wie Sie sie am geschicktesten im Stall anordnen, oder planen Sie ein komplettes Redesign Ihrer Hühnerstalleinrichtung?